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Süßholz

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Foto von SüßholzSüßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine wichtige Nutzpflanze für die Lebensmittelindustrie. Der in den Süßholzwurzeln enthaltende Saft ist die Basis für die Herstellung von Lakritze. Doch auch als Heilpflanze hat das Süßholz eine große Bedeutung. Die getrockneten Wurzeln des Hülsenfrüchtlers können nämlich u.a. bei Magengeschwüren, Gastritis und Bronchitis helfen. Durch ihr liebliches und wohlschmeckendes Aroma ist sie eine beliebte Arzneipflanze, die jedoch nicht langfristig und in hohen Mengen konsumiert werden sollte.

Pflanzenmerkmale und Systematik vom Süßholz

Herkunft und Vorkommen von Süßholz

Das echte Süßholz stammt mit ziemlicher Sicherheit aus Südwestasien. Einige andere Süßholzarten (siehe unten) kommen dahingegen aus Zentralasien. Da die Pflanze nicht sonderlich anspruchsvoll in punkto Klima ist, findet man sie auch verwildert in der Mittelmeerregion. Da Süßhölzer wirtschaftlich von Bedeutung sind, wird die Pflanze in zahlreichen Ländern wie Russland, Iran, Bulgarien, Spanien oder der Türkei angebaut.

In Deutschland wurde von 1520 bis etwa 1950 großflächig Süßholz im Raum Bamberg angebaut. Durch die Industrialisierung der Zuckerwirtschaft wurde der Bedarf nach den süßen Wurzeln nach und nach weniger.

Wild lässt sich Süßholz vor allem dort antreffen, wo sonnige Standorte mit nährstoffreichen und locken Böden vorkommen.

Systematik vom Glycyrrhiza glabra

Das echte Süßholz (Glycyrrhiza glabra) gehört zur großen Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Eine Verwandtschaft besteht damit zu wichtigen Wirtschaftspflanzen wie Erbse und Bohne sowie zu anderen Heilkräutern wie der Hauhechel oder dem Rotklee. Zur Gattung der Süßhölzer (Glycyrrhiza) sind derzeit etwa 20 Arten bekannt. Bekanntere Arten aus dieser Gattung sind:

  • russisches Süßholz (Glycyrrhiza echinata)
  • chinesisches Süßholz (Glycyrrhiza uralensis)
  • aufgeblasenes Süßholz (Glycyrrhiza inflata)

Süßhölzer werden häufig synonym auch als Lakritzpflanze bezeichnet.

Merkmale von Süßholz

Mit Wuchshöhen zwischen 60 und 180 cm ist das echte Süßholz eine typische mehrjährige krautige Pflanze. Es handelt es sich nicht um einen Baum, wie der Name eventuell vermuten ließe. Der Name stammt vielmehr von den süßlich schmeckenden Wurzeln und Ausläufern (Rhizome) der Pflanze. Die Süßholzwurzeln selbst haben eine hellbraune Färbung und sind kräftig bzw. stark durch Ligineinlagerungen verholzt.

Süßhölzer haben ganz charakteristische Blätter. Etwa 9 bis 17 einzelne Blätter stehen sich jeweils als Blattpaar an den behaarten und aufrecht wachsenden Stängel gegenüber. Jedes einzelne Blatt hat eine gefiederte und ründlich-spitz zulaufende Form. Die Blätter können bis zu 6 cm lang werden und haben eine meist dunkelgrüne Färbung. Außerdem sind sie häufig gewellt und im Gegensatz zum Stängel nicht behaart.

Blätter von Süßholz
Die lanzettlichen Blätter von Süßholz (Glycyrrhiza glabra)

Als Vertreter der Hülsenfrüchtler hat das Süßholz die für die Familie typischen Schmetterlingsblüten. Die Blütezeit ist zwischen Anfang August und Mitte Oktober zu erwarten, wo das Süßholz violette bis cremeweiße Blüten entwickelt. Mehrere Blüten sitzen in einer Ähre. Jede einzelne Blüte kann bis zu einem cm lang werden. Auffällig ist der glockenförmige Blütenkelch mit mehreren spitzförmigen Kelchzähnen.

Blüte von Süßholz
typische Schmetterlingsblüten des Süßholzes (Foto: dabjola / fotolia.com)

Zur Fruchtreife entwickeln sich aus den Süßholzblüten bis zu 3,5 cm lange und fast einem Zentimeter breite Hülsenfrüchte, die meist nur gering behaart sind. Jede einzelne Hülse enthält meist zwischen 2 und 5 dunkelbraune Samen.

Fruchtstand von Süßholz
nach der Blütezeit entwickeln sich aus den Süßholzblüten kolbenartige Fruchtstände

Süßholz – Anbau, Aussaat und Pflege

Süßholz ist zwar nicht heimisch bei uns, dennoch lässt sich die Pflanze bei uns anbauen. Will man die süß schmeckenden Wurzeln jedoch ernten, so ist etwas Geduld notwendig, da bis zu drei Jahre vergehen können, bevor man die Wurzeln nutzen kann. Doch auch ohne Ernteabsicht ist Süßholz eine recht markante und hübsch anzusehende Blütenpflanze.

