Thymiantee - Ein guter Begleiter bei grippalen Infekten

Thymiantee wird oft in der kalten Jahreszeit als Hausmittel genutzt. Die in den Thymianblättern enthaltenen ätherischen Öle lindern lästige Symptome von Erkältungen und grippalen Infekten. Ein Tee aus Thymian ist schnell zubereitet und ist in der Regel frei von Nebenwirkungen.

Thymiantee - Hausmittel
Frisch zubereiteter Thymiantee (Foto: natashamam35 / stock.adobe.com)

Anwendung, Wirkung und Zubereitung von Thymiantee

Der Thymian stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wächst als Halbstrauch vor allem an sonnig- bis vollsonnigen Lagen auf kargen, nährstoffarmen Böden. Er gilt als eines der ältesten Heilkräuter, der bereits schon von Dioskurides im 1. Jahrhundert ausgiebig beschrieben worden ist. Auch heute ist er eines der häufigsten verwendeten Naturheilmittel.

Auch andere Thymianarten wie der Quendel werden ähnlich eingesetzt.

Anwendungsgebiete von Thymiantee

Thymiantee wird vor allem bei leichten und mittelschweren Erkrankungen der oberen Atemwege sowie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum genutzt. Häufig wird der Tee vor allem bei folgenden Beschwerden eingesetzt [1]:

  • chronische und akute Bronchitis
  • unterstützend bei Erkältungen bzw. grippalen Infekten
  • Keuchhusten
  • hartnäckiger Husten
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Mundgeruch

Weitere Anwendungsgebiete sind leichtere Verdauungsbeschwerden, Blähungen oder Asthma.

Zubereitung von Thymiantee

Für einen Thymiantee werden ausschließlich die kleinen Blätter der Pflanze verwendet. Sie werden in der Naturheilkunde als Thymi herba bezeichnet. Um eine optimale Dosierung zu erzielen, werden getrocknete Blätter empfohlen. Aus diesen lassen sich die ätherischen Öle einerseits zudem besser extrahieren.

Um einen Thymiantee zuzubereiten, werden folgende Zutaten in folgender Menge benötigt:

  • 1,5 bis 2 g getrocknetes Thymiankraut
  • 150 ml Wasser

Die Zubereitung selbst gelingt wie folgt:

  1. Thymianblätter in ein Teesieb oder Teebeutel geben
  2. Wasser kochen und etwa 2 bis 3 Minuten etwas abkühlen lassen
  3. Teesieb oder Teebeutel mit heißem Wasser übergießen
  4. 9 bis 10 Minuten ziehen lassen
  5. Teesieb oder Beutel abseihen

Wirkung von Thymiantee

Im besonderen Fokus stehen die in der Thymianpflanze enthaltenen ätherischen Öle. Bei der Extraktion der Thymianblätter werden diese herausgelöst und zeigen sich als leichter Ölfilm an der Oberfläche der Tasse. Thymiantee enthält vor allem die Ölbestandteile Thymol, Cymen, Pinen und Borneol.

Ein gut zubereiteter Thymiantee zeigt u.a. die folgenden Wirkungen [1]:

  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • immunsystemstärkend
  • desinfizierend
  • antioxidativ

Wirkt Thymiantee antiviral?

Das kann heute nicht mit Sicherheit gesagt werden. Das liegt vor allem daran, dass es keine relevanten Laboruntersuchungen gibt, die zeigen, ob Thymiantee selbst einen antiviralen Effekt hat.

Thymian enthält zwar mit der Rosmarinsäure einen Stoff, der u.a. Effekt gegen Herpesviren hat [2]. Allerdings ist nicht bekannt, wie hoch der Anteil dieses Stoffes in einem Tee ist. Zudem ist die Konzentration von Rosmarinsäure auch von der Qualität der Pflanze und vom Anbauort abhängig.

Anwendungsdauer und Nebenwirkungen

Für Säuglinge und Kleinkinder bis zu 2 Jahren ist Thymiantee nicht geeignet. Das im Tee enthaltene Thymianöl kann schwerwiegende Krämpfe verursachen. Außerdem gibt es keine gesicherte Studien, welche eventuelle Nebenwirkungen in der Schwangerschaft oder bei stillenden Müttern zu erwarten sind. Daher sollte die Nutzung des Tees dann immer mit einem Arzt oder Apotheker abgestimmt werden.

Weiterführende Quellen

  1. Kooperation Phytopharmaka: Thymian, zuletzt aufgerufen am 18.11.2021
  2. Europäische Arzneimittelagentur – EMA (2013): Assessment report on Thymus vulgaris L., vulgaris zygis L, herba. In: EMA/HMPC/342334/2013.

         

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