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Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Foto vom Ackerschachtelhalm

Der Name Ackerschachtelhalm bezieht sich sowohl auf den Standort, an dem das Wildkraut zu finden ist, als auch auf das Aussehen der Pflanze: Ackerschachtelhalme wachsen bevorzugt auf Äckern und weisen einen in sich geschachtelten Aufbau der Stengelglieder auf. Die alternative Bezeichnung Zinnkraut geht auf die frühere Verwendung von Ackerschachtelhalm zurück: man verwendete Ackerschachtelhalm, um Zinngeschirr und andere Utensilien aus Zinn damit zu putzen und polieren. Die zu den Farnen gehörende Pflanze ist eine bedeutende Heilpflanze gegen Gelenkschmerzen und Beschwerden der harnleitenden Organe.

Steckbrief von Ackerschachtelhalm
Botanischer NameEquisetum arvense
PflanzenfamilieSchachtelhalmgewächse
Weitere NamenZinnkraut, Pferdeschwanz, Schachtelhalm, Fegekraut
Aussaatzeit / Pflanzzeitabhängig von Generation
Blütezeitabhängig von Generation
ErntezeitMai-August
Standortsonnig, feuchte und lehmige Böden, verträgt Staunässe
Verwendung als HeilkrautNasenbluten, Arthrose, Rheuma, Gicht, Rachenentzündungen, Halsbeschwerden, Blasenentzündungen
Verwendung als Gewürzkrautals Gemüse in Asien

Inhaltsverzeichnis

  1. Pflanzenmerkmale und Systematik des Ackerschachtelhalms
    1. Herkunft und Vorkommen des Ackerschachtelhalms
    2. Systematik von Equisetum arvense
    3. Merkmale des Ackerschachtelhalms
  2. Ackerschachtelhalm aussäen und pflanzen
  3. Ackerschachtelhalm und dessen Verwendung
    1. Ackerschachtelhalm in der Küche
    2. Ackerschachtelhalm als Heilkraut
    3. Ackerschachtelhalm als Pflanzenstärkungsmittel
  4. Ackerschachtelhalm kaufen - Was gibt es zu beachten?

Pflanzenmerkmale und Systematik des Ackerschachtelhalms

Ackerschachtelhalm erinnert optisch an Nadelbäume. Die „Blätter“ fühlen sich hart an und wachsen leicht buschig am Stiel. Aufgrund der Ähnlichkeit mit borstigen Pferdehaare und dem buschig-schwanzartigen Aussehen wurde der botanische Name des Ackerschachtelhalms gewählt: Pferdeschwanz = Equisetum.

Herkunft und Vorkommen des Ackerschachtelhalms

Der Ackerschachtelhalm ist der wohl wichtigste Vertreter der Familie der Schachtelhalme (Equisetaceae). Diese Pflanzenfamile bevölkert seit seit etwa 400 Millionen Jahren die Erde. Die genaue Herkunft zu bestimmen, ist damit kaum möglich, da die Kontinentalmassen zu jener Zeit vollkommen anders gestaltet waren als heute. Vermutlich stammen sie aus dem damaligen Kontinent Gondwana. Der Ackerschachtelhalm ist heute auf der gesamten Nordhalbkugel anzutreffen und kommt zudem als Neophyt (eingeschleppte Art) vereinzelt in einigen Ländern der Südhalbkugel vor (z.B. Neuseeland). Die Pflanze gilt mitunter als lästiges Ackerunkraut.

Auch wenn der Ackerschachtelhalm namentlich vorrangig auf Äckern zu finden ist, gedeiht die Pflanze auch an Bahngleisen, auf Wiesen und an Wegrändern genauso gut wie auf Brachflächen.

Systematik von Equisetum arvense

Der häufig auch als Zinnkraut bezeichnete Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), gehört botanisch zu den Farnen. Er gehört desweiteren zur Ordnung der Schachtelhalmartigen (Equisetales), die geobotanisch mit zu den ältesten Landpflanzen der Erde zählen. Fossilien haben ergeben, dass es Schachtelhalmarten in der Vergangenheit gab, die Wuchshöhen von über 30 Meter erreicht haben.

Heute sind mehr als 20 verschiedene Arten aus der Familie der Schachtelhalme (Equisitaceae) bekannt. Bekannt sind neben dem Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) noch der Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre), der zumeist in der Nähe von Wassergebieten zu finden ist.