Standort: Süßholz benötigt einen sonnigen bis vollsonnigen Platz im Garten. Die Böden sollten nährstoffreich, etwas durchlässig und vor allem tiefgründig sein. Da Süßholz recht tiefe Pfahlwurzeln entwickeln, sind flache und schwere Böden eher nicht zu empfehlen. Lehmhaltige Böden, die sich noch gut bearbeiten lassen, sind optimal. Sandige Böden sollten vor dem Anbau mit Tonmehl durchmischt werden

Aussaat: Die Süßholzsamen können im späten Frühjahr ab Mai direkt ins Freiland ausgesät werden. Empfohlen wird jedoch eine Vorkultur zwischen Ende Februar und Mitte März in einer nährstoffarmen Aussaaterde. Wenn die Süßholzpflanzen im Freiland wachsen sollen, so sollte ein Pflanzabstand von mindestens 50 x 50 cm eingehalten werden, da die Wurzeln recht breite Ausläufer entwickeln. Ein Anbau auf Balkon oder Terrasse ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings sollten aufgrund der Pfahlwurzeln und Wuchshöhe dann eher tiefe Kübel gewählt werden. Als Erde kann eine gute Kräutererde, aber auch eine normale Blumenerde verwendet.

Dünger: Wächst das Süßholz in einem nährstoffreichen Boden, sind in den meisten Fällen keine zusätzlichen Düngergaben erforderlich. Im Folgejahr sollte jedoch etwas Kompost oder ein humusbildender organischer Dünger oberflächennah in den Boden eingearbeitet werden. Bei Kübel- und Topfkulturen sollte etwa alle fünf bis sechs Wochen eine zusätzliche Nährstoffversorgung mit einem guten Universaldünger erfolgen. Ein typischer Kräuterdünger sollte gemieden werden, da im Fall des Süßholzes bei vielen Produkten unzureichende Phosphormengen enthalten sind.

Gießen: Der Wasserbedarf der Pflanze ist recht gering. Süßholz verträgt trockene Zyklen in den meisten Fällen sehr gut. An sehr heißen Tagen mit nur wenigen Niederschlägen sollte zumindest jeden zweiten Tag gegossen werden.

Schädlinge: Süßholzpflanzen die in Gärten angebaut werden, die Probleme mit Wühlmäuse haben, können recht häufig befallen werden. Neben den üblichen Vertreibungsmittel kann es hilfreich sein, zwischen dem Süßholz Steinklee anzubauen. Selten, aber möglich, ist außerdem ein Befall einer Bohrkäferart namens Getreidekapuziner (Rhizopertha dominica). Die Käferlarven entwickeln sich vor allem bei Temperaturen um die 25 °C sowie hoher Luftfeuchtigkeit.

Überwinterung: Grundsätzlich können die Pflanzen im Winter im Freiland gehalten werden. Süßholz gilt als frosttolerant. Bei jungen Pflanzen (bis zu einem Jahr) sollte allerdings etwas Reisig oder Vermiculit auf die Bodenoberfläche rund um den Süßholz gelegt bzw. gestreut werden.

Ernte: Geernet werden ausschließlich die Wurzeln bzw. verholzten Ausläufer des Süßholzes. Um diese ernten zu können, muss die Pflanze mindestens drei bis vier Jahre wachsen. Die beste Erntezeit ist dann nach der Blütezeit.

Verwendung von Süßholz

Süßholz wird bei uns sowohl in der Küche als auch als Heilpflanze verwendet. Die süßlich schmeckenden Wurzeln sollten jedoch immer nur in Maßen verzehrt werden.

Süßholz in der Küche

In der Küche spielt Süßholz zumeist als natürliches Süßungsmittel eine Rolle. Die Süßkraft ist etwa 50 Mal höher als die von handelsüblichem Kristallzucker. Neben dem süßen Geschmack begleitet eine leichte Anisnote das Aroma der geraspelten Wurzel. Die weit verbreitete Ansicht, dass Süßholz ein Zuckeraustauschstoff ist, kann getrost in das Land der Legenden überführt werden. Die Wurzeln enthalten nämlich sowohl Glucose als auch Saccharose.

Als Alternative zu Zucker kann Süßholz praktisch überall dort eingesetzt werden, wo ein süßlicher Geschmack gewünscht ist. Meist werden jedoch anderen Kräutern wie Stevia oder das aztekische Süßkraut bevorzugt. Gelegentlich werden Kekse oder Krapfen mit Süßholz zusätzlich gewürzt.

Eher unbekannt, aber dennoch interessant ist die Verwendung der ