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Wermut

Artemisia absinthium

Foto vom WermutDer Gemeine Wermut oder Wermutkraut ist Vielen vor allem durch dessen bitteren Geschmack sowie als Zutat der weltbekannten Spirituose Absinth ein Begriff. Das zu den Artemisien gehörende Wermutkraut hilft als Heilpflanze gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden. In der Küche wird Wermut gelegentlich als Gewürz bei fettreichen Wildgerichten und deftigen Suppen zum Einsatz.

Steckbrief von Wermut
Botanischer NameArtemisia absinthium
PflanzenfamilieKorbblütler
Weitere NamenWermutkraut, Bitterer Beifuß, Alsem, Absinthkraut, Wiegenkraut
Aussaatzeit / PflanzzeitMärz-Mai
BlütezeitJuli-September
ErntezeitJuni-September
Standortvollsonnig bis sonnig; trockene, eher sandige, kalkhaltige und nährstoffarme Böden
Verwendung als HeilkrautMagen- und Darmbeschwerden, Leberbeschwerden, Verstopfung, Gallenbeschwerden, Blähungen
Verwendung als Gewürzkrautdeftige Fleischgerichte wie Eisbein oder Kaninchen, Spirituosen, Kräuterwein

 Inhaltsverzeichnis

Pflanzenmerkmale und Systematik des Wermutkrauts

Herkunft und Vorkommen des gemeinen Wermuts

Das ursprüngliche Herkunftsgebiet lag wahrscheinlich in Sibirien. Das Wermutkraut ist heute relativ weit verbreitet und wild oft in Süd- und Osteuropa zu finden. Weitere wilde Vorkommen sind aus West- und Nord- und Mitteleuropa (darunter auch Deutschland), Nordafrika sowie aus großen Teilen Nord- und Südamerikas bekannt. Der Gemeine Wermut ist meist in Ebenen aber auch in höheren Höhenlagen anzutreffen. In Vorgebirgen kann er bis in subalpine Stufe angetroffen werden.

Große Anbaugebiete finden sich heute in Südeuropa (vornehmlich Italien) und Osteuropa.

Systematik von Artemisia absinthium

Der Gemeine Wermut (Artemisia absinthium) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Das Kraut gehört ferner zur Gattung der Artemisiengewächse (Artemisia). Dieser Gattung gehören etwa 500 Arten an, darunter auch andere bekannte Gewürzkräuter wie die Eberraute (Artemisia abrotanum), dem Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) oder dem Estragon (Artemisia dranunculus).

Je nach Wildform werden noch einige Unterarten bzw. Varietäten unterschieden. In Polen existiert eine endemische Unterart (Artemisia absinthium var. calcigena), die sich in der Größe der Fruchtform sowie auch in der Wuchshöhe geringfügig unterscheidet.

Merkmale vom Wermutkraut

Der Gemeine Wermut ist eine allgemein krautige, ausdauernde und mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 150 cm erreichen kann. Meist wächst das Kraut jedoch deutlich kleiner (oft zwischen 50 und 100 cm). Wermut hat aufgrund seiner ätherischen Öle einen charakteristischen und aromatischen Geruch. Im Boden bildet die Pflanze eine ockerfarbene bis mittelbraune Wurzel aus, von der mehr oder weniger starke Seitenwurzeln abgehen. Die Wermutwurzel wurzelt verhältnismäßig flach.

Blätter

Die Blätter des Wermutkrauts unterscheiden sich von unten nach oben. Die unten liegenden Blätter weisen eine meist dreifache Fiederung auf und sind lang gestielt. Im Gegensatz dazu sind die oben sitzenden Blätter meinst nur ein- oder zweifach gefiedert und eher kurz gestielt. In der Regel sind die unteren Blätter deutlich größer als die oberen. Alle Blätter weisen auf der Blattoberfläche eine dichte Behaarung auf.

