Mädesüß

Filipendula ulmaria

Mädesüß - Filipendula ulmariaMit seinem hohen Wuchs und seinen duftenden weißen Blüten ist das Echte Mädesüß ein markantes Wildkraut. Die botanisch als Filipendula ulmaria bezeichnete Pflanze ist eine bedeutende Heilpflanze, die gegen Kopfschmerzen aber auch bei Akne helfen kann. In der Küche lassen sich die Blüten vor allem für leckere Limonaden und Desserts nutzen.

Steckbrief von Mädesüß
Botanischer NameFilipendula ulmaria
PflanzenfamilieRosengewächse
Weitere NamenBacholde, Geißbart, Wiesenkönigin, meadowsweet (engl.)
Aussaatzeit / PflanzzeitApril-September
BlütezeitMai-August
ErntezeitMai-Oktober
Standortsonnig bis halbschattig; feuchte, lehmige und nährstoffreiche Böden
Verwendung als HeilkrautAkne, grippale Infekte, Kopfschmerzen, Schmerzhemmung, Sodbrennen, Blähungen
Verwendung als GewürzkrautObstsalate, Kompott, Fisch- und Wildgerichte, Wildkräutersalate

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen und Einordnung von Mädesüß

Herkunft und Vorkommen vom Mädesüß

Das Echte Mädesüß ist heute in den meisten Ländern Europas, sowie in einigen Ländern Nord- und Mittelasiens anzutreffen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Osteuropa und war eine typische Pflanze in Auenwäldern. Das beliebte Wildkraut findet man heute jedoch vorwiegend in Ufernähe von Fließ- und Stehgewässern sowie auf feuchten Wiesen mit nährstoffreichen Böden.

Dort wo die Pflanze vorkommt, ist sie flächenmäßig oft in höherer Anzahl anzutreffen. Meist bildet Mädesüß regelrechte pflanzensoziologische Gesellschaften mit Gilbweiderich, Sumpf-Schachtelhalm, Sumpf-Storchschnabel und Echtem Baldrian.

Systematik von Filipendula ulmaria

Des Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) wird in der Botanik zu den Rosengewächsen (Rosaceae) gezählt und ist mit Kräutern wie Frauenmantel , Odermennig oder Wiesenknopf verwandt. Zu den Rosengewächsen gehören außerdem viele Gehölze wie Weide, Apfelbaum, Rosenstrauch oder Kirschbaum.

Die Gattung Filipendula besteht aus 15 bekannten Arten. Neben dem Echten Mädesüß(kommt auch noch das Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris) in Deutschland vor. Allerdings ist letztere in ihrem Bestand gefährdet und darf daher nicht gesammelt werden.

Mädesüß wird in der älteren Literatur oft auch als Wiesen-Geißbart oder Spierstaude bezeichnet.

Mädesüß erkennen und bestimmen

Das Echte Mädesüß ist eine winterharte, mehrjährige bzw. ausdauernde Pflanze mit einem fast unverwechselbaren Aussehen. Das Rosengewächs erreicht oft Wuchshöhen zwischen 80 und 200 cm, abhängig von den Boden- und Standortverhältnissen. Wurzel: Die Pflanze hat einen kriechenden und rotbraun gefärbten Wurzelstock mit feinen, leicht verholzten Wurzelsträngen.

Blätter

Die Blätter des Mädesüß erinnern an große Rosenblätter. Die meist dunkelgrünen und wechselständig angeordneten Blätter sind gefiedert, deutlich gesägt und an der Unterseite leicht behaart. Die Blattadern sind deutlich sichtbar und verlaufen nicht synchron. Die Stängel des Mädesüß sind kantig und nur wenig verzweigt.

Blatt vom Mädesüß
Mädesüß mit seinen dreigeteilten und gesägten Blättern

Blüten

Mädesüß blüht in der Regel zwischen Ende Mai und August. Die weißen, cremefarbenen Blüten sind in einer doldenähnlichen Anordnung angelegt und bestehen meist aus 5 bis 6 Kronblättern. Einige wenige Sorten bilden auch rosa Blüten. Meisten deutet jedoch eine rosane Färbung auf eine andere Filipendula-Art hin. Der Blütenstand ist eine Spirre.

