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Basilikumarten und Basilikumsorten vorgestellt - eine Übersicht

Der Basilikum zählt zweifelsohne zu den beliebtesten Küchenkräutern. Ob für Pasta, für Tomatengerichte oder aber auch für viele asiatische Speisen, Basilikum ist vielseitig verwendbar und gibt Gerichten eine unverkennbare Note. Allerdings gibt zahlreiche Basilikumarten und -sorten, die sich in Aussehen, Geruch und Geschmack zum Teil deutlich voneinander unterscheiden. In diesem Artikel erhalten Sie einen Übersicht der wichtigsten Sorten inklusive Tipps zur Verwendung.

Die wichtigsten Basilikumsorten

Im Basilikum sind zahlreiche geschmackstragende ätherische Öle vorhanden, die sich in ihrer Zusammensetzung deutlich unterscheiden können. Hierzu zählen u.a. die zu den Terpenen gehörenden Stoffe Pinen, Camphen, Myrcen und Ocimen. Der Geschmack bzw. das Aroma von Basilikum ist davon abhängig, welche Anteile die geschmackstragenden ätherischen Öle besitzen.

Basilikumsorten und -arten

Genoveser – Der Klassiker

Die Basilikumsorte Genoveser dürfte wohl die bekannteste Sorte der Art Occimum basilicum sein. Sie zeichnet sich durch große, grüne Blätter die das verkörpern, was allgemein unter Duft und Geschmack von Basilikum bekannt sein dürfte. Die Sorte Genoveser spielt in der italienischen Küche eine sehr große Rolle. Dort wird sie u.a. als Gewürz für Pastasaucen, für Pesto oder für zahlreiche Tomatengerichte oder -salate verwendet.

Sind die Anbaubedingungen perfekt, so dürfen sich Gärtner über eine Pflanze mit äußerst intensiven Duft freuen, der unter Umständen bereits in einigen Metern Entfernung wahrzunehmen ist. Der Geschmack von Genoveser erinnert an eine Mischung aus Anis, Kampfer und ein wenig Pfeffer.

Pistou-Basilikum

Der Pistou-Basilikum, der allgemein auch als feinblättriger Basilikum bekannt ist, zeichnet sich neben seinen kleinen Blätter durch ein sehr dichten Blattbewuchs aus. Die Sorte wird botanisch als Ocimum basilicum var. Minimum bezeichnet und ist bei vielen Saatgutherstellern ein Standardprodukt.

Feinblättriger Basilikum ist geschmacklich der Genovesersorte ähnlich, wenngleich auch etwas milder. Beliebt ist diese Sorte vor allem für Käse- und Brotgerichte, für Tomatensalate und natürlich für die namensgebende Sauce Pistou, die neben Knoblauch und feinblättrigem Basilikum aus Olivenöl, Pinienkernen und Pesto besteht.

Anisbasilikum

Deutlich unbekannter dürfter der Anisbasilikum sein, der ebenfalls eine Sorte der Art Occimum basilicum darstellt. Diese Basilikumsorte hat in der Regel glatte grüne Blätter mit meist rötlichen Stängeln. Wie der Name es bereits verlauten mag, erinnert der Geschmack dieses Krauts sehr an Anis mit einem leicht pfeffrigen Unterton. Anisbasilikum eignet sich für die Zubereitung von süßen Speisen, für asiatische Gerichte sowie für Salate und pikante Suppen.

Rotblättrige Basilikumsorten

Es gibt mehrere Züchtungen und Sorten, die eine auffalende rote, dunkelrote bis rostrote Blattfärbung aufweisen. Die rote Färbung der Blätter wird durch den Farbstoff Anthocyan verursacht, der in hohen Anteile in den Blättern und Stängeln des Krauts gebildet wird. Meistens sind diese Basilikumsorten etwas herber im Geschmack als die grünblättrigen Arten. Die bekanntesten rotblättrigen Arten sind:

  • Dark Opal
  • Chianti
  • Moulin Rouge
  • Purple Delight

Auch wenn der Geschmack etwas herber, und mitunter auch leicht schärfer (z.B. beim Dark Opal) ist als die der grünen Sorten, lassen sich die rotblättrigen Sorten sehr gut als Gewürz für verschiedene Speisen verwenden. Gern werden die roten Blätter für Salate verwendet, in dem sie auch gut zur Geltung kommen. Selbstverständlich lassen sich jedoch die rotblättrigen Arten auch für sämtliche anderen italienischen Speisen einsetzen.

Thai-Basilikum

Als Thai-Basilikum werden im Grunde drei verschiedene Basilikumarten zusammengefasst. Der so genannte Horapa (oder Bai Horapa) ist eine Unterart des uns bekannten Basilikums (Occimum basilicum var. thyrsiflorum) und zeichnet sich durch einen eher süßlichen Geschmack aus, der sehr an einer Mischung aus Anis und Lakritze erinnert. Horapa wird in der thailändischen Küche vor allem bei der Zubereitung von Saucen, Suppen und einigen Reisbandnudelgerichten verwendet. Es gibt im Übrigen zahlreiche Sorten dieser Unterart, die sich in Blattform und Blütenfarbe zum Teil deutlich voneinander unterscheiden.

Neben Horapa sind noch die Bezeichnungen Krapao und Maenglak bekannt, die im botanischen Sinne jedoch andere Basilikumarten sind. Bei Krapao handelt es sich um die Art Ocimum tenuiflorum, die auch als Indisches Basilikum (Tulsi) bekannt ist. Streng genommen ist der Krapao sogar eine eigene Sorte des indischen Basilikums und enthält eine etwas andere Zusammensetzung an ätherischen Ölen, die sich deutlich im Geschmack bemerkbar machen. Ein aromareicher indischer Basilikum erinnert im Geschmack an eine Mischung zwischen Nelken und Piment. Krapao ist ebenfalls ein beliebtes Gewürz in der thailändischen und vietnamischen Küche.

Die letzte Art, die unter dem Begriff Thai-Basilikum beschrieben wird, ist der Maenglak. Bei dieser Basilikumart handelt es sich um einen so genannten Hybriden, der aus dem echten Basilikum (Occimum basilicum) und dem amerikanischem Basilikum (Occimum americanum) entstanden bzw. vielmehr gezüchtet worden ist. Im Handel oder bei Saatgutherstellern wird diese Art häufig unter dem Namen Zitronenbasilikum oder Limonenbasilikum geführt. Gelegentlich wird diese Art unter dem botanischen Namen Occimum citridorum geführt.

Afrikanischer Basilikum

Bei uns gilt der afrikanische Basilikum als echte Rarität. Die in der Kilimandscharoregion beheimatete Art ist mehrjährig, neigt zum Verholzen und unterscheidet sich vom Geschmack auffällig von den oben genannten Arten. Das ätherische Öl Kaempferol erzeugt den typischen Geschmack nach Kampfer mit einer leicht herben Note und einer Prise Anis.

Die Art wird im botanischen als Occimum kilimandscharicum bezeichnet. In der Küche passt der afrikanische Basilikum hervorragend zu Fischgerichten, kräftigen Suppen sowie auch Tomatengerichte.


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