Blätter vom Wermut
Die gefiederten Blätter des Wermuts sind sehr markant

Blüte

Zur Blütezeit, die meist von Ende Juli bis Ende September zu erwaten ist, bildet das Wermutkraut kleine gelbe Blüten aus. Die Blütenköpfe sind dabei in stark verasteten Rispen zusammengefasst, die jeweils in kleinen und nahezu runden Körbchen stehen. Auffällige Merkmale sind die seidig behaarten Kelchblätter. Jeder einzelne Blütenkorb enthält zwischen 40 und 90 Einzelblüten, wobei die Anzahl männlicher Blüten überwiegt.

Blüte vom Wermut
Wermut bildet kleine, gelbe Blütenköpfe aus

Früchte

Im Anschluss bildet das Wermutkraut zur Fruchtreife gelbe bis ockerfarbene Nussfrüchte aus, die eine längliche Form aufweisen. Diese enthalten die bräunlichen bis fast schwarzen und leicht urnenförmigen Samen.

Aussaat, Anbau und Pflege von Wermut im Garten

Wermut lässt sich verhältnismäßig einfach im Garten anbauen und ist relativ pflegeleicht. Am besten ist der Anbau im Kräutergarten oder Hochbeet geeignet. Der Anbau des Krauts auf dem Balkon sollte nur dann erfolgen, wenn eine südliche Ausrichtung besteht.

Standort

Das Wermutkraut mag warme und sonnige Standorte mit durchlässigen, trockenen und leicht kalkhaltigen Böden. Optimal sind leicht sandige oder gar kiesige Böden, die gut belüftet sind und einen raschen Wasserabfluss gewährleisten. Lehmige Böden sollten daher mit einigen Zuschlagstoffen wie Vermiculit, Lavasplitt oder Bimskies optimiert werden.

Aussaat

Die bräunlichen Wermutsamen können zwischen Ende April bis Anfang Juni direkt ins Freiland oder auf dem Balkon ausgesät werden. Da der Korbblütler ein Lichtkeimer ist, werden die Samen nur locker auf die Erde gestreut und leicht in den Boden gedrückt. Nach einer Keimdauer von etwa 10 bis 21 Tagen zeigen sich die ersten Keimblätter. Im Freiland sollte bei der Aussaat mehrerer Wermutpflanzen auf einen Pflanzabstand von mindestens 25 cm geachtet werden.

Bei der Aussaat von Wermut sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz zu den Nachbarpflanzen gegeben ist. Wermut bildet ohne Rückschnitt mächtige Sträucher und beeinträchtigt durch Ausscheidungen der Wurzeln (sog. Wurzelexsudate) negativ das Wachstum anderer Pflanzen. Wermutkraut gehört daher nicht in Kräuterspiralen oder in artenreiche Kräutergärten. Das Kraut verträgt sich allerdings mit anderen Pflanzen wie dem Storchenschnabel, Lampenputzergras oder Nelken. Andere Kräuter, die die Gesellschaft von Wermut tolerieren sind andere Artemisien wie Eberraute oder Rautengewächse wie die Weinraute.

Vermehrung

Vermehrung: Wermut kann man sowohl über Samen als auch über Stecklinge vermehren. Für die Vermehrung über Stecklinge genügt ein etwa zehn Zentimeter langer Strauchabschnitt von der Spitze der Wermutpflanze. In die Erde gesteckt treiben schon nach kurzer Zeit Wurzeln aus. Daneben vermehrt sich Wermut selbst durch Ausläufer der Wurzel bzw. kann der Verbreitung von Wermut nachgeholfen werden, wenn der Wurzelstock geteilt wird.

Düngen

Für die Düngung des Krauts eignen sich Rinder- oder Pferdedung, die am besten vor der Aussaat untergemischt werden. Bei normaler Gartenerde ohne Düngung genügen meist einige Gaben Kompost oder schwache Gaben handelsüblicher NPK-Dünger. Falls Mist oder Kompost verwendet wird, muss in der Regel nicht mehr gedüngt werden.

