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Ashwagandha

Ashwagandha (Withania somnifera) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Foto von AshwagandhaDie Ashwagandha (Withania somnifera), die bei uns lange Zeit als Schlafbeere bezeichnet wurde, ist eine traditionelle Heilpflanze der ayurvedischen Medizin. Sie wird vor allem als Heilpflanze gegen Stress oder Schlafstörungen sowie zur Stärkung der geistigen Fähigkeiten oder des Immunsystems verwendet. In unseren Breiten werden die Wurzelextrakte der Pflanze vor allem als Superfood genutzt.

Pflanzenmerkmale, Systematik und Verwendung von Ashwagandha

Herkunft und Vorkommen von Ashwagandha

Ashwagandha stammt ursprünglich aus dem südasiatischen Raum und besiedelt vor allem trockene und sandige bis kiesige Böden. Sie ist damit vor allem auf trockenere Lagen spezialisiert. Größere natürliche Vorkommen finden sich u.a. in Indien, Nepal, Jemen und Westchina. Weitere Bestände können heute außerdem in vielen Ländern Afrikas angetroffen werden.

Aufgrund der zunehmenden Bekanntheit finden sich heute auch in vielen Privatgärten zum Teil größere Bestände von Ashwagandha.

Systematik von Withania somnifera

Ashwagandha (Withania somnifera) gehört zur großen Familie der Nachtschattengewächse (Solonaceae) und ist damit verwandt mit bekannten Nutzpflanzen wie der Tomate, der Kartoffel oder der Paprika. In der engeren Zuordnung wird Ashwagandha in die Gattung Withania eingeordnet, zu der etwa 20 Arten bekannt sind.

Die Pflanze ist in unseren Breiten auch unter dem Namen Schlafbeere, Indischer Ginseng oder Winterkirsche bekannt.

Woher kommt der Name Ashwagandha?

Der ursprüngliche Name lautet eigentlich Asvagandha. Dieser kommt ursprünglich aus dem Sanskrit, also einer Sprachwandlung des Alt-Indischen. Übersetzen lässt sich Asvagandha sinnbildlich mit Geruch des Pferdes, was vermutlich auf den zum Teil intensiven Geruch der Wurzel zurückzuführen ist.

Merkmale von Ashwagandha

Ashwagandha oder Schlafbeere ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Die Pflanze wird in der Regel zwischen 25 und 80 cm hoch, kann aber bei guten Standortbedingungen auch Wuchshöhen bis zu 160 cm erreichen. Im Boden bildet Ashwagandha meiste dickere, weißlich bis leicht bräunliche und spitz zulaufende Wurzeln aus, die mit zunehmendem Alter verholzen. Feinwurzeln werden in der Regel nicht ausgebildet.

Die Blätter von Ashwagandha zeigen eine eiförmige bis längliche Form. Auffallend ist, dass die Blattstiele selbst eine Distanz von bis zu 2 Zentimetern zur Sproßachse (Stängel) haben. Die Oberfläche der Blätter zeigt eine halbkreisförmige und zur Spitze zeigende Blattnervatur. Die Unterseite der Blätter, sowie die Stängel sind mit feinen Blatthaaren besetzt. Sowohl die Sproßachse, als auch die Blätter zeigen meist eine mintgrüne bis olivgrüne Färbung.

Blätter von Ashwagandha
Die Blätter von Ashwagandha (Withania somnifera können bis zu 8 cm lang werden und sind stets spitz zulaufend

Zur Blütezeit bildet Ashwagandha glockenförmige, relativ unscheinbare Blüten aus, die meist eine grünlichgelbe, weiße oder hellgelbe Farbe zeigen. Die Blüten sitzen an einem 4 bis 6 mm langem Blütenstiel. Auffällig sind die Staubblätter mit ihren gelben Staubblättern, die deutlich aus dem Zentrum der Blüten heraus sichtbar sind. In unseren Breiten ist die Blütezeit der Schlafbeere meist zwischen Mitte Juli bis Mitte September zu erwarten.

Blüte von Ashwagandha
Ashwagandhablüten sind relativ unscheinbar. Im Bild sieht man die auffällig feine Behaarung von Blüten und Stängel

Im Anschluss bildet Ashwagandha auffallend leuchtend rote Beeren als Früchte aus. Jede Blüte entwickelt jeweils eine Beere, die einen Durchmesser von bis zu 8 Millimetern erreichen kann. Die Beeren sind recht weich und enthalten mehrere weißlichgelbe Samen. Die Beeren sind nicht essbar!

