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Kräuter gegen Erkältung - Der Heilkräuter-Leitfaden

Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt ist eine häufige Infektionskrankheit, die sowohl von Viren als auch von Bakterien ausgelöst werden kann. Bei einer Erkältung sind meistens die Nasenschleimhäute, der Hals oder die Bronchien betroffen. Die meist harmlose jedoch vollkommen lästige Erkältung tritt meistens an nasskalten Tagen auf, wenn das Immunsystem leicht geschwächt ist. Behandlungen und Medikationen gegen eine Erkältung gibt es zu Hauf. Für Hersteller von Erkältungsmedikamenten ist die kalte Jahreszeit auch immer wichtig für das Geschäft. Etwa 1,1 Milliarden Euro (AESGP 2012) geben die Deutschen pro Jahr an Medikamenten aus. Neben konservativen bzw. synthetischen Präparaten bieten auch einige Kräuter eine sinnvolle Ergänzung Erkältungsbeschwerden zu lindern.

Welche Kräuter gegen Erkältung?

An einer Erkältung sind meist Viren beteiligt. Die Art und Form der Viren als auch das Ausbreitungsgebiet entscheidet meist auch über die Schwere der Erkältung. Die Krankheitserreger müssen sich sehr schnell vermehren, um das wirksame Immunsystem der oberen Atemwege zu umgehen. Die meisten Kräuter sind zwar nicht unbedingt antiviral, d.h. sie können die Viren nicht direkt bekämpfen. Eher können Kräuter helfen, die Abwehrkräfte bzw. das Immunsystem zu stärken, und die Vermehrung der Viren zu behindern.

Dennoch können auch Bakterien eine gewisse Rolle spielen. Beispielsweise haben Bakterien leichteres Spiel in den Körper einzudringen, wenn das Immunsystem durch Viren bereits geschwächt ist. Mitunter können Bakterien dann weitere Beschwerden wie Bronchitis, Pneumonie oder Rachenentzündung (Pharyngitis) auslösen.

In der Naturheilkunde gibt es recht viele Kräuter, die die unangenehmen Symptome eines grippalen Infekts lindern, das Immunsystem stärken und den Heilungsprozess beschleunigen können. Die folgenden Heilkräuter werden heute u.a. für Erkältungen verwendet:

  • Ackerschachtelhalm
  • Alant
  • Anis
  • Blutwurz (Tormentill)
  • Currykraut (Immorelle)
  • Echte Kamille
  • Eibisch
  • Huflattich
  • Jiaogulan
  • Lindenblüten
  • Malve
  • Pfefferminze
  • Thymian
  • Salbei
  • Seifenkraut
  • Spitzwegerich
  • Süßholzwurzel

Viele dieser Kräuter werden vor allem als Tee zubereitet. Ein heißer Erkältungstee lindert meist recht schnell typische Symptome wie Halsschmerzen und sorgt dafür, dass die Schleimhäute gut befeuchtet werden. Häufig werden mehrere Heilkräuter kombiniert zubereitet oder nacheinander getrunken, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Einige Kräuter lassen sich zudem für Erkältungsbäder oder Dampfbäder verwenden, wodurch ebenfalls eine Linderung von Hustenbeschwerden erzielt werden kann oder verstopfte Nasen schneller lösen lassen.

Thymian und Quendel als klassische Heilkräuter

Thymian (Thymus vulgaris) und Quendel (Thymus pulegioides) sind sehr alte und bedeutende Heilpflanzen. DIe Popularität von Thymian und seine Bedeutung führten dazu, dass das Kraut 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt wurde. Beide Kräuter sind nah mit einander verwandt und verfügen über hochwirksame Inhaltsstoffe, die bei der Behandlung von Erkältungsbeschwerden sehr förderlich sind. Hierzu gehören u.a. die ätherischen Öle Carvacrol und Thymol sowie verschiedene Flavonoide und Gerbstoffe. Thymian und Quendel sind in der Lage das Wachstum von Bakterien und Viren zu stören und damit zu hemmen. Zudem sind die ätherischen Öle in der Lage, das so genannte Flimmerepithel der Lunge anzuregen und zähen Schleim zu lösen. Thymol, einer der Hauptinhaltsstoffe der beiden Heilkräuter, wirkt stark antibakteriell, antiviral und schmerzlindernd. Das Kraut an sich fördert zudem den Auswurf und ist krampflösend. Neben Erkältungskrankheiten wird Thymian und Quendel auch unterstützend bei Keuchhusten und Asthma angewendet.