Blüte vom Mädesüß
Eine Mädesüßpflanze mit ihren vielen kleinen weißen Einzelblüten

Auffällig ist der starke und süßliche Blütenduft, der an lauen Abenden intensiver wahrzunehmen ist.

Früchte und Samen

Nach der Blütezeit bildet Mädesüß kleine balgartige Nussfrüchte aus, die meistens zwei Samen enthalten. Die bis zu 3 Millimeter großen Früchte können ab Oktober gesammelt werden.

Insekten lieben Mädesüß - Der ökologische Wert

Mädesüß ist ein außerordentlich wichtiges und beliebtes Wildkraut für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten. Die Blüten produzieren zahlreiche Pollen, die vor allem im Juni und Juli oft eine wichtige Nahrungspflanze für Hummeln und Bienen darstellt.

Außerdem sind die Blätter eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Raupen des Mädesüß-Perlmuttfalter, einer Schmetterlingsart, die in Mitteleuropa von Jahr zu Jahr seltener wird.

Mädesüß pflanzen und pflegen - Anbau in Garten und Balkon

Mädesüß lässt sich am besten per Samen aufziehen. Geeignet sind sowohl Freiland als auch größere Balkone. Der Anbau auf kleinen Flächen sowie die Innenhaltung sind schwierig.

Hinweise zum Anpflanzen und Pflegen von Mädesüß auf einem Blick:

  • Standort und Lage: sonnig bis halbschattig
  • Pflanzorte: Kräutergarten, Staudengärten, Kräuterspirlae, Balkon
  • Boden und Erde: lehmig und gut feuchtigkeitsspeichernd
  • Kalkbedarf: mäßig bis etwas erhöht
  • Pflanzabstand: mindestes 30 x 30 cm
  • Nährstoffbedarf: gering, benötigt kaum Dünger
  • Geeignete Dünger: Kompost, Hornspäne
  • Topfkultur möglich: ja, tiefe Töpfe oder Kübel notwendig
  • Wasserbedarf: hoch, verträgt Staunässe
  • Vermehrung: über Stecklinge und Samen
  • Überwinterung: Mädesüß ist winterhart

Standort und Boden

Das Echte Mädesüß hat etwas höhere Standortansprüche. Das Rosengewächs liebt sonnige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen, leicht lehmigen und eher feuchten Böden. Die Böden dürfen zudem nicht zu sauer sein. Kalkhaltige Böden werden bevorzugt. Sollte das Mädesüß in Gärten mit eher sandigen Böden angebaut werden, empfiehlt sich den jeweiligen Standort mit Kompost etwas zu verdichten. Sandbodenverbesserer wie Tonmehl bzw. Bentonit sorgen dafür, dass das Wasser nicht zu schnell ablaufen kann.

Einen guten Platz hat die Staude in einem leicht beschatteten Stauden- oder Kräutergarten. Auch ein Anpflanzen in einer Kräuterspirale ist denkbar, wobei das Rosengewächs dann in die Normalzone gehört.

Aussaat und Anpflanzen

Die Aussaat der Mädesüßsamen kann von Ende April bis in den September hinein erfolgen. Die Außentemperaturen sollten als Richtmaß wenigstens 15 °C betragen.

Die Pflanzen sollten im Freiland im Abstand von 30 bis 40 cm gesetzt werden. Es ist zu beachten, dass Mädesüß unter optimalen Bedingungen bis zu 2 m hoch wachsen kann. Den Boden immer etwas feucht halten. Ein Austrocknen des Bodens ist absolut zu vermeiden, da die Pflanze sich nach Trockenstress kaum mehr erholt. Mädesüß ist ein typischer Auwaldbewohner und verträgt Staunässe sehr gut.

Das Rosengewächs lässt sich unter Umständen auch auf dem Balkon angebaut werden, allerdings benötigt die Pflanze dann auch etwas mehr Pflege. Volle Sonne sollte jedoch vermieden werden. Um den hohen Wuchs zu bewerkstelligen sollten größere Töpfe mit mindestens 30 cm Durchmesser gewählt werden. Auch entsprechende Tiefe muss berücksichtigt werden, da das Wurzelwerk kriechend und raumfordernd ist.