Merkmale des Ackerschachtelhalms

Der Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Pflanze, die stets in zwei unterschiedlichen Generationen vorkommt. Die den meisten bekannte Generation ist die so genannte Sporophyten-Generation, die als etwa 10 bis 60 cm lange Pflanze mit hellgrünen bis grünweißen nadeligen Trieben erscheint.

Ackerschachtelhalm bildet keine Wurzeln im eigentlichen Sinne aus. Im Boden ist er durch ein Rhizom befestigt, welches Tiefen bis zu 2,00 erreichen kann.

Da der Ackerschachtelhalm ein klassisches Farngewächs ist, bildet dieser auch keine Blüten aus. Die Fortpflanzungsorgane der Pflanze erscheinen als so genannte Sporenähren, die meist im Mai zum Vorschein kommen. Die Ausbreitungseinheiten werden hier als Sporen bezeichnet (im Gegensatz zu Samen bei den Blütenpflanzen). Die Laubtriebe sind gegenüber der Sporenähre steril.

Ackerschachtelhalm Sporenstand
Der Sporenstand (Sporophyll) von Zinnkraut (Foto: © Martina Berg - fotolia.com)

Ackerschachtelhalm aussäen und pflanzen

Der optimale Standort für Ackerschachtelhalm ist ein sonniger Platz auf feuchten Böden mit hohem Lehmanteil. Ackerschachtelhalm gilt als Zeigerpflanze für oberflächennahes Wasser im Boden und dass der Boden einer Auflockerung bedarf. Ackerschachtelhalm gedeiht ausgezeichnet auf schweren, verdichteten und humusarmen Böden. Ackerschachtelhalm gehört zu den wenigen Pflanzen, die Staunässe vertragen.

Die beste Art Ackerschachtelhalm zu kultivieren, ist die Entnahme einiger ausgewachsener Arten samt Wurzeln aus der Natur. Beim Sammeln sollte jedoch strikt darauf geachtet werden, dass es sich auch tatsächlich um den Ackerschachtelhalm und nicht um seinen giftigen Gegenspieler, den Sumpfschachtelhalm handelt.

Wer es dennoch versuchen möchte, den Schachtelhalm selbst heranzuziehen, wird einige Dinge beachten müssen. Anders als bei vielen anderen Wildkräutern findet die Vermehrung von Ackerschachtelhalm nicht über Samen statt. Vielmehr sind es die Sporen, die auf dem beige-braunen Frühjahrstrieb (Sporenähre) anhaften, mit der sich das Zinnkraut letztendlich vermehrt. Daneben verbreitet sich die Pflanze auch über unterirdische Wurzelausläufer oder – wenn der Mensch eingreift – durch Teilung der Mutterpflanze.

Für die Aussaat wird zunächst ein nahezu keimfreies Substrat empfohlen. Hierzu sind Mischungen aus den mineralischen Komponenten Vermiculit und Perlit (kleine Körnung) sowie etwas Blumenerde (beides etwa 50:50) gut geeignet. Es genügt die Sporen auf das Substrat anzudrücken. Farne wachen grundsätzlich anders heran als Samenpflanzen. Nach der Keimung der Sporen erscheinen zunächst winzige Triebe, die hier als Prothallien bezeichnet werden. Diese Prothallien stellen eine eigene Generation (= Gametophyt) dar. Die Prothallien müssen sich nun befruchten, wodurch Wasser benötigt werden. Nach Befruchtung entstehen aus den Prothallien der typische Ackerschachtelhalm. Zuerst erscheint die Sporenähre, anschließend die grünen Laubtriebe.

Das Substrat sollte niemals vollständig austrocknen, vor allem nicht in der Gametophyt-Phase sowie in der Sporenähre-Phase.

Ackerschachtelhalm und dessen Verwendung

Auch wenn der Ackerschachtelhalm bzw. das Zinnkraut aufgrund der zügellosen Vermehrung nicht sonderlich beliebt ist, vertraut die Naturheilkunde seit Jahrhunderten auf die gesundmachenden Inhaltsstoffe des Ackerschachtelhalms.