Gießen

Wermutkraut benötigt nur wenig Wasser. Es ist nicht erforderlich die Pflanze täglich gießen. Ständiges feucht halten ist genau wie Staunässe schädlich und begünstigt Pflanzenkrankheiten. Auch wenn die Pflanze nicht viel Wasser benötigt, sollte vor allem an warmen und heißen Tagen wenigstens alle zwei bis drei Tage gegossen werden. Kraftlos herabhängende Blätter sind meist ein Zeichen dafür, dass die Pflanze Feuchtigkeit benötigt. In der Regel erholt sich das Kraut jedoch schnell davon.

Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse oder andere Fraßschädlinge stellen kein Problem für Wermut dar, denn die ätherischen Öle und vor allem Bitterstoffe sind derart intensiv und „abschreckend“, dass Wermutpflanzen von Ungeziefer größtenteils verschont bleiben. Es lässt sich mitunter gut beobachten, wie bestimmte Insekten die Pflanze regelrecht meiden. Diese Wirkung machen sich einige im Haushalt zu Gute, in dem Wermut in Form von Sträußchen oder Duftsäckchen zur Vorbeugung und Vetreibung von Motten und Mücken eingesetzt wird. Aus diesem Grund hat sich die Pflanze bei Naturgärtnern in Form von Jauche oder Brühe als natürliche Bekämpfung von Rost und Milben auf anderen Pflanzen bewährt.

Wermutjauche und Wermutbrühe im Garten

Zur Herstellung einer Wermutjauche werden frische Wermutblätter mit einer Gartenschere zerkleinert und in einem Eimer oder einer Tonne mit reichlich Wasser aufgegossen und mit einem Deckel bzw. einer passenden Abdeckung locker verschlossen. Die Wermut-Wasser-Mischung wird etwa 3 Wochen ziehen gelassen. In dieser Zeit entsteht eine unangenehm riechende Jauche, die reif ist, wenn die Gülle nicht mehr schäumt. Zur Verwendung als Ungezieferbekämpfungsmittel wird ein Liter der Wermutgülle mit zehn Litern Wasser gestreckt und anschließend werden die betroffenen Pflanzen damit gegossen.

Überwinterung

Zum Überwintern wird Wermut nur ins Haus geholt, wenn er in Topfkultur gehalten wird (siehe Artikel Kräuter richtig überwintern). Die Pflanze ist gut winterhart und wird vor dem Frost leicht mit Laub oder Mulch abgedeckt.

Verwendung von Wermut

Wermut gehört neben Enzian zu den Kräutern in Europa, die die stärkste Bitterkraft unter allen vorkommenden Kräutern aufweisen. Die Bitterstoffe im Wermut sind es auch, die die gesundheitsfördernde Wirkung ausmachen. Der Bitterwert des Wermuts beträgt rund 20.000 (zum Vergleich: Enzian 30.000; Andorn etwa 4.000).

Die höchste Würz- und Heilkraft entfaltet Wermut zur Erntezeit von Juni bis September.

Wermut in der Küche

Anders als z.B. Basilikum, Petersilie oder Dill ist Wermut kein klassisches Würzkraut, das eine bedeutende Rolle im Küchenalltag spielt. Der würzig-herbe und ausgesprochen bittere Geschmack ist nicht nur streng und eigenwillig, das Aroma passt auch nicht zu vielen Speisen. Vielmehr ist Wermut in der gut bürgerlichen Küche von Bedeutung, die auf deftige Gerichte setzt. Wermut passt gut zu fettreichen Speisen wie Eisbein, Gans oder Kaninchen; wird aber wegen der intensiven Würzkraft trotzdem nur sehr sparsam eingesetzt. Wermut hat ein sehr eigenes Aroma, welches das Würzaroma anderer Kräuter schnell aufheben kann.

Wermut kann sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. Beim Kochen gehen die Aromastoffe nicht verloren. Um eine typische Würzkraft entfalten zu können, genügen oft schon ein bis zwei Messerspitzen des getrockneten Krauts.

