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Mit Naturprodukten und Hausmitteln Erkältungen lindern und vorbeugen

Sobald die Temperaturen im Herbst kühler werden, können wir uns auf die nächste Erkältung einstellen. Allerdings muss dann nicht immer zu chemisch hergestellten Medikamenten gegriffen werden, denn pflanzliche Hausmittel können die Beschwerden ebenfalls lindern und die Erkältung damit eindämmen.

Im Winter ist es sehr wahrscheinlich, dass man von einer Erkältung heimgesucht wird. Vor allem, wenn man täglich mit Bus oder Bahn fährt, fängt die Nase irgendwann an zu laufen. Auch pflanzliche Mittel können dafür sorgen können, die Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren. Und zwar ohne den Organismus unnötig zu belasten.

Erkältung - Grippezeit
Zur Erkältungszeit gibt es viele Hausmittel, die Erkältungssysteme lindern können (Foto: photophonie / stock.adobe.com)

Grippe oder Erkältung: Was ist der Unterschied?

In der Umgangssprache wird häufig nicht zwischen eine Grippe und einer Erkältung differenziert. Dennoch gibt es wichtig Unterschiede, weshalb auch eine Behandlung entsprechend angepasst werden sollte. Wer unter einer Erkältung leidet, beobachtet dabei einen viralen Effekt der oberen Atemwege. Der Prozess beginnt schleichend und Betroffene fühlen sich leicht bis mittelschwer krank. Häufige Symptome einer Erkältung sind:

  • Halsschmerzen
  • erhöhte Temperatur
  • Schnupfen mit oft farbigem Schleim
  • meist produktiver Husten
  • Niesen

Die Grippe wird dagegen durch Influenza A oder B Viren hervorgerufen, geht mit einem starken Krankheitsgefühl einher und beginnt schlagartig. Die Symptome ähneln denen der Erkältung, sind aber im Rahmen der Grippe deutlich stärker ausgeprägt. Charakteristisch für die Grippe sind insbesondere starke Gliederschmerzen und hohes Fieber. Typische Symptome einer Grippe sind:

  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • trockener Husten
  • Gliederschmerzen
  • starke Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Erkältung unterstützend behandeln: Diese 8 Hausmittel können helfen

Die Natur kennt zahlreiche pflanzliche Mittel, die eine lästige Erkältung in Schach halten können und den Verlauf der Erkrankung beschleunigen kann.

Bitte beachten Sie: Sowie Sie vermuten, dass die Symptomatik auf eine Grippe hinweist, suchen Sie bitte umgehend Ihren Hausarzt auf. Dies ist damit zu begründen, dass eine Grippe mit schwerwiegenden Komplikationen wie Herzmuskelentzündung oder Lungenentzündung einhergehen kann. Besondere Vorsicht gilt deshalb für Menschen mit schwachem Immunsystem.

Aus Zwiebeln und Honig einen Hustensaft herstellen

Zwiebel wirkt antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend. Verantwortlich sind u.a. die in der Knolle enthaltenden schwefelhaltigen Verbindungen. Die Zwiebel wird am besten in Kombination mit Honig an. Dieser enthält in geringen Anteilen den Inhaltsstoff Propolis, der ebenfalls viele gute Eigenschaften aufweist.

Dazu wird eine Zwiebel geschält, gewürfelt und mit zwei Esslöffeln flüssigem Honig übergossen. Diese Mixtur lässt man am besten über Nacht ziehen, um die dabei entstandene Flüssigkeit abzugießen und als Hustensaft zu verwenden.

Zwiebelsaft - Zutaten
Ein frischer Zwiebelsaft unterstützt das Immunsystem und ist schnell hergestellt (Foto: borzywoj / stock.adobe.com)

Abtauchen im Erkältungsbad mit Eukalyptus

Wenn die Erkältung gerade erst im Anrollen ist, lassen sich die Symptome am besten mit einem warmem Vollbad lindern, welches mit Eukalyptus angereichert wurde. Eukalyptus enthält zahlreiche ätherische Ölverbindungen, die eine antivirale, auswurffördernde, durchblutungsfördernde und schleimlösende Wirkung zeigen. Daher sorgt ein Badezusatz aus Eukalyptus oft dafür, dass man besser durchatmen und gleichzeitig zähen Schleim lösen kann. Wichtig ist, sich nach dem Bad Ruhe zu gönnen. Ein erholsamer Schlaf nach dem Bad ist daher sehr zu empfehlen.