Ackerschachtelhalm in der Küche

Als kulinarische Delikatesse ist der Ackerschachtelhalm nicht bekannt und findet in gängigen Rezepten, die sich mit Wildkräutern befassen, kaum bis gar keine Beachtung. Die Gründe sind vielfältig: Ackerschachtelhalm hat nicht nur einen bitteren Geschmack, er ist auch sehr leicht mit Sumpfschachtelhalm zu verwechseln, was manchen Kräutersammler abschreckt. Sumpfschachtelhalm ist auf Grund der enthaltenden Alkaloide giftig, und es braucht einiges an Erfahrung (oder zumindest einen guten bebilderten Pflanzenführer), um Sumpfschachtelhalm von Ackerschachtelhalm beim Sammeln eindeutig zu unterscheiden.

Wesentlich populärer ist Ackerschachtelhalm als Nahrungsmittel im asiatischen Raum, wo insbesondere die gold-braunen Triebe (Sporenähre) in Öl frittiert verzehrt werden.

Exkurs: Der Unterschied zwischen Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm

Equisetum arvense versus Equisetum palustre. Der Ackerschachtelhalm und der Sumpfschachtelhalm unterscheiden sich vor allem in der chemischen Zusammensetzung. Der Sumpfschachtelhalm Equisetum palustre ist giftig, während der Ackerschachtelhalm nur in sehr hohen Dosen zu Vergiftungen führt.. Insbesondere bei Kühen und Pferden verursacht das namensgebende Gift Palustrin im Sumpfschachtelhalm Vergiftungen.

Umso wichtiger ist es, beide Pflanzen eindeutig von einander unterscheiden zu können. Ausschlaggebend sind zwei Merkmale: die Farbe an den Unterteilungen der Schachtelabschnitte und die Länge der Sprossen. Die röhrenartigen, scheinbar in einander geschachtelten Abschnitte des ungiftigen Ackerschachtelhalms sind grün; die des Sumpfschachtelhalms sind dunkelbraun, fast schwarz und durch das zackenartige Muster sehr gut zu erkennen.

Daneben begutachtet man die Länge der Sprossen („Schachtelabschnitte“) und die seitlichen „Blätter“. Messen die Blätter die gleiche Länge wie die Abschnitte oder sind länger, handelt es sich um Ackerschachtelhalm. Seitenäste, die kürzer als die Schachtelabschnitte sind, deuten auf einen Sumpfschachtelhalm hin.

Ackerschachtelhalm als Heilkraut

Schachtelhalm in der Antike, im Mittelalter und zur frühen Neuzeit

Ackerschachtelhalm ist nahezu ein Alleskönner und findet seit altersher Beachtung in der Behandlung von Krankheiten. Nicht nur Hildegard von Bingen behandelte Kranke mit Ackerschachtelhalm; auch Ärzte im antiken Griechenland verwendeten das Zinnkraut als Arznei gegen zahlreiche Krankheiten und Beschwerden.

In den alten bekannten Kräuterbüchern waren die heutigen Bezeichnungen Ackerschachtelhalm und Zinnkraut nicht geläufig. Die Namen haben recht häufig gewechselt. Im Gart der Gesundheit (1485) wurde das Kraut noch als Roßzagel bezeichnet, wohingegen im Kräuterbuch von Matthioli die Begriffe Schaffthew, Roßschwantz und Katzenschwantz geläufig waren.

Ackerschachtelhalm wurde zur damaligen Zeit gegen Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsstörungen sowie bei Blasen- und Nierenbeschwerden (insbesondere Nierensteine) verwendet. Im Kräuterbuch von Matthioli wurde beispielsweise empfohlen, das Zinnkraut bei fiebrigen Erkrankungen als Tee zu reichen, anderenfalls in Wein zu sieden. Verwendung fand sowohl das Kraut als auch die Wurzel.

Äußerlich wurde Ackerschachtelhalm u.a. gegen Nasenbluten verwendet:
Der außgedruckte Safft von Katzenschwanß in die Nasen gethan, oder angestrichen, stillet das lauffende Blut darinne.
Die bekannte Farnpflanze wurde auch allgemein zur Wundheilung empfohlen (u.a. Matthioli).

