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Der Frühling - Zeit für Garten- und Küchenkräuter

Nach langen Monaten der Kälte und Dunkelheit wünscht man sich dringlich den Frühling herbei. Wenn sich die ersten Blüten der Bäume öffnen und die Sonne uns schon stundenweise mit Wärme und Energie versorgt, können wir mehr und mehr dazu übergehen, uns mit frischer grüner Pflanzennahrung zu versorgen. Zum einen können dies die kräftigen Wildkräuter sein, die an allen Ecken sprießen, zum anderen frische Kräuter aus Ihrem Garten. Wenn Sie ein paar einfache Regeln befolgen, wachsen auch in Ihrem Garten die aromatischsten Küchenkräuter. Genießen Sie frisch zubereitete Speisen mit intensivem Geschmack – frisch aus Ihrem Garten!

Welche Kräuter kann man in der Küche immer gebrauchen?

Es gibt eine gewisse Auswahl an Basiskräutern, welche in der bunten Frühlingsküche nicht fehlen dürfen. Mit diesen Kräutern verfeinern Sie allerlei Gerichte wie Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte, Gemüsepfannen und unzählige andere Gerichte. Besonders die leichte vegetarische Küche profitiert von frischen Gartenkräutern. Wenn Sie sich grüne Smoothies machen, setzen Sie mit den frischen Kräutern zusätzlich Akzente im Geschmack und nutzen deren gesundheitsfördernde Wirkung. Die geläufigsten Kräuter für den Balkon und das Fensterbrett kann man oft im Supermarkt in Töpfen kaufen.

Frische Kräuter vom Balkon

Frische Kräuter im Topf (Quelle: Franz Peter Rudolf / fotolia.com)

Diese Pflanzen gehören zu den beliebtesten Küchenkräutern:

  • Basilikum eignet sich hervorragend für die mediterrane Küche. Dieses Kraut ist sehr empfindlich und braucht einen optimalen Platz, muss regelmäßig gegossen werden, darf dabei aber auch nicht ertränkt werden.
  • Schnittlauch ist robust und vielseitig verwendbar. Bestreuen Sie Ihr Frischkäsebrot damit oder setzen Sie es in Ihrem frischen Gartensalat ein.
  • Petersilie ist eines der nährstoffreichsten Gartenkräuter. Es eignet sich sowohl für die optische und geschmackliche Verfeinerung von Speisen als auch als Hauptzutat im grünen Smoothie.
  • Rosmarin ist eine mediterrane Pflanze mit starkem Aroma. Auf trockenen Böden fühlt sie sich wohl. Üppig auf Ofenkartoffeln verteilt, kann man sich dieses Kraut richtig schmecken lassen.
  • Dill ist geschmacklich intensiv, es eignet sich hervorragend für Salatdressings oder zu Spargel.

Menschen, die gerne in der Küche experimentieren oder auch gern Gerichte aus anderen Ländern zubereiten, kommen häufig auch mit den folgenden Kräutern in Berührung:

  • Thymian
  • Liebstöckel
  • Minze
  • Zitronenmelisse
  • Kerbel
  • Bärlauch
  • Kümmel
  • Anis
  • Oregano
  • Lavendel
  • Salbei

Wenn Sie einen Garten oder einen größeren Balkon Ihr Eigen nennen, können sie viele weitere klassische Gartenkräuter anbauen, wie es sie zum Beispiel hier in großer Auswahl gibt. Es lohnt sich dabei auch, etwas unbekanntere Sorten auszuprobieren. Sie werden überrascht sein, wie vielfältig man manche Kräuter in der Küche einsetzen und kombinieren kann. Viele Kräuter werden schon seit Jahrhunderten, neben ihrer Rolle in der Küche, in der Kräuterapotheke für gesundheitliche Zwecke eingesetzt. Viele Kräuter, die in der Küche zum Würzen verwendert werden, haben auch gleichzeitig Inhaltsstoffe mit vielen verschiedenen Heilwirkungen.