Düngen

Dünger braucht beim Mädesüß nur sparsam angewendet werden. Wächst die Pflanze mit gutem Abstand in einer nährstoffhaltiger Erde, sind keine zusätzlichen Nährstoffgaben erforderlich. Wird das Rosengewächs über mehrere Jahre am selben Standort angepflanzt, empfiehlt sich ein organischen Langzeitdünger. Gut geeignet sind Hornspäne, pelletierter Dung oder Kompost.

Wird Spierstrauch im Topf angebaut, ist eine durchgehende Düngung alle 4 bis 6 Wochen empfehlenswert. Kurz vor der Blüte kann ein phosphorbetonter Dünger von Nöten sein, der die Blütenausbildung weiter stimuliert.

Vermehrung

Der Mädesüß kann auch durch Teilung vermehrt werden. Hier ist es vollkommen ausreichend den Wurzelstock zu teilen und an einen anderen Standort zu verpflanzen.

Überwinterung

Mädesüß ist eine winterharte Staude, bei der keine besonderen Maßnahmen zur Überwinterung erforderlich sind. Im Frühjahr treiben die Blätter aus dem kriechendem Wurzelstock - in dem da Mädesüß den Winter überlebt - wieder aus. Nach der Fruchtreife kann ein Rückschnitt der Pflanze empfehlenswert sein.

Ernte

Bei der Ernte von Mädesüß können sowohl die jungen, grünen Blätter als auch die Blütenstände und Früchte geerntet werden. Die Kräuter können bevorratet und getrocknet werden. Beim Trocknen der Kräuter sollten die Blütenstande aufgehängt werden.

Verwendung von Mädesüß

Mädesüß wird sowohl als Küchenpflanze aber auch als Heilkraut verwendet.

Verwendung als Küchenkraut

Die Nutzung dieses Wildkrauts ist über die Jahre zu unrecht zurückgegangen. Dabei zählt Mädesüß zählt zu den wichtigsten heimischen essbaren Wildkräutern. Mädesüß kann in der Küche vielseitig verarbeitet werden. Alle Pflanzenteile des Rosengewächses sind grundsätzlich essbar, wobei vor allem die folgenden Verwendung finden:

  • Blüten: Diese haben einen süßlich, mandelartigen und filigran sauren Geschmack und werden vor allem für süße Desserts wie Pudding, Sorbets oder Cremes aber auch Getränke wie Smoothies und Limonaden verwendet.
  • Blätter: Junge Blätter im Frühling können als gesunde Wildkost in Salaten oder Suppen verarbeitet werden. Der Geschmack der Blätter ist leicht würzig, nussig und medizinartig. Je älter die Blätter werden, umso mehr nimmt der würzige Geschmack zu.
  • Wurzeln: Die Wurzeln haben einen süßlichen und pastinakenähnlichen, aber auch gewöhnungsbedürftigen Geschmack. Sie lassen sich in Suppen oder gedünstet essen.

Das Mädesüß wird häufig für die Aromatisierung von selbst hergestellten Getränken oder für die Herstellung von Gelees verwendet. Es verleiht vor allem süßen Speisen und Getränken wie Kräuterlikören einen feinen, süßlichen und leicht-herben Geschmack. Auch Früchtekompotts, Puddings und sogar Eis lassen sich mit Mädesüßblüten perfekt würzen.

Mädesüß für Desserts
Mädesüßblüten können hervorragend zum Aromatisieren von Desserts verwendet werden (Foto: jojoo64 / stock.adobe.com)

Die Geschmacksstoffe der Blüte können leicht durch Wasserextrakte herausgelöst werden. Obst wie Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pfirsiche können klein geschnitten werden, mit einigen wenigen Esslöffeln Wasser versetzte werden und mit den Blüten bestreut werden. Die Kompotts sollten immer einige Stunden ziehen, bevor sie verzehrt werden.

Die Blätter des Mädesüß können für Salate, aber auch als Würzkraut für Wild- und Fischgerichte verwendet werden. Ebenfalls können die Blätter gekocht werden und ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Nach Möglichkeit sollten jedoch nur die jungen Blätter verwendet werden.

In der belgischen und französischen Küche wird Mädesüß gelegentlich für Nachspeisen verwendet. Dort macht man sich die Inhaltsstoffe des Krauts zu Eigen. Diese sorgen gerade bei deftigen Speisen dafür, dass Beschwerden wie Völlegefühl und Sodbrennen gelindert werden.