Ackerschachtelhalm im Kräuterbuch
Beschreibung des Ackerschachtelhalms im Kräuterbuch von Matthioli

Heutige Bedeutung von Ackerschachtelhalm in der Heilkunde

Der Ackerschachtelhalm enthält zahlreiche Wirkstoffe, die in der Medizin und in der Naturheilkunde Beachtung finden. Es sind vor allem die Kieselsäure, die Mineralstoffe, die Saponine sowie einige ätherische Öle, die die Heilwirkung der Pflanze ausmachen. Zusammendfassend haben die Inhaltsstoffe folgende Wirkungen:

  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • adstringierend (zusammenziehend)
  • blutstillend
  • harntreibend
  • antioxidativ

Für die Verwendung von Ackerschachtelhalm als Heilkraut werden in der Zeit von Ende Mai/Anfang Juni bis in den August hinein die grünen Sprossen geerntet. Diese können sowohl getrocknet als auch frisch verwendet werden. Die Sprossen werden heute in der Naturheilkunde sowohl für innerliche als auch äußerliche Krankheiten bzw. Beschwerden verwendet, u.a. gegen die folgenden:

  • Nierenentzündungen
  • Blasenentzündungen
  • Inkontinenz
  • Gelenkschmerzen
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Gicht
  • Husten
  • Durchblutungsstörungen
  • Juckreiz

Um an die wertvollen und lindernden Wirkstoffe des Ackerschachtelhalms zu gelangen, bedarf es einiger Mühe. Zinnkraut wird vor allem als Tee konsumiert, wird aber nicht auf die Art und Weise zubereitet wie andere Kräutertees. Für die Zubereitung wird ein Teelöffel getrockneter Ackerschachtelhalm mit etwa 300 ml Wasser zusammen in einen Topf gegeben. Die Mischung wird dann ca. 20 Minuten lang gekocht. Das verdampfte Wasser wird ergänzt. Die lange Zubereitungszeit ist deshalb notwendig, damit sich die enthaltene Kieselsäure aus den Zellen löst und auch die anderen Mineralstoffe aus dem Kraut freigesetzt werden. Bei Beschwerden des Urogenitaltrakts, z.B. Harnwegsentzündungen, wird empfohlen, dreimal täglich eine Tasse Ackerschachtelhalm zu trinken. Die entzündungshemmende Wirkung des Tees hilft außerdem bei Entzündungen im Rachen- und Mundraum. Hierzu wird in der Regel mit dem Tee gegurgelt und gespült. Aufgrund der durchspülenden, wassertreibenden Wirkung (sog. Aquaretikum) sollten Personen, deren Funktionstüchtigkeit der Nieren eingeschränkt ist, zuvor den Arzt befragen, ob das Trinken des Tees ratsam ist.

Neben der Verwendung als Getränk wird Ackerschachtelhalm auch für Umschläge und Wickel verwendet. Das hauptsächliche Anwendungsgebiet sind hier Knochen- und Gelenkbeschwerden Der abgekühlte Tee wird in Mullbinden getränkt und anschließend um die schmerzenden Gelenke gewickelt. Der Verband sollte lediglich feucht und nicht tropfend nass sein, da der Ackerschachtelhalmaufguss zu Verfärbungen führen kann.

Ebenfalls äußerlich kommt Ackerschachtelhalm bei Hautproblemen wie Entzündungen oder Juckreiz zur Anwendung. Dazu werden 3 Teelöffel getrocknetes Kraut in einem Liter wie oben beschrieben zubereitet und anschließend zum Badewasser hinzugegeben. Ein Bad in Ackerschachtelhalm bewirkt, dass sich das Bindegewebe strafft und bei regelmäßiger Anwendung nachhaltig gefestigt wird (Stichwort Cellulite). Das Bad in Ackerschachtelhalm ist aber nicht nur kosmetisch interessant, auch sorgt das Bad mit dem Zusatz Ackerschachtelhalm dafür, dass die Durchblutung angeregt wird, und entsprechenden Störungen der Durchblutung, aber auch Krampfadern, Blasenentzündungen und Prostatabeschwerden gelindert werden.

Zunehmend finden viele Kosmetikproduzenten Interesse an den positiven Eigenschaften des Ackerschachtelhalms. Durch den hohen Kieselsäuregehalt wirkt die Heilpflanze straffend, glättend und wundheilend; Gründe, weshalb einige Gesichtscremes und Körperlotionen auf Ackerschachtelhalm setzen. Nicht minder bedeutend ist Ackerschachtelhalm in der Haarpflege. Zusätze von Ackerschachtelhalm in Shampoos und Spülungen machen das Haar weich, glänzend sowie kräftigend, befreien die Kopfhaut von Schuppen und regen wegen der durchblutungsfördernden Wirkung das Haarwachstum an.