Diese Kräuter sind der Geheimtipp

Einige Kräuter, die in unseren Regionen zwar gut wachsen, aber noch weitläufig unbekannt sind, sind die reinsten Supernahrungsmittel. Sie übertreffen so manches andere gesunde Nahrungsmittel bei weitem an Nährstoffen und Vitaminen. Interessanterweise sind viele dieser wertvollen Pflanzen ganz typische Wildkräuter, die sich auf Wiesen oder Waldränder ganz einfach sammeln lassen.

Haben Sie Interesse an exotischen Gerichten oder grundsätzlich etwas anderes, dann sollten Sie sich mit den folgenden Kräutern auseinandersetzen:

  • Jiaogulan – In China genannt „Die Pflanze der Unsterblichkeit“
  • Giersch – Verkanntes Unkraut – einst der römische Salat
  • Brunnenkresse – Superfood in Ihrem Garten
  • Ashitaba – eine japanische Heilpflanze, die sich als Gemüse zubereiten lässt
  • Brennnessel – Kieselsäure für gute Haut
  • Brahmi – gut für das Gehirn, bitter im Geschmack

Wildkräuter wie Giersch oder Brennnessel zählen heute sogar als Unkraut. Sicherlich wuchern diese Pflanze häufig Gärten zu und wachsen recht rasch nach. Doch sie sind wahre Vitaminbomben, die vor allem im Frühjahr vielen Menschen vor Müdigkeit und schneller Erschöpfung bewahren können.

Aussähen oder im Topf kaufen?

Es spricht nichts dagegen, Kräuter im Topf zu kaufen und aufzubrauchen. Verwenden Sie jedoch eine größere Menge an Kräutern, kann es sich auch lohnen, diese selbst zu ziehen. Auf dem Fensterbrett, dem Balkon oder der Terrasse kann man die verschiedensten Kräuter gut und einfach in einem Balkonkasten aussäen.

Viele Saatguthersteller bieten mittlerweile auch Saatbänder oder kombinierte Saatgutpackungen an, die häufig bis zu 5 Kräuterpflanzen enthalten. In der Regel haben die Pflanzen dann auch die gleichen bzw. sehr ähnliche Standortansprüche.

Wer ein Garten sein eigen nennt, kann natürlich auch einen eigenen Kräutergarten anlegen, der neben den kulinarischen Genüssen auch optisch viele Highlights bieten.Hier ist darauf zu achten, dass die verschiedenen Kräuter unterschiedliche Ansprüche haben. Die einen brauchen mehr Sonne und trockene Verhältnisse, die anderen lieben den Schatten und feuchten Boden. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, kann man sich – bei ausreichendem Platz – eine Kräuterspirale bauen. Diese kann dann von der Zusammensetzung der Erde und der Ausrichtung nach Süden, den Bedürfnissen der unterschiedlichen Pflanzen angepasst werden.

Kräuterschnecke für den Garten

Eine Kräuterschnecke berücksichtigt unterschiedliche Standortansprüche (Quelle: FRÜH / fotolia.com)

Vorsichtige Ernte

Beim Ernten ihrer Kräuterpflanzen sollten Sie immer nur kleinere Menge ernten. Vor allem im späteren Frühjahr, wo viele Pflanzen zunächst Kraft für die anstehende Blütephase tanken, müssen die Blätter Sonnenlicht aufnehmen, um Energie für das weitere Wachstum zu haben. Werden zu viele Blätter gezupft, kann es auch schnell passieren, dass einige Pflanzen einen Kümmerwuchs entwickeln oder sogar eingehen.

Als Faustformel sollten Sie in einer Woche immer nur etwa 15 Prozent der Blätter einer Pflanze abernten. Bei vielen Kräutern wachsen innerhalb von einer Woche neue Blätter nach, so dass Sie dann die übrigen, älteren Blätter abzupfen können.


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