Hinweis: Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Salicylsäure sowie Asthmatiker und Schwangere sollten auf den Genuss von Mädesüß verzichten.

Mädesüß als Heilkraut

Das Echte Mädesüß ist ein sehr altes Heilkraut, von dem schon die alten Römer und Germanen berichtet hatten. Nach Überlieferungen der Römer, war das Mädesüß für die Germanen ein heiliges Kraut. Auch Hildegard von Bingen war das Kraut wohlbekannt. Sie hatte es in den Klostergärten kultiviert und nutzte es für Umschläge gegen Schmerzen aller Art.

In den großen Kräuterbüchern des Mittelalters war das Mädesüß meist nur unvollständig beschrieben. Beispielsweise fand die Schmerzlinderung durch das Kraut kaum Beachtung. Im Gart der Gesundheit sowie im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wird das Mädesüß, welches dort noch als roter Steinbrech bezeichnet wurde, vor allem bei Fallsucht (Epilepsie), bei Beschwerden des Harnflusses und bei Husten empfohlen. Die auch als Spierstaude bezeichnete Heilpflanze wurde meist in Wein gesotten und mit Honig gesüßt.

Beschreibung Mädesüß im alten Kräuterbuch
Beschreibung einer Mädesüßpflanze in einem alten Kräuterbuch

In der heutigen Volksmedizin bzw. Naturheilkunde hat der Mädesüß eine durchaus große Bedeutung. Besondere Beachtung finden die im den Blüten enthaltenden Salicylsäure-Verbindungen. Salicylsäure wird heutzutage meist chemisch synthetisiert und als Acetylsalicylsäure in vielen Schmerzmitteln (z.B. Aspirin) angeboten. Salicylsäure hat eine schmerzstillende, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung. Außerdem haben die enthaltenden Gerbstoffe eine wichtige Bedeutung. Beispielsweise sorgt der Gerbstoff Ellagitannin dafür, dass Schleimhäute geschützt werden.

Die im Spierstrauch enthaltenden Inhaltsstoffe werden heute u.a. für die Behandlung folgender Beschwerden genutzt:

  • Kopfschmerzen
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Hautkrankheiten
  • unreine Haut
  • Gelenkschmerzen
  • Arthritis
  • Muskelkrämpfe
  • Fieber in Folge von Erkältungen
  • unterstützend bei Erkältungen bzw. grippalen Infekten
  • Durchfall
  • Sodbrennen

Das Kraut kann auf unterschiedliche Weise dargereicht werden, z.B. als Tee, als Tinktur, als Badezusatz, als Zutat von Dampfbädern, als Kräuterwein oder auch pur. Die gebräuchliste Darreichungsform ist jedoch ein Tee, der vor allem bei Entzündungen, Schmerzen oder Erkältungsbeschwerden getrunken wird.

Für die Zubereitung eines Mädesüßtees können die frischen und jungen Blätter, die Blüten oder die Wurzel verwendet werden. Blüten werden in einem Aufguss gekocht. Der Tee soll entzündungshemmend und harntreibend wirken. Einige Quellen berichten sogar, dass Tee aus dem echten Mädesüß vor grippalen Infekten schützen und die Beschwerden bei Ausbruch lindern kann. Mädesüßtee sollte stets ungesüßt getrunken werden. Mehr als drei Tassen täglich und über den Tag verteilt sollten nicht getrunken werden. Für die Zubereitung eines Erkältungstees kann Mädesüß auch mit anderen Kräutern wie Quendel, Thymian und Lindenblüten gemischt werden.

Mädesüßtee aus getrockneten Blüten
Mädesüßtee wird vor allem gegen Kopfschmerzen, grippalen Infekten und Sodbrennen verwendet

Für die Behandlung von entzündlicher Haut oder Akne empfiehlt es sich Dampfbäder oder Salben bzw. Cremes auf Basis von Mädesüß herzustellen. Bei der Zubereitung eines Dampfbads werden etwa 1 ½ bis 2 Teelöffel frisches oder getrocknetes Mädesüßkraut empfohlen, die mit etwas heißem aber nicht kochendem Wasser übergossen werden müssen. Kochendes Wasser würde die Salicylsäure lösen und unwirksam machen. Für die Herstellung einer Salbe kann man Leinöl und frische Mädesüßblätter (besser sind frische Blüten) verwenden, die im Wasserbad zubereitet werden. Das Öl sollte dann einen Tag ziehen und am darauffolgenden Tag mit Lanolin vermischt werden. Die Salbe kann dann zwei bis dreimal täglich und gleichmäßig auf die jeweiligen Hautstellen aufgetragen werden.