Weitaus größerer Beliebtheit erfreut sich Wermut hingegen als Zutat in Kräuterweinen, Noilly Prat oder Absinth. Absinth - auch bekannt als die grüne Fee - besteht neben Wermut aus einer Reihe weiterer Kräuter, darunter Anis, Fenchel, Koriander, Muskat, Ehrenpreis, Zitronenmelisse, Angelika und Ysop. Aufgrund des Thujon-Gehaltes von Wermut war Absinth lange Zeit in vielen Staaten Europas verboten. Der Grund: zu hohe Thujon-Gehalte führen zu Sinnenswahrnehmungsstörungen. Im Jahr 1998 wurde das Absinth-Verbot in vielen Ländern aufgehoben und Absinth darf wieder hergestellt und verkauft werden. Allerdings gelten in der EU Vorgaben, was den Thujon-Gehalt von Absinth betrifft – abhängig vom Alkoholgehalt der Spirituose. Absinth mit weniger als 25 Vol-% Alkohol darf maximal 5 mg Thujon auf 1 kg Alkohol aufweisen, dahingegen sind bei Absinthen mit mehr als 25 Vol-% Alkohol bis zu 10 mg/kg erlaubt.

Wermut als Heilkraut

Wermut wird bereits seit der Antike gegen viele Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. Genau wie heute auch wird Wermut aufgrund der antiseptischen, antibakteriellen, krampflösenden und durchblutungsfördernden Wirkung bei Kopfschmerzen, Entzündungen und Menstruationsschmerzen verwendet. Und nicht zuletzt gilt Wermut als das Hausmittel bei Magenverstimmungen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit sowie Blähungen.

Hildegard von Bingen ging ihrerseits einen Schritt weiter und mystifizierte Wermut. Die heilkundige Nonne aus Rheinland-Pfalz empfahl Räucherungen mit Wermutkraut gegen unheilbringende Hexen und Dämonen. Aber auch schon Leber- und Nierenbeschwerden waren ihr bekannt, so dass Wermutkraut als Wein als Linderungsmittel eingesetzt empfohlen wurde.

Wermut im Kräuterbuch
Beschreibung des Wermutkrauts im alten Kräuterbuch

In Kräuterbüchern der frühen Neuzeit (15./16. Jahrhundert) wurde Wermut bereits als Arznei gegen Magenverstimmungen, Verstopfung und Gallenbeschwerden eingesetzt. Wermut wurde u.a. mit Kümmel als Wein verabreicht, um Blähungen zu behandeln. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli (1585) wurde Wermut u.a. empfohlen, um größere Mengen Alkohol besser zu vertragen. Auch sind Behandlungen gegen kaltes Fieber (vermutlich Malaria) bekannt. Äußere Anwendungen waren Halsgeschwüre oder Schmerzen der Augen. Das Wermutkraut war zu jener Zeit ein so bekanntes und beliebtes Heilkraut, dass Matthioli diesem mehr als acht Seiten gewidmet hat.

Wermutkraut hat viele medizinisch interessante Eigenschaften, denen die folgenden Heilwirkungen zugeschrieben werden:

  • appetitanregend
  • gallenflussfördernd
  • leberschützend
  • zum Teil antiviral
  • durchblutungsfördernd
  • tonisierend
  • immunsystemstärkend
  • verdauungsfördernd

Die Wirkung der Inhaltsstoffe des Wermutkrauts erlaubt in der heutigen Naturheilkunde die Anwendung vor allem bei den folgenden Erkrankungen und Beschwerdebildern:

  • Völlegefühl
  • Störungen des Gallenflusses
  • Appetitlosigkeit
  • allgemeine Verdauungsbeschwerden
  • Morbus Crohn
  • Blähungen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Sodbrennen

Wermut weist einen hohen Anteil an Bitterstoffen und Gerbsäuren auf, die die Produktion von Verdauungssäften in Magen, Galle und Leber anregen und sich als hilfreich bei fehlendem Appetit, Blähungen erwiesen haben, und fettige Mahlzeiten leichter verdaulich machen. Entweder wird Wermut direkt als Würzkraut zum Essen gereicht oder als Wermuttee getrunken. Bestenfalls wird ein Teelöffel Wermutkraut mit 300 ml kochendem Wasser übergossen und kurz ziehen gelassen. Da der Geschmack für einige Menschen zu streng und bitter ist, kann man auch weniger Kraut nehmen. Empfohlen werden etwa 2 bis 3 Tassen täglich, die jeweils etwa ein halbe Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden sollten. Grundsäzlich gilt Wemut als eines der besten Heilkräuter bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden und kann unter anderem Beschwerden, die bei Störungen des Fettstoffwechsels auftreten, lindern.