Ashwaganda – Aussaat, Anbau und Pflege

Als Heilpflanze bzw. als Superfood erfreut sich Ashwagandha einer zunehmenden Beliebtheit. Es ist daher nicht verwunderlich, dass einige Kräuterliebhaber die Pflanze gern zu Hause oder im Garten kultivieren möchten. Die Aufzucht einer Frischpflanze ist jedoch deutlich einfacher, als die Aufzucht aus Samen, für die Einiges an Erfahrung und Geduld erforderlich ist.

Standort:Ashwagandha zegit eine hohe Standorttoleranz und kann sowohl an halbschattigen wie auch an vollsonnigen Standorten wachsen. Der Boden bzw. die Erde sollte sandig und gut durchlässig sein. Reine Kräutererden oder Torferden sind meist nicht geeignet, da diese Erden Feuchtigkeit zu lange halten. Stehen nur diese Erden zur Verfügung, sollten diese ordentlich (30 bis 50 Prozent) mit Sand durchmischt werden.

Aussaat: Die Aussaat von Ashwagandhasamen ist grundsätzlich möglich, jedoch meist nichts für Anfänger. Um Erfolg hierbei zu haben, sollten die Samen ab Mitte März bis Mitte April in Vorkultur gezogen werden. Es empfiehlt sich ein Zimmergewächshaus in der Nähe der Heizung zu verwenden. Die Samen benötigen etwa eine gleichbleibende Keimtemperatur von etwa 21 °C. Die Samen selbst sollten in einem eher sandigen Substrat mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert eingearbeitet werden. Reiner Quarzsand ist meist nicht geeignet, weswegen wir hier eine Mischung aus Quarzsand und Zeolithsand (alternativ Bimssand) empfehlen Die Saattiefe sollte mindestens 2 cm betragen, da die Pflanze ein Dunkelkeimer ist. Zu Beginn können die Samen bzw. das Substrat leicht bewässert werden. Die Keimzeit kann bis zu 30 Tagen dauern und erfordert folglich etwas Geduld.

Eine Aussaat im Freiland kann versucht werden. Allerdings sollte das Risiko von Bodenfrösten beachtet werden. Treten auch nur kleinere Fröste nach der Aussaat auf, werden die Samen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr keimen. Wir empfehlen daher von vornherein auf eine Topfkultur zu setzen. Die Töpfe selbst sollten wenigstens eine Tiefe von 15 bis 20 cm haben, so dass sich die Wurzeln gut entfalten können.

Sollte die Kultur der Pflanzen aus Samen nicht gelingen, können auch Frischpflanzen aus vielen Pflanzencentern beschafft werden.

Aussaat- und Kultivierungshinweise für Ashwaganda zusammengefasst

  • Standort: halbschattig bis sonnig
  • Boden: sandig und durchlässig
  • Feuchtigkeitsvorlieben: eher trocken
  • Düngung: sparsam
  • Aussaatzeit: März bis April
  • Aussaatart: Vorkultur
  • Keimdauer: 14 bis 30 Tage
  • Saattiefe: 2 cm (Dunkelkeimer)
  • Keimtemperatur: min. 21 °ree;C
  • Frosttoleranz: sehr gering

Gießen: Die Schlafbeere gehört in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet zu den Trockenspezialisten und kann mehrere Tage bis Wochen ohne Wasser überleben. Üppiges Gießen sollte daher unbedingt vermieden werden. An mehreren aufeinanderfolgenden heißen Tagen, können kleine Mengen Wasser gegeben werden. Bei normalem Wetter empfiehlt sich das Gießen etwa alle 10 bis 14 Tage. Die Pflanze selbst zeigt jedoch ziemlich gut an, wann Wasser benötigt wird. Falls die Blätter einmal kurz hängen, rappeln diese sich nach Gabe von Wasser schnell wieder auf.

Düngen:Ashwagandha benötigt in den meisten Fällen keinen zusätzlichen Dünger, insofern die Pflanze in einer zum Teil nährstoffreichen Erde wächst. Insofern die Wurzeln der Pflanze geerntet werden sollen, empfiehlt es sich etwa drei Wochen vor der Erde einen leichten organischen Dünger zu verwenden. Steht kein Kompost zur Verfügung, kann Wurmerde bzw. Wurmkompost über einen Spezialhändler beschafft werden. Alternativ kann ein organischer stickstoffbetonter Dünger verwendet werden.