Thymian war bereits im Altertum und im Mittelalter ein begehrtes Heilkraut. Im Mittelalter wurde das Kraut häufig in Verbindung mit Honig oder Likören verabreicht. Auch Hildegard von Bingen erwähnte sowohl den Thymian als auch den Quendel in ihrem Werk Physica als warm und ausgleichend.

Thymian und Quendel werden in der Volksmedizin als Honig, als Tee, als Mundwasser oder als Salbe verwendet. Bei Erkältungskrankheiten empfiehlt es sich nach dem Aufstehen und vor dem ins Bett gehen, Mundwasser auf Basis von Thymian zu gurgeln. Hierfür kann entweder lauwarmer Tee oder lauwarmes Wasser mit wenigen Tropfen pures Thymianöl verwendet werden. Das Wundwasser wird etwa 30 Sekunden gegurgelt und anschließend ausgespuckt. Zur allgemeinen Linderung und Behandlung von Erkältungsbeschwerden ist Thymiantee sehr zu empfehlen. Etwa ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Thmyian- oder Quendelkraut sollten für eine große Tasse (250 ml) verwendet werden. Die Kräuter sollten mit kochendem Wasser übergossen werden und etwa 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen werden. Thymiantee und Quendeltee kann mehrmals pro Tag angewendet werden.

Eine sehr wohltuende Alternative ist die Verwendung von Thymian als Badezusatz. In Verbindung mit anderen Kräutern wie Spitzwegerich, Lavendel und Salbei lassen sich entspannende und lindernde Kräuterbäder anrichten. Für die Herstellung eines eigenen Badezusatzes wird empfohlen etwa 100 Gramm Trockenkräuter pro Liter Wasser zu verwenden. Etwa 500 Gramm und 5 Liter kochendes Wasser sollten für 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen werden. Die Kräuter können dann mit einem Sieb abgeseiht und dem Badewasser zugeführt werden.

Thymiane und Thymianprodukte sollten von Menschen mit schweren Leberschäden (z.B. Leberzirrhose, Fettleber, Leberkrebs) vermieden werden. Auch sollten größere Behandlungen mit Thymian während der Schwangerschaft vermieden werden, da Thymian in größeren Dosen gebärmutterstimulierend ist. Reines Thymianöl ist wie alle puren ätherischen Ölen sparsam und immer nur verdünnt anzuwenden.

Salbei – hocharomatisch und wohltuend

An Salbei (Salvia officinalis) scheiden sich meist die Geister. Es gibt Menschen, die lieben Salbei – sowohl als Heilkraut als auch als Gewürzkraut. Andere finden den Geschmack äußerst fragwürdig und nutzen lieber Alternativen. Wie auch immer – der Salbei (Salvia officinalis) ist ein hochanerkannte Heilpflanze und wird häufig bei Erkältungskrankheiten angewendet.

Auch der Salbei wird wie der Thymian und der Spitzwegerich schon seit längerer Zeit als Heilkraut angewendet. Der Salbei spielte auch eine Rolle bei der Pest im frühen 17. Jahrhunderts. Diebe, die Häuser und Leichname plünderten, rieben sich mit einem Gemisch aus Essig, Salbei und Thymian ein und konnten sich so vor einer Ansteckung schützen. Auch andere Heilkundler, wie z.B. Paracelsus und Hildegard von Bingen schrieben dem Kraut eine große Heilkraft zu. Für Hildegard von Bingen hatte der Salbei eine warme und trockene Natur, da sein Wachstum mehr von der Sonne als von der Feuchtigkeit im Boden abhängt.

