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Protoanemonin

Die in Hahnenfußgewächsen vorkommende Verbindung Protoanemonin zählt chemisch zur Gruppe der Lactone. Es ist ein giftiger Stoff, der bei Hautkontakt Schleimhautreizungen bis hin zu Blasenbildung hervorrufen kann. Es zählt ferner als Nervengift und kann bei entsprechender Dosis sogar zu Lähmungserscheinungen führen. Die Verbindung ist eine wasserdampfflüchtige sowie ölige Flüssigkeit und hat einen scharfen Geschmack. Vom Verzehr frischer Hahnenfußgewächse ist strikt abzuraten. Beim Verzehr protoanemoninhaltiger Pflanzen sollte umgehend der Giftnotruf angerufen werden.

Protoanemonin ist medizinisch vor allem in homöopathischen Medikamenten von Bedeutung. Beispielsweise werden homöopathische Auszüge der gewöhnlichen Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) u.a. bei Schnupfen, Erkältung, verstopfte Nase, Ohrenentzündungen oder Rheuma verwendet. Reines Protoanemonin gilt als antibakteriell und antifungizid.

Das giftige Protoanemonin wird beim Trocknen einer Pflanze, welches diesen Stoff enthält in das ungiftige Anemonin umgewandelt.


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