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Salbei gegen Schwitzen

Der Echte Salbei (Salvia officinalis) gilt als eine universelle Heilpflanze, die für vielerlei Beschwerden verwendet werden kann. Echte Abhilfe kann Salbei bei Menschen schaffen, die an häufigem und heftigem Schwitzen leiden. Salbeitee und Salbeibäder sind bewährte Anwendungen in der Naturheilkunde, die die Schweißbildung wirksam hemmen können.

Salbei als Hausmittel gegen krankhaftes Schwitzen

Wie entsteht krankhaftes Schwitzen?

Krankhaftes Schwitzen, auch als Hyperhidrose bekannt, ist in seiner Ursache nicht vollständig bekannt. Eine hohe Schweißproduktion kann jedoch durch hormonelle Schwankungen (z.B. in den Wechseljahren oder durch Schilddrüsenerkrankungen), durch Übergewicht, durch bestimmte Kreislauferkrankungen oder aber auch bei leichten und schweren psychischen Störungen (z.B. Angstschweiß) begründet sein.

Neben diesen Störungen können jedoch auch bestimmte Genussmittel wie Kaffee oder Alkohol bei bestimmten Menschen zu einer erhöhten Schweißproduktion beitragen. Dies ist meist umso wahrscheinlicher, je größere Mengen konsumiert werden.

Selten können auch schwerwiegende Krankheiten wie Krebs hinter einer Schweißattacke stecken, die sich in solchen Fällen jedoch meist als Nachtschweiß bemerkbar machen.

Eine Hyperhidrose ist eine anerkannte Krankheit, an der allein in Deutschland über eine Million Menschen leiden. Meist findet eine Überproduktion des Schweißes an den Handflächen oder in den Achselhöhlen statt, seltener am Kopf, am Rücken oder in der Leistengegend.

Wie hilft Salbei gegen Schwitzen?

Zunächst sei angemerkt, dass die Anwendung von Salbei nur die Schweißproduktion selber hemmen kann. Es bekämpft aber nicht die Ursache. Sind die Gründe für das Schwitzen unbekannt, ist der Besuch bei einem Arzt angeraten. Dies gilt vor allem dann, wenn neben dem Schwitzen noch weitere Symptome auftreten, die nicht zugeordnet werden können.



Salbei (Salvia officinalis) ist ein universelle Heilpflanze, die bei Hyperhidrose angewendet wird.

Der echte Salbei enthält eine Fülle an Inhaltsstoffen, die medizinisch von hohem Wert sind. Diese wirken nicht nur schweißhemmend, sondern zugleich antibakteriell und entzündungshemmend. Eine große Bedeutung haben die im Salbeikraut enthaltenden ätherischen Öle, Gerbstoffe (u.a. Rosmarinsäure) sowie die Flavonoide.

Einen bedeutenden Anteil haben vermutlich die zahlreich enthaltenden Flavonoide, die u.a. in der Lage sind, so genannte Benzodiazepin-Rezeptoren aktivieren zu können. Eine weitere Rolle spielen die enthaltenden ätherischen Öle, die in der Lage sind, die Bildung des Botenstoffs Acetylcholin zu hemmen. Acetylcholin spielt eine entscheidende Rolle in der Aktivierung von Schweißdrüsen. Welche der Inhaltsstoffe insgesamt die Schweißproduktion tatsächlich regulieren können, ist allerdings nicht vollständig gesichert.

Salbei als Hausmittel gegen Schweiß

Gegen übermäßiges Schwitzen kann Salbei sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Besonders interessant ist das Kraut hierbei in Form von Salbeitee sowie in Form eines Bads.

Salbeitee
Das Ansetzen eines Salbeitee ist die wohl einfachste Form ein wirksames Mittel gegen Schweiß zur Verfügung zu haben. Steht Salbei als loses Kraut zur Verfügung, können etwa 1 ½ bis 2 gehäufte Teelöffel mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen werden. Der Tee muss zwischen 7 und 10 Minuten ziehen, so dass sich die Inhaltsstoffe gut extrahieren lassen.

Es ist auch möglich Salbei in Verbindung mit Hopfen und Zitronenmelisse einzunehmen. Ein Kräutertee aus diesen drei Bestandteilen ist nicht nur hormonell wirksam gegen das Schwitzen, sondern wirkt auch zugleich beruhigend. Diese Mischung wird in der Phytotherapie häufig verwendet.

Bei der Einnahme von Salbeitee sollte auf eine sorgsame Dosierung geachtet werden. Mehr als 6 Gramm des getrockneten Krauts sollten nicht innerlich verwendet werden. Allgemein empfohlen werden etwa zwei bis drei Tassen täglich, die über einen Zeitraum von maximal vier Wochen eingenommen werden sollten. In der Schwangerschaft sollte auf die Einnahme salbeihaltiger Getränke verzichtet werden oder zumindest mit einem behandelnden Arzt besprochen werden.

Salbeibad und Salbei Waschung

Menschen mit starker Bildung von Fußschweiß können auch ein Salbeibad zubereiten. Hierzu werden etwa 2 bis 3 Gramm getrocknetes Kraut mit etwa 2 Liter Wasser übergossen und für etwa 10 bis 15 Minuten stehen gelassen. Die Füße sollten nicht länger als 10 Minuten im Bad bleiben. Die Anwendung sollte nur einmal am Tag erfolgen.

Bei starker Nachtschweißbildung können auch Waschungen mit Salbei helfen. Hierzu wird der Salbei zunächst wie ein Tee zubereitet und schließlich in einen Waschlappen getränkt. Morgens und abend kann man sich dann statt mit normaler Seife mit dem Salbeisud abwaschen. Es gibt auch Quellen, die eine Salbeiwaschung bei Fieberschweiß empfehlen.


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