Salbei ist hocharomatisch und enthält mehr als 50 Inhaltsstoffe. Bekannte Inhaltsstoffe des Salbeis sind Eucalyptol, Campher, Thujon, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Unter den Gerbstoffen bewirkt die Rosmarinsäure die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften des Salbeis. Andere Gerbstoffe sind für die entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Eigenschaften verantwortlich. Bei einer Erkältung kann Salbei als Heilpflanze also viel Gutes bewirken. Der Mundraum kann durch sachgerechte Anwendung teilweise desinfiziert werden. Er hilft ebenfalls gegen Heiserkeit und lindert Halsschmerzen.



Salbei wird meist als Tee sowie als Gurgelwasser verwendet. Vom Salbeitee sollte täglich nicht mehr als 2 bis 3 Tassen getrunken werden. Die Tassen sollten gut über den Tag verteilt getrunken werden. Für die Zubereitung des Tees werden etwa 1,5 bis 2 Teelöffel Salbeiblätter benötigt, die mit kochendem Wasser übergossen werden. Der Tee sollte etwa 10 Minuten einziehen, bevor er genossen wird. Da der Salbei direkt im Hals- und Rachenbereich eingesetzt werden soll, empfiehlt sich auch die Verwendung einer Gurgellösung. Die wird ebenfalls wie der Tee zubereitet. Gegurgelt wird die Salbeilösung dann, wenn sie etwas abgekühlt ist. Etwa 30 Sekunden bis 1 Minute wird das Gurgelwasser gut im Mund verteilt und anschließend ausgespuckt.

Ein übermäßiger Gebrauch von Salbei ist aufgrund des Gehalts an Thujon zu vermeiden. In normalen Dosen angewendet, ist Salbei beschwerdelindernd und heilsam. Hohe Dosen sowie die pure Verwendung von Salbeiöl sollten jedoch vermieden werden, da es sonst zu Nebenwirkungen kommen kann. Da es sich bei Thujon jedoch um ein ätherisches Öl handelt, welches leicht flüchtig ist und nach dem Kochen des Salbeikrauts nur noch in äußerst geringen Dosen zur Verfügung steht, können 3 Tassen pro Tag an Salbeitee ohne Probleme konsumiert werden. Als konkrete Empfehlung gelten etwa 5 Gramm trockene Salbeiblätter als vollkommen unbedenklich. Wer Salbeitinkturen verwendet, sollte täglich nicht mehr als 3 bis 7 g davon verwenden.

Spitzwegerich – als Saft und Tee

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) enthält eine Vielzahl wirksamer Inhaltsstoffe, die die Beschwerden lindern können. Hierzu zählen u.a. die so genannten Iridoide, verschiedene Schleimstoffe, Gerbstoffe und Kieselsäure. Die Schleimstoffe sorgen für eine Reizmilderung beim Husten und sind in der Lage das Immunsystem direkt zu stärken. Die Gerbstoffe reagieren mit den Eiweißstoffen der Schleimhäute und bilden zusammenhängende Häutchen, die wie eine Schutzschicht wirken. Diese Eigenschaft wird häufig auch als adstringierend bezeichnet. Bei den Iridoiden handelt es sich um eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die den Pflanzen eigentlich als Abwehrstoffe für Fressfeinde dienen. Ihre ursprüngliche Funktion kann auch für therapeutische Zwecke verwendet werden. Die beiden Ididoide Aucubigenin und Aucubin wirken antibakteriell und können werden zudem bei der Behandlung von Entzündungen verwendet.



Zusammenfassend hilft der Spitzwegerich Schleim zu lösen, Hustenreiz zu lindern, das Immunsystem zu stärken und Bakterien zu bekämpfen (antibakteriell)

Spitzwegerich kann auf verschiedene Art und Weise verwendet werden. Die häufigsten Anwendungsformen sind Spitzwegerichtee, Spitzwegerichsirup und Spitzwegerichsaft. Spitzwegerich als Tee wird recht häufig verwendet. Spitzwegerich schmeckt sehr krautig und wird nicht jeden Geschmack treffen. Man kann jedoch auch Zitronenmelisse mit dem Spitzwegerich vermischen, wodurch der Tee eine angenehme Frische erhält. Bei getrockneten Kräutern werden etwa zwei gehäufte Teelöffel pro großer Tasse Tee (250 ml) empfohlen. Die Kräuter werden mit kochendem Wasser übergossen und etwa 12 bis 15 Minuten stehen gelassen. Spitzwegerich lässt sich auch frisch verwenden. Hier werden, je nach Größe der Blätter, etwa 4 bis 6 Blätter pro Tasse benötigt.