Krankheiten und Schädlinge:Übermäßiges Gießen kann schnell zum Befall von Pilzen wie dem Falschen Mehltau führen. Bei sachgemäßer Pflege ist die Indische Schlafbeere jedoch sehr robust und nur wenig krankheitsanfällig.

Überwinterung: Ashwagandha ist nicht frosttolerant und darf folglich nicht im Freien überwintern. Die Pflanzen sollten daher Mitte bis Ender Oktober ins Haus geholt und an einen hellen Platz gestellt werden. Weitere Hinweise hierfür erhalten Sie in unserem Artikel Kräuter winterfest machen

Verwendung von Ashwagandha

Ashwagandha in der Küche

In der Küche wird Ashwagandha praktisch nicht verwendet. Es ist schlicht keine typische Küchenpflanze. Die Blätter haben einen eher bitteren und zusammenziehenden Geschmack. Die Beeren der Pflanze mögen zwar verführerisch aussehen, sind jedoch auch nicht essbar. Sie zeigen ebenfalls einen deutlich bitteren Geschmack und enthalten Stoffe, die bei übermäßigem Gebrauch Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Die Schlafbeere wird daher ausschließlich für heilkundliche Zwecke oder als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Eine Ausnahme bildet Smoothies, die meist Bestandteile so genannter Super Foods enthalten. Hier kommt jedoch meist ausschließlich das Ashwagandha-Pulver zum Einsatz, das mit weiteren Bestandteilen wie Brahmi oder Gotu Kola gemischt wird. Das Pulver dieser Pflanzen wird, um ein Ashwagandha Smoothie herzustellen, in einer Milchbasis oder Ersatzmilchbasis (z.B. Mandelmilch, Hafermilch, Reismilch) verrührt. Um den meist bitteren Geschmack zu verwaschen, wird meist vitamreiches Obst verarbeitet bzw. entsaftet.

In Indien werden die Samen von Ashawagandha gelegentlich als Labersatz für die Herstellung von Käse verwendet.

Ashwagandha als Heilkraut

Die auch als Schlafbeere bekannte Pflanze hat eine lange Tradition in der ayurvedischen Medizin Indiens. Dort wird Ashwagandha in erster Linie zur Stärkung des Immunsystems und zur Hemmung des Alterungsprozesses verwendet. Außerdem soll die Pflanze Schäden durch harsche Umwelteinflüsse mindern.

In den frühen Kräuterbüchern des Mittelalters war Ashwagandha als Schlafbeere bereits bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass der Pflanze zu jener Zeit nur eine geringe Bedeutung beigemessen wurde. Die schlaffördernde Wirkung der Pflanze sowie die Art der Zubereitung waren einigen Ärzten und Heilkundigen bereits bekannt. So schrieb bereits P. A. Mattioli , dass die Rinde der Wurzeln in Verbindung mit Wein den Schlaf bringt. Interessanterweise weist Mattioli außerdem darauf hin, dass die Wirkung sanfter als Opium sei und das diese Information von Dioskurides stamme. Dioskurides war ein römischer Militärarzt im 1. Jahrhundert n. Chr. Vermutlich ist die Schlafbeere und ihre hauptsächliche Wirkung also schon seit mehr als 2000 Jahren in der alten Welt bekannt.

Darstellung Ashwagandha im Kräuterbuch
Kurze Beschreibung der Schlafbeere bzw. Ashwagandha (Withania somnifera) im Kräuterbuch von Mattioli (Mitte 16. Jahrhundert)

In der heutigen Naturheilkunde sowie auch in der wissenschaftlichen Medizin stößt Ashwagandha auf großes und breites Interesse. Vor allem die Wurzeln enthalten sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die mit unserem Körper interagieren können. Vor allem die enthaltenen Withanolide, auch als Steroidlactone bezeichnet, spielen als Vertreter der Alkaloide eine große Rolle. Heute sind mehr als 300 verschiedene Withanolide bekannt. Die Leitsubstanzen sind die beiden amorphen Alkaloide Withanolid A, Withaferin A und Withanolid D. Darüber hinaus enthält die Pflanze weitere Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Gerbstoffe sowie einige Saponine [1].