Wermut ist neben Blutwurz und Theriak auch eine der Grundzutaten des als Hausmittel verwendeten Schwedenbitters, der als universelle Medizin in der Volksheilkunde für viele Beschwerden eingesetzt werden kann.

Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen: Stillende Mütter und Schwangere sollten von Konsum von Wermut absehen - oder zumindest mit ihrem behandelndem Arzt besprechen. Wermut kann frühzeitige Wehen auslösen. Zu hohe Dosen von Wermut können zudem Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die sich u.a. durch Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen äußert. Ursache ist der Inhaltsstoffe Thujon, ein Bestandteil des ätherischen Öls, der in mittleren bis hohen Dosen als Nervengift wirkt. Wermut sollte daher immer mit Bedacht und am besten durch Rücksprache mit einem Arzt eingesetzt werden. Bei bekannten Magengeschwüren darf Wermut auf keinen Fall verwendet werden.

Achtung! Die innere Einnahme des ätherischen Öls bzw. von Wermutöl kann gesundheitsschädigend sein. Laut Risikoabschätzung des Bundesamts für Risikobewertung [4] können Desorierentierung, krankhafte Unruhe und Schwindel auftreten. Diese Symptome sind akute Vergiftungserscheinungen und sollten unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden.

Wermut kaufen - Was gibt es zu beachten?

Wermut gibt es in vielen Varianten über den Fachhandel zu beziehen. Wer eigene Pflanzen kultivieren möchte, kann sowohl relativ einfach Saatgut oder kleinere Pflanzen erwerben. Saatgut bieten die meisten Baumärkte und Pflanzencenter an. Wermutpflanzen finden sich meist in allen größeren Pflanzenmärkten sowie selten in einigen ausgewählten Bioläden. Frische Pflanzen als auch Saatgut sind relativ preisgünstig.

Für Anwender, die direkt Wermut für Würz- oder Heilzwecke benötigen, können im Kräuterfachhandel oder auch in vielen Onlineshops getrocknete Wermutkräuter erworben werden. Teilweise bieten einige Teehersteller auch Magen- oder Gallentees an. Die medizinisch wirksamen Bitter- und Gerbstoffe bleiben recht gut konserviert, so dass keine besonderen Lagerungsbedingungen eingehalten werden müssen. Es sollte dennoch darauf geachtet werden, dass die Wermutkräuter aromaversiegelt und in einer Verpackung angeboten werden.

Verwendete Literatur und weiterführende Quellen

  1. Bühring, U. (2014): Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, 4. überarbeitete Auflage, ISBN: 978-3830477495
  2. Gemeinholzer, B. (2019): Systematik der Pflanzen kompakt. Springer Spektrum Verlag, ISBN: 978-3662552339
  3. Europäische Arzneimittel-Agentur (2020): European Union herbal monograph on Artemisia absinthium L., herba. In: Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), EMA/HMPC/751490/2016
  4. Bundesamt für Risikobewertung (2013): Risikobewertung von Pflanzen und pflanzlichen Zubereitungen. 2. Auflage, S. 41-62, ISBN 978-3-943963-08-3
  5. Bailen, M. et al. (2013): Chemical composition and biological effects of essential oils from Artemisia absinthium L. cultivated under different environmental conditions. In: Industrial Crops and Products, Vol, 49, S. 102-107, doi: 10.1016/j.indcrop.2013.04.055
Hinweis zu medizinischen Inhalten:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
         
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