Spitzwegerichsaft lässt sich sowohl in Apotheken und Drogerien kaufen, aber auch selbst zubereiten. Für die Zubereitung eines Safts werden frische Spitzwegerichblätter, Honig und etwas Wasser benötigt. Die Blätter werden zunächst fein zerstoßen und mit Wasser versetzt. Die entstehende Pulpe wird anschließend gekocht und mit Honig versetzt. Der Saft kann sowohl warm als auch kalt verwendet werden. Es wird empfohlen wenigstens alle zwei Stunden etwa einen Esslöffel Spitzwegerichsaft zu nehmen.

Alant - bei stärkeren Lungenbeschwerden

Bei Erkältungen mit starker Lungenbeteiligung kann der Alant (Inula helenium) ein hilfreiches Heilkraut sein. Die Wurzeln der seit dem Altertum genutzten Pflanze enthalten zahlreiche ätherische Öle sowie so genannte Sesquiterpenlactone, die wohl imstande sind, starke Verschleimungen in der Lunge zu lösen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Alant bei vielen anderen Lungenbeschwerden (darunter auch unterstützend bei COPD) eingesetzt wird.

Alantwurzeln werden am besten als Tee zubereitet, wobei es wichtig ist, diese zunächst zu kochen und anschließend vollständig erkalten zu lassen. So wird gewährleistet, dass die enthaltenden Inhaltsstoffe vollständig ihr Wirkungsspektrum entfalten können. Alanttee kann zwei bis drei Mal täglich getrunken werden. Die Anwendung sollte vier Wochen nicht überschreiten, da sonst Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall die Folge sein können.

Besteht eine bekannte Allergie gegen Korbblütler, sollte der Konsum von Alanttee mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Süßholz - wohlschmeckend und hochwirksam

Die Wurzel des Süßholzes (Glycyrrhiza glabra) dient nicht nur zur Herstellung von Lakritze. Sie gilt heute als ein hervorragendes Hausmittel gegen Erkältungen mit hartnäckigem, verschleimten Husten. Süßholz enthält vor allem Saponine, Phytosterole und Flavonoide als Wirkstoffe. Vor allem das zu den Saponinen zählende Glycyrrhizin ist von besonderer Bedeutung. Es hat eine auswurffördernde, schleimlösende, antivirale und antibakterielle Wirkung, die die Dauer der Erkältung im besten Fall sogar reduzieren kann.

Dargereicht wid Süßholz als Tee oder in Form von Heillakritze. Bei der Einnahme von Lakritze sollte man darauf achten, dass diese Salmiak enthält, da dieser Stoff der auch als Ammoniumchlorid bekannt ist, ebenfalls hustenlösende Eigenschaften hat. Heiltees mit Süßholz können mit anderen Heilkräutern wie Thymian, Spitzwegerich oder Bitterem Fenchel vermischt werden, wodurch sich das Wirkstoffspektrum positiv erweitert.

Tee mit Süßholzwurzel

Süßholzwurzeltee gilt als wohlschmeckendes Hausmittel gegen Erkältungsbeschwerden (Foto: spafra / Fotolia.com)

Süßholz sollte man jedoch niemals länger als vier bis sechs Wochen anwenden. Bei bekannter Herzschwäche, Leberzirrhose oder Nierenbeschwerden sollte die Einnahme von Süßholz zunächst mit einem Arzt abgeklärt werden.

Malve - Gut bei Erkältung

Die wilde Malve - auch als große Käsepappel bekannt - zählt mit zu den besten und wirksamsten Heilkräutern in der Behandlung von Erkältungsbeschwerden. Verwendung finden hier sowohl die Blätter als auch die Blüten. Die Malvenblätter enthalten zahlreiche Schleimstoffe, die einerseits in der Lage sind den Hustenreiz zu lindern und die Schleimhäute (z.B. Rachenschleimhaut) gleichzeitig zu schützen. Die Blüten der Malven sind ebenfalls reich an Schleimstoffen und enthalten außerdem Anthocyane, die eine wichtige Rolle in der Heilwirkung der gesamten Pflanze einnehmen. Die Anthocyane, bei der Malve vor allem das Malvin, können die Vermehrung von Viren und Bakterien hemmen und den Heilungsprozess somit beschleunigen.

