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Kräuter gegen Sonnenbrand - Hinweise und Rezepte

In der Sommerzeit gönnen sich viele Menschen ein Sonnenbad, um ihre Haut zu bräunen. Sonnenstrahlung in Maßen ist auch gesund, schließlich hilft Sonnenlicht bzw. die ultraviolette Strahlung dabei lebenswichtiges Vitamin D zu bilden, welches den Kalziumspiegel im Blut reguliert und für den Knochenaufbau verantwortlich ist. Außerdem kann das Sonnenlicht den Hormonhaushalt positiv beeinflussen, indem beispielsweise höhere Mengen an Serotonin gebildet werden.

Symptomatik und Behandlung von Sonnenbrand

Klassische Symptome bei Sonnenbrand

Doch auch wenn das Sonnenbad viele positive Eigenschaften hat, kann zu viel Sonne auch zu Hautschäden führen. Die bekannteste Form die auftritt ist der Sonnenbrand. Akute Brandschäden äußern sich in der Regel durch Rötungen, Blasenbildung oder im späteren Verlauf zur Abschälung der oberen Hautschichten.

Neben diesen optischen Symptomen werden meist noch ein warmes Brennen oder Jucken wahrgenommen. Auslöser für den Sonnenbrand sind die im Sonnenlicht enthaltenden ultravioletten Strahlen (UVA und UVB). Die UVB-Strahlung ist jene, die für die typischen Sonnenbrand-Symptome verantwortlich ist und sogar zur Schädigung der DNS führen kann. Häufiger Sonnenbrand bzw. Hautschäden durch Sonnenstrahlen können daher auch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken steigern.




Kräuter gegen Sonnenbrand

Bei leichten und mittleren Sonnenbränden können einige Kräuter helfen, die Beschwerden durch Sonnenbrand zu lindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Bei schweren Hautschäden, d.h. wenn u.a. Brandblasen oder Sonnenstich auftreten und die Haut extrem schmerzempfindlich ist, sollte jedoch immer ein fachkundiger Hautarzt aufgesucht werden. Wirksam gegen Sonnenbrand haben sich u.a. Aloe vera, Ringelblume (Calendula) oder auch grüner Tee.

Rezepte

Rezept 1: Kompresse mit Ringelblume und Reiskleie
Ringelblume ist eine universell einsetzbare Heilpflanze, die vor allem durch ihre desinfizierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften häufig bei Hautleiden eingesetzt wird. Reiskleie enthält zudem viele wirksame Inhaltsstoffe, die die Heilung bei Sonnenbrand beschleunigen können.

Für die Zubereitung der Kompressen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 30 Gramm getrocknete Ringelblumen
  • 30 Gramm Reiskleie
  • Stoff, in der die Zutaten eingefüllt werden können (z.B. Musselintuch, Baumwolltuch, Teeeier), Organzasäckchen


Die Ringelblumen sowie die Reiskleie werden in der Mitte des Stoffes positioniert, um schließlich ein Säckchen daraus zu bilden. Das Säckchen kann dann mit Garn oder anderen Bindern zugeschnürt werden. Das Säckchen kann dann in ein Bad oder Wasserbad gegeben werden, wobei es mindestens 10 Minuten im Wasser bleiben sollte. Anschließend kann das Säckchen an den betroffenen Hautstellen ausgepresst und verteilt werden. Eine Nutzung als Kompresse ist ebenfalls denkbar.

Rezept 2: Spray mit grünem Tee und Mutterkraut: Grüner Tee enthält u.a. Polyphenole, die die Haut schützen Entzündungsprozesse eindämmen können. Mutterkraut kann die Hautrötungen reduzieren. Für Personen mit sensibler Haut oder chronischen Hautkrankheiten wird die Anwendung von Mutterkraut nicht empfohlen.

Für die Zubereitung der Kompressen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 4 Teelöffel grüner Tee
  • 2 Teelöffel Mutterkraut
  • 125 ml heißes Wasser
  • 10 Tropfen Lavendelöl (ätherisches Öl)


Die getrockneten Kräuter vom grünem Tee und Mutterkraut werden in ein Gefäß (Tasse) gegeben und mit heißem Wasser übergossen und für etwa 12 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird das Lavendelöl in das Gefäß gegeben und gut umgerührt. Die Flüssigkeit darf auf keinen Fall mehr heiß sein, da es sonst die Wirkung des ätherischen Öles herabsetzen würde. Die Flüssigkeit kann dann in einen Spraybehälter gefüllt werden. Die Flüssigkeit kann dann sanft auf die Haut gesprüht werden. Nach der Nutzung kann die Flüssigkeit für weitere 7 bis 12 Tage verwendet werden, insofern sie in einem Kühlschrank aufbewahrt wird.

Rezept 3: Aloe-Vera-Gel Die Blätter der Aloe Vera – Pflanze enthalten ein stark kühlendes Gel, was das Brennen deutlich lindern kann. Das Gel wird großzügig auf die Haut aufgetragen und gleichmäßig auf die gereizten Hautareale verteilt. Das Gel wird nach etwa 10 Minuten wieder von der Haut entfernt bzw. abgespült.

Besitzer einer Aloe Vera können ein Blattstück abschneiden und in der Länge halbieren.

Wer keine Aloe Vera Pflanzen zuhause hat – oder wem die Blätter für die eigene Nutzung zu schade sind – kann auch fertiges Gel im Handel kaufen. Da sich das Gel auch gegen jede Menge andere Beschwerden nutzen lässt (Jucken, Insektenstiche etc.), ist es sicherlich ein nützliches universelles Hausmittel.

Allgemeine Vorsorge bei Sonnenbrand

Um Hautirrationen oder Hautschäden größtmöglich einzudämmen, können im Vorfeld einige Vorkehrungen gemacht werden, um das gröbste zu vermeiden. Helle Hauttypen sollten kürzere Sonnenbäder einnehmen als dunklere Hauttypen. Die Risiken schlimmerer Hautschäden davon zutragen, sind bei hellen Hauttypen deutlich größer.

Ebenso sollten Sonnenbäder um die Mittagszeit (12 bis 14 Uhr) weitestgehend vermieden werden, da die Sonnenexposition sowie die ultraviolette Strahlung zu dieser Zeit am höchsten ist. Bei längerem Aufenthalt am Strand kann ein Sonnenschirm vor dem Gröbsten schützen. Nachdem Sonnenbad können Mützen und Stoffe, die den Nacken bedecken, vor allem die sensiblen Bereiche schützen.

Die Nutzung von Sonnenschutzcremes sowie Hautschutzcremes nach dem Sonnenbad sollten als obligatorisch angesehen werden.

Bildnachweise:
Oberes Bild (Sonnenbrand): William Veder / pixelio.de


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