Übrigens: Auch andere Kräuter wie Thymian, Salbei, Melisse, Kamille oder Eisenkraut können für die Zubereitung eines Kräuterbads verwendet werden. Ein solches Bad sollte allerdings nicht länger als 15 Minuten dauern.

Kräutertees können Erkältungssymptome lindern

Einige Erkältungssymptome wie hartnäckiger Husten, Schnupfen oder Mattigkeit können oft mit Kräutern gelindert werden. Oft sind es die ätherischen Öle, wie z.B. das Thymol des Thymians oder das Campher im Salbei, die schleimhautschützend, antiviral und schmerzlindernd wirken können. Aber auch Schleimstoffe, so genannte Iridoide, können hilfreich sein. Beispielsweise hilft das Aucubin des Spitzwegerichs, Hustenreiz zu lindern und die Arbeit des Immunsystems zu unterstützen.

Bewährte Hausmittel bzw. Kräutertees zur Linderung typischer Erkältungssymptome sind u.a.:

  • Thymiantee
  • Spitzwegerichtee
  • Salbeitee
  • Mischungen mehrerer Kräuter in Erkältungstees, z.B. aus Süßholzwurzel, Eibisch und Thymian

Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel Kräuter gegen Erkältung.

Aber auch Tees, die Ingwer enthalten können hilfreich sein. Dazu wird die Knolle ganz einfach geschält und in kleine Würfel geschnitten. Alternativ zum Schnippeln kann die Knolle auch in einen kleinen Mixer gegeben werden: Je kleiner die Ingwer-Stückchen, umso mehr Inhaltsstoffe können extrahiert werden. Allerdings wird der Geschmack umso intensiver und damit schärfer.

Die Erkältung mit Salzwasser bekämpfen

Salzwasser hat eine desinfizierende Wirkung und kann die Beschwerden einer verstopften Nase lindern. Dies ist übrigens auch der Grund, weswegen einige Nasensprays Salzlösungen enthalten. Wer auf gekaufte Produkte verzichten und lieber selbst herstellen will, löst am besten ein Gramm Kochsalz (Natriumchlorid) in einem Glas (etwa 100 ml) lauwarmem Wasser auf. Die Lösung kann gut umgerührt, direkt vom Löffel durch die Nase inhaliert werden.

Alternativ kann die Lösung auch in eine leere Sprühflasche gefüllt werden. Salzwasser kann aber auch genutzt werden, um damit zu inhalieren. Dabei wird das kochende Wasser in eine Schüssel gegeben. Ergänzt mit Salz, beugt man den Kopf vorsichtig über die Schüssel und deckt alle mit einem Handtuch ab.

Vorsorge gegen lästige Viren

Wer oft an Erkältungen bzw. grippalen Infekten leidet, sollte eventuell überlegen, aktive Vorsorge zu betreiben. Es gibt nämlich durchaus einige Möglichkeiten, wie sich das Risiko vor dem Ausbrechen der Krankheit reduzieren lässt. Hierzu zählen die folgenden Möglichkeiten:

  • Trockene Luft vermeiden: Vor allem trockene Heizungsluft und seltenes Lüften sorgt für trockene Schleimhäute und erhöht die Krankheitsanfälligkeit. Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften oder eine Schüssel Wasser sorgen für eine bessere Luftzirkulation und bessere Luftfeuchte.
  • Regelmäßig Obst und Gemüse essen: Früchte enthalten viele Nährstoffe wie Vitamin C und andere Mineralstoffe, die das Immunsystem direkt stärken können.
  • Ausreichend Trinken: Eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr hilft die Schleimhäute feucht zu halten und unsere Körperabwehr zu stärken. Das wird vor allem ab Herbst wichtig, wenn das Durstgefühl oft nicht mehr so ausgeprägt ist, wie im Sommer.
  • Erholung und Ruhezeiten: Wer sich nicht ausreichend erholt, führt seinem Körper Stress zu. Unter Umständen kann dies sogar zu Schlafbeschwerden führen, die die Regenerationsfähigkeit unseres Körper beeinträchtigen. Ausreichend Schlaf und regelmäßige Pausen sind daher wichtig.
  • Hände waschen und Augenkontakt vermeiden: Vor allem wenn man viel Kontakt mit anderen Menschen hatte, steigt das Risiko vor einer Ansteckung. Sicherlich lässt sich durch eine Tröpfcheninfektion wenig ausrichten, dennoch kann regelmäßiges Händewaschen das Krankheitsrisiko senken. Auch sollte man sich nicht mit den Fingern in den Augen oder Mundwinkeln berühren.

         

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