Nebenwirkungen: Besteht bereits eine Herz- oder Nierenerkrankungen, die bereits medikamentös behandelt wird, ist von Ackerschachtelhalmprodukten zunächst abzuraten.

Ackerschachtelhalm als Pflanzenstärkungsmittel

Ackerschachtelhalm hat sich genauso gut als Medizin gegen einige Pflanzenkrankheiten bewährt, wo er in Form eines Suds oder der noch effektiveren Ackerschachtelhalmjauche zum Einsatz kommt. Das Einsatzgebiet der Ackerschachtelhalmkur sind vorrangig Pilzkrankheiten, die sich als weißer Mehltau – bspw. auf Petunien, Tomaten, Thymian, Salbei oder Minze – oder rotbrauner Rost auf den Blättern zeigen. Ebenso wird Ackerschachtelhalm für die Bekämpfung hartnäckiger Blattläuse und zur grundsätzlichen Stärkung jeglicher Pflanzen im Garten verwendet. Die Pflanze ist reich an Kieselsäure - ein Baustein der Kieselsäure ist u.a. Silicium, das die Zellstruktur von Pflanzen kräftigt.

Zur Herstellung einer Jauche aus Ackerschachtelhalm benötigt man zwei Bund frische PFlanzen, die in einen wassergefüllten Eimer gelegt werden. Anschließend lässt man die Jauche zwei bis drei Wochen ziehen. In dieser Zeit kann es passieren, dass die Jauche zu schäumen beginnt und einen unangenehmen, stechenden Geruch verbreitet. Auf die Qualität der Jauche hat das keinen Einfluss. Anschließend wird die Jauche verdünnt oder pur (wirkt intensiver) auf die von Schädlingen betroffenen Stellen gesprüht oder direkt mit dem Gießwasser verteilt.

Ackerschachtelhalm kaufen - Was gibt es zu beachten?

Ackerschachtelhalm ist eine Rarität im Gartenfachmarkt. Die Pflanze gilt als Unkraut, welches ohne Eingreifen unkontrolliert wuchert. Trotzdem gibt es einige Händler, die Ackerschachtelhalm verkaufen. Allerdings sollte man sich genau informieren und nachfragen, welcher Schachtelhalm zum Kauf angeboten wird. So wird bspw. der optisch sehr ähnliche Sumpfschachtelhalm unter dem Namen Riesenschachtelhalm als dekorative Staude für Teicheinfassungen vertrieben. Diese sollte keinesfalls für Anwendungen in der Küche oder für Tees zur Anwendung kommen. Insofern Ackerschachtelhalm angeboten wird, sollte die Qualität der Pflanze überprüft werden. Rote oder braune Flecken auf dem Ackerschachtelhalm deuten auf einen Pilzbefall hin.

Sporen werden im Handel nicht angeboten.

Da Ackerschachtelhalm in den letzten Jahren eine gesteigerte Bedeutung für volksmedizinische Anwendungen erlangt hat, finden sich v.a. die getrockneten Kräuter sowie einige Pflegeprodukte im Handel wieder. Beim Kauf der getrockneten Kräuter sollte darauf geachtet werden, nachweisbare Produkte zu erwerben. In einigen Online-Marktplätzen finden sich mitunter Verkäufer, die selbstgesammelte Pflanzen verkaufen. Hier sollten Sie sich der Sachkunde versichern. Die Preise für Schachtelhalmkräuter betragen etwa zwischen 16 und 25 EUR (je nach Anbaubedingungen, Herkunft und Qualität).

Andere Produkte, die als Basis Ackerschachtelhalm enthalten, sind Säfte, Extrakte oder Tinkturen. Da es sehr zeitaufwändig ist, eigene Tinkturen oder Extrakte aus frischen Kräutern herzustellen, sind diese Produkte bei bestimmten Anwendungen sehr zu empfehlen. Hervorragend geeignet sind die Extrakte z.B. zur Herstellung von Haarwaschmitteln.

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