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Frische Kräuter einfrieren - Tipps und Tricks

Es gibt viele Möglichkeiten Kräuter haltbar zu machen. Das Einfrieren frischer Kräuter ist dabei eine der besten Methoden, um das Aroma der würzigen Pflanzen zu erhalten. Dies trifft vor allem solche Gewürzkräuter, die beim Trocknen ihr Aroma schnell verlieren würden.

Kräuter aufbewahren im Gefrierschrank

Geeignete Kräuter

Prinzipiell lassen sich alle Kräuter einfrieren. Doch nicht alle Kräuter behalten im Tiefkühlschrank ihr Aroma und ihre Konsistenz. In der nachfolgenden Tabelle geben wir einen Überblick darüber, wie geeignet die bekanntesten Gewürzkräuter für das Einfrieren sind.

GewürzkrautEignungAnmerkungen
Bärlauchgut geeignetbeste Möglichkeit Bärlauch zu konservieren, leichter Aromaverlust
Basilikumgut geeignetam besten ganze Blätter einfrieren, je nach Basilikumsorte leichter bis mittelmäßiger Aromaverlust
Borretschgut geeignetleichter Aromaverlust, beste Art des Konservierens, Blätter hacken und sofort einfrieren
Dillsehr gut geeignetkaum Aromaverlust, Blätter mit einer Hacke grob zerkleinern
Koriandersehr gut geeignetkaum Aromaverlust, etwas antrocknen lassen, auch ganze Zweige geeignet
Liebstöckel (Maggikraut)sehr gut geeignetkaum Aromaverlust, grob zerkleinern, Stiele können mit eingefroren werden
Minze (Pfefferminze)gut geeignetkaum Vor- oder Nachteile gegenüber dem Trocknen, leichter Aromaverlust
Pimpinellesehr gut geeignetleichter Aromaverlust, Blätter sehr fein hacken
Petersiliesehr gut geeignetfein zerhacken, kaum Aromaverlust
Sauerampfer / Blutampfergut geeignetnach dem Hacken sofort einfrieren, Aromastoffe halten sich sehr gut
Schnittlauchgut geeignetnach dem Hacken sofort einfrieren, sonst verflüchtigen sich die Aromastoffe sehr schnell
Oreganomäßig geeignetTrocknen ist bessere Konservierungsmöglichkeit, merklicher Aromaverlust
Thymianmäßig geeignetDie Blätter des Thymian sollten bestenfalls getrocknet werden, da dies das Aroma verstärkt. Einfrieren sorgt für Aromaverlust

Vorteil gegenüber dem Trocknen

Viele Kräuter lassen sich natürlich auch trocknen. Bei einigen Kräutern wie Oregano, Thymian oder Bohnenkraut ist das Trocknen sogar die bessere Alternative, da diese getrocknet sogar aromatischer sind, als die frischen Blätter. Beim Großteil ist das Einfrieren jedoch deutlich vorteilhafter, da die Inhaltsstoffe konserviert werden und die ätherischen Öle größtenteils erhalten bleiben.

Auch wer häufig die gleichen Kräuter nutzt, kann beim Kochen oder Braten viel Zeit sparen. Eingefrorene Kräuter, die bereits portioniert sind, brauchen nur noch in den Topf gegeben zu werden und entfalten dann schnell ihr typisches Aroma. Beachten sollten Sie jedoch, dass einige Kräuter keine lange Hitze vertragen. Basilikum, Borretsch und Pimpinelle sollten Sie beispielsweise erst zum Schluss dazugeben, da sich sonst die ätherischen schnell verflüchtigen.

Kräuter einfrieren Schritt für Schritt

Beim Einfrieren frischer Kräuter ist nicht sonderlich viel zu beachten. In drei Schritten haben Sie alles erledigt, um auch an den folgenden Tagen nicht auf Ihre aromatischen Lieblinge verzichten zu müssen.

Eingefrorene Kräuter für die Küche

tiefgefrorene Kräuter portioniert auf Eiswürfelgröße (Foto: Smole/fotolia.com)

Die folgenden Schritte sollten Sie beim Einfrieren Ihrer Kräuter beachten:

  • Kräuter waschen und trocken tupfen
  • Kräuter zerkleinern bzw. hacken (einige Kräuter können auch stielweise eingefroren werden)
  • Kräuter in einem geeigneten Behälter portionieren
  • Kräuter in den Gefrierschrank geben

Das Waschen der Gewürzkräuter ist sehr wichtig, da sich häufig noch kleinere Insekten oder Schmutzpartikel auf den Blattober- oder -unterseiten befinden können. Die frisch geernteten Bündel sollten unter fließendem Wasser gut abgespült werden und mit einem Küchentuch trocken getupft werden.

Die meisten Kräuter sollten grob bis klein zerkleinert werden, da dadurch die Zellstruktur zerstört wird und die aromatischen ätherischen Öle schneller freigesetzt werden. Nach dem Hacken oder Zerkleinern sollten die frischen Kräuter sofort in einen Behälter gegeben und in den Tiefkühlschrank gegeben werden. Liegen die Kräuter nämlich noch einige Stunden zerkleinert bei Zimmertemperatur auf dem Küchentisch, gehen die Aromastoffe recht schnell verloren. Einige Kräuter wie Basilikum, Koriander, Liebstöckel oder Shiso können Sie jedoch auch ganz einfrieren.

Als Behälter für das Einfrieren eignen sich u.a. Eiswürfelbehälter, klassische Gefrierbeutel oder kleinere Dosen. Die Behälter sollten allerdings so dicht sein, dass sich kein Gefrierbrand bilden kann.

Haltbarkeit tiefgefrorener Kräuter

Je nach Einfriermethode können Sie Basilikum, Petersilie, Dill und Co. im Tiefkühlschrank für bis zu 12 Monaten aufbewahren. Das Vakuumieren ist dabei die Methode, die die längste Haltbarkeit und das beste Aroma verspricht. Grund ist hier, dass kein Sauerstoff vorhanden ist. Kälteliebenden Bakterien fehlt somit die Grundenergie sich zu vermehren und Stoffwechsel zu betreiben. Vakuumiergeräte sind in der Anschaffung allerdings relativ teuer.

Das klassische Einfrieren in Gefrierbeuteln oder Eiswürfelbehältern erfüllt in den meisten Fällen jedoch seinen Zweck. Bis zu einem sechs Monate sind die gefrorenen Kräuter haltbar. Danach führt das Vorhandensein von Sauerstoff und eben auch Mikroorganismen dazu, dass sich die Aromastoffe allmählich abbauen. Es kann unter Umständen auch vorkommen, dass das gewohnte Grün der gehackten Blätter sich ins bräunliche gewandelt hat. Dies passiert sehr häufig bei mediterranen Kräutern wie Rosmarin oder Salbei. Die aromatischen ätherischen Öle sind jedoch trotzdem vorhanden.


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