Nebenwirkungen: Menschen, die eine Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure haben sowie Schwangere und Asthmatiker sollten auf Mädesüß-Produkte verzichten, oder zumindest ihren Arzt vor der Verwendung fragen. Die im Spierstrauch enthaltenden Salicylverbindungen gelten als leichte Schmerz- und Fiebermittel.

Mädesüß kaufen - Was gibt es zu beachten?

Mädesüß gibt es in allen Formen zu kaufen: als Pflanze, als Samen, als Tee oder in Cremes. In Supermärkten oder Einkaufspassagen findet man die Kräuter allerdings eher selten, wenn dann eher im Kräuterfachhandel oder in Apotheken. Frische Pflanzen findet man eher selten in größeren Pflanzencentern. In diversen Onlineshops sollte der echte Mädesüß allerdings ohne Probleme erworben werden können.

Wer sich für den Kauf einer oder mehrere Mädesüßpflanzen entscheidet, sollte darauf achten, dass die Blätter dunkelgrün und nicht gerollt sind. Auch sollte die Sprossachse aufrecht stehen und stabil sein. Achten Sie darauf, dass die Blätter keine weißen Stellen enthalten. Weiße Stellen auf der Oberseite der Blätter sind häufig ein Hinweis für echten Mehltau. Da Mädesüß feuchte Erden benötigt, können ziemlich leicht Pflegefehler passieren. Nach dem Kauf, sollte die Pflanze sofort an einen sonnigen (keine Vollsonne!) Standort gestellt werden und wenn möglich nachgegossen werden. Umtopfen am selben Tag sollte vermieden werden.

Wenn Sie Mädesüßsamen kaufen möchten, sollten Sie genau auf die Art achten. Angeboten werden sowohl das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria), das Rosarote Mädesüß (Filipendula rubra) sowie das kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris). Das Kleine Mädesüß z.B. hat zum Teil andere Standortbedingungen (trockenere Böden) als das echte. Auch ist über die Heilwirkung der anderen beiden Kräuter nur wenig berichtet oder bekannt.

Wer keinen Platz oder Bedingungen hat Mädesüß anzubauen, kann auch auf getrocknete Kräuter ausweichen. Hier gibt es sowohl die Blüten als auch die Blätter zu kaufen. Die Preise hierfür sind meistens recht hoch, da die Pflanze im Handel eher selten angeboten wird. Da das Rosengewächs allerdings eher sparsam verwendet wird, lohnen sich die Investitionen durchaus.

Verwendete Quellen und weiterführende Literatur

  1. Stern, C. (2019): Vergessene Schmerzpflanze - Echtes Mädesüß. In: Zeitschrift für Komplementärmedizin, Vol. 11, S. 44-46, doi: 10.1055/a-0877-1590
  2. Europäische Arzneimittelagentur (2011): Assessment report on Filipendula ulmaria (L.) Maxim.,herba and Filipendula ulmaria (L.)Maxim.,flos. In: Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), EMA/HMPC/434892/2010
  3. Katanic, J. et al. (2016): In vitro and in vivo assessment of meadowsweet (Filipendula ulmaria) as anti-inflammatory agent. In: Journal of Ethnopharmacology, Vol. 193, S. 627-639, doi: 10.1016/j.jep.2016.10.015
  4. Papp, I. et al. (2008): Monitoring Volatile and Non-Volatile Salicylates in Filipendula ulmaria by Different Chromatographic Techniques. In: Chromatographia, Vol. 68, S. 125-129, doi: 10.1365/s10337-008-0749-5
  5. Henne, K. (2015), Mädesüß – macht Limonade draus!, Die Zeit, Onlineausgabe, zuletzt aufgerufen am 15.07.2020
  6. kraeuter-buch.de: Die wichtigsten Duftkräuter
Hinweis zu medizinischen Inhalten:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
         
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