Die Malve hilft bei grippalen Infekten also doppelt: Einerseits werden bestehende Symptome wie Husten und Heiserkeit gelindert. Zum anderen werden die Übeltäter der Infektion daran gehindert, weiteren Schaden anzurichten.

Zur Erkältungszeit wird die Heilpflanze meist in Form eines Malventees verwendet. Damit die enthaltenden Wirkstoffe richtig zur Geltung kommen, sollte Malventee bzw. Tee der Malvenblätter enthält, niemals mit kochendem Wasser übergossen werden. Das Wasser sollte auf etwa 35 bis 40 °C abgekühlt werden, da sich die wertvollen Schleimstoffe sonst nicht entfalten können. Es ist auch möglich Malvenblätter und -blüten direkt als Kaltwasserauszug zuzubereiten. Hierfür können Malvenbestandteile etwa 6 bis 8 Stunden im kalten Wasser eingelegt werden.

Malve lässt sich mit anderen Heilkräutern wie Thymian, Spitzwegerich oder Süßholzwurzel gut kombinieren. Achten Sie bei der Zubereitung jedoch auch hier, dass kein kochend heißes Wasser verwendet wird.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Einige Texte, die sich im Internet finden lassen, verwechseln ganz gern die wilde Malve mit dem Hibiskus (Eibisch). Auch wenn beide zur selben Pflanzenfamilie gehören, haben sie dennoch große Unterschiede. Lavendel und Pfefferminze gehören auch zur selben Familie, unterscheiden sich doch aber merklich in Geschmack, Wirkstoffe, Aussehen und Standortansprüche.

Blutwurz - Reich an Gerbstoffen

Nicht ganz so häufig angewendet, aber dennoch brauchbar bei grippalen Infekten ist der Blutwurz, der mitunter auch als Tormentill bekannt ist. Der Blutwurz enthält zahlreiche Gerbstoffe, die in ihrer Gesamtheit eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben. Zur Anwendung kommen meist Blutwurz-Tinkturen oder Blutwurztee. Das altbewärte Heilkraut ist besonders dann wirksam, wenn neben der Erkältung auch Rachenentzündungen sowie andere Entzündungen im Mundbereich vorhanden sind.

Seifenkraut - Saponine gegen festsitzenden Husten

Eine gute Alternative bei festsitzendem Husten ist ein Tee aus Seifenkraut. Verwendet werden hier meist die Wurzel, vereinzelt aber auch die Blätter. Sowohl Blätter als auch Seifenkrautwurzel enthalten zahlreiche Saponine, die schließlich für die Heilwirkung des Krauts verantwortlich sind. Saponine regen die Produktion von Sekreten in den Bronchien an und können gleichzeitig Bakterien und einige Viren unschädlich machen.

Getrocknete Seifenkrautwurzel gibt es bei vielen Kräuterfachhändler zu kaufen, so dass man sich problemlos eigene Heiltees zubereiten kann. Allerdings sollte man es mit der Dosierung nicht übertreiben, da es sonst zu leichten Vergiftungserscheinungen mit Magen-Darm-Reizungen und Übelkeit koommen kann. Pro 250 ml sollte man nicht mehr als 1 gehäuften Teelöffel verwenden. Außerdem sollten pro Tag maximal zwei Tassen getrunken werden.

Selbstmedikation immer auf eigene Gefahr

Menschen, die auf eine Selbstmedikation mit Kräutern oder sonstigen Medikamenten setzen, tun dies stets auf eigene Gefahr. Es wird dringend empfohlen einen Arzt aufzusuchen, wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht weniger werden oder gar zunehmen. Wer unbedarft in der Menge der Dosis ist, sollte auch hier lieber einen Arzt oder Apotheker fragen.

Bildnachweise:
Salbei (oberes Bild): medienleiter / markus leiter / pixelio.de
Spitzwegerich (unteres Bild): Betty / pixelio.de


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