Die Wirkung von Ashwagandha wird vor allem durch die Withanolide hervorgerufen. Die Hautpwirkungen auf unseren Organismus sind:

  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • angstlösend
  • leicht aphrodisierend
  • immunmodulierend (das Immunsystem stärkend)
  • stressmindernd
  • schlaffördernd
  • vermutlich antikanzerogen

Es ist heute nachgewiesen, dass die enthaltenden Withanolide direkt auf unser zentrales Nervensystem einwirken können. Beispielsweise kann das Withaferin A DNA bindende Proteine, so genannte Transkriptionsfaktoren, hemmen. Sowohl Withaferin A als auch Withanolid D können zudem die Rezeptoren (Moleküle, die an bestimmte Stellen einer Zelle andocken können) bestimmter Neurotransmitter beeinflussen. Als Neurotransmitter bezeichnet man bestimmte Botenstoffe, die eine Erregung auf unsere Nervenzellen initiieren können. Solche Neurotransmitter sind vor allem in Stress- und Angstsituationen besonders aktiv. Withaferin A und Withanolid D können bestimmte Neurotransmitter an ihrer Ausbreitung hindern, wodurch ein angstlösender und zum Teil stressmildernder Effekt verursacht wird [2, 3].

In der Naturheilkunde sowie in der wissenschaftsbasierten Medizin wird Ashwagandha heute für die folgenden Krankheiten und Beschwerden eingesetzt:

  • Angststörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Stress
  • Schlafstörungen
  • Diabetes Typ 2
  • Haarausfall
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stabilisierung des Blutfettwerte
  • unterstützend bei Krebs

Ashwagandha oder Schlafbeere wird vor allem als so genanntes Adaptogen. Darunter werden in der Naturheilkunde Stoffe und Substanzen bezeichnet, die akuten und chronischen Stress mindern können. Es wird in relativ ähnlicher Weise verwendet, wie die Taigawurzel (Eleutherococcus sentiosus) In der wissenschaftsbasierten Medizin besteht die Hoffnung, dass Extrakte sowie isolierte Einzelstoffe aus der Wurzel gegen neurodegenerative Erkrankungen sowie gegen einige Arten von Krebs zum Einsatz kommen können.

Die Wurzelextrakte von Withania somnifera haben höchstwahrscheinlich einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität, wodurch Schlafstörungen gelindert werden können . Dies wird damit erklärt, dass vermehrt der Neurotransmitter GABA (Gamma-Aminobuttersäure) gebildet wird, der u.a. Signale hemmt, die Stressreaktionen auslösen [4].

In aktuelle Studien konnten bisher unbekannte Proteine in der Wurzel der Schlafbeere gefunden werden, die bestimmte Zelltypen bei Brustkrebs zum Absterben bringen konnten. Diese Proteine werden aktuell als WSPF (Withania Somnifera Protein Fraction) bezeichnet. Durch WSPF konnten die Mitochondrien der Tumorzellen stimuliert werden, was letztendlich zur Apoptose (Zelltod) führte. Um ein therapeutischen Potenzial zu begründen, sind jedoch noch weitere Studien und Laborversuche notwendig [5].

In der ayurvedischen Medizin Indiens wird Ashwagandha traditionell als Adaptogen gegen Stress, als Verjüngungsmittel sowie als Lern- und Konzentrationsmittel verwendet. Es ist in Indien, neben Brahmi (Bacopa monnieri), Gotu Kola (Centella asiatica) und dem Asiatischen Ginseng (Panax Ginseng), häufig Bestandteil der Medhya Rasayanas, einer Art Droge, die zur Verbesserung der geistigen Fähigkeiten sowie zur Prävention gegen mentale Störungen verwendet werden [1].

Die hauptsächliche Darreichungsform ist die Einnahme von Wurzelextrakten. Diese werden in der Regel entweder als reines Ashwagandhapulver oder in Kapselform eingenommen. Für eine bestmögliche Resorption, also die Aufnahme der Stoffe in bestimmte Zellen, empfiehlt es sich, entsprechende Ashwagandhapräparate 20 bis 30 Minuten nach einer Mahlzeit zu verzehren. Die empfohlene tägliche Menge des Pulvers bzw. des Trockenextrakes liegt zwischen 300 und 500 mg. Dies entspricht, je nach Kapselgewicht, etwa 2 bis 3 Kapseln. Die Anwendungsdauer sollte nicht länger als 12 Wochen dauern.

Nebenwirkungen: Bei kurzer Anwendungsdauer gilt Ashwagandha als gut verträgliche Heilpflanze. Es wird jedoch davon abgeraten, die Pflanze, Extrakte oder Pulver während der Schwangerschaft oder Stillzeit einzunehmen. Ashwagandha kann zudem den Blutdruck verringern, was für Menschen, die bereits an niedrigem Blutdruck leiden, zu unerwünschten Symptomen wie Schwindel, Müdigkeit, erhöhtem Puls oder Ohnmacht führen kann. Darüber hinaus sollten Menschen, die an Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, Rheuma oder systemischen Lupus auf die Einnahme unbedingt verzichten.

Da Ashwagandha die Aktivität des Immunsystems verstärkt, kann dies bei Autoimmunerkrankungen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Einige wissenschaftlichen Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Ashwagandha die Produktion von Schilddrüsenhormonen erhöhen kann. Die Nutzung von Ashwagandhapräparaten bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Morbus Basedow sowie zum Teil bei der Hashimoto-Thyreoditis sollte hierbei zunächst mit einem Arzt besprochen werden.

Ashwagandha kaufen – Was gibt es zu beachten?

In den letzten Jahren ist Ashwagandha zu einer Art Modepflanze aufgestiegen. Neben frischen Pflanzen und Saatgut finden sich immer mehr gut sortierte Geschäfte, die Ashwagandhapulver oder -kapseln anbieten. Es findet sich heute in vielen Superfood-Rezepten wieder, weshalb auch der Bedarf bzw. der Verbrauch mehr und mehr ansteigt.

Frische Pflanzen lassen sich bei gut sortierten Kräuterhändlern, auf Staudenmärkten sowie in größeren Pflanzencentern finden. Außerdem bieten mittlerweile zahlreiche Onlineshops Pflanzen unterschiedlicher Größe an. Es ist ratsam auf dem botanischen Namen Withania somnifera zu achten, da mitunter auch einige andere Arten der Gattung Withania als Ashwagandha verkauft werden. Besteht die Möglichkeit die Pflanzen zu begutachten, sollten Sie darauf achten, dass sich weder Falscher Mehltau oder verfärbte Blattränder zeigen. Die Preise für die Pflanzen sind in den meisten Fällen erschwinglich und sollten für eine 8 cm hohe Pflanze 8 EUR nicht überschreiten.

Wird die Pflanze für Heilanwendungen oder als generelles Superfood verwendet, kann Ashwagandha in Pulver- oder Kapselform erworben werden. Die Preise für beide Varianten sind relativ hoch, da die Gewinnung der Wurzelextrakte verhältnismäßig hoch und der Bedarf mehr und mehr wächst. Werden Kapseln gekauft, so sollte der Gehalt an Withanoliden 5 Prozent nicht unterschreiten, da sonst eine therapeutische Wirkung ausgeschlossen werden kann. Die Preise für eine Packung variieren mitunter sehr stark und können durchaus 15 bis 20 EUR betragen.

Literaturhinweise und verwendete Quellen

  1. Mir, B. A. et al. (2012): Botanical, chemical and pharmacological review of Withania somnifera (Indian ginseng) – an ayurvedic medicinal plant. In: Indian Journal of Drugs and Diseases, Vol. 1, S. 147 – 160, ISSN: 2278-2958.
  2. Singh, G. et al. (2010): Biological activities of Withania somnifera. In: Annuals of Biological Research, Vol. 1, S. 56-63, ISSN: 0976-1233.
  3. Crane, E. A. et al. (2019): Profiling withanolide A for therapeutic targets in neurodegenerative diseases. In: Bioorganic & Medical Chemistry, Vol. 27, S. 2508-2520, doi: 10.1016/j.bmc.2019.03.022.
  4. Kumar, A. und Kalonia, H. (2008): Effect of Withania somnifera on Sleep-Wake Cycle in Sleep-Disturbed Rats – Possible GABAergic Mechanism. In: Indian Journal of Pharmaceutical Sciences, S. 806-810.
  5. Dar, P. A. et al. (2019): An anti-cancerous protein fraction from Withania somnifera induces ROS-dependent mitochondria-mediated apoptosis in human MDA-MB-231 breast cancer cells. In: International Journal of Biological Macromolecules, Vol. 135, S. 77-87, doi: 10.1016/j.ijbiomac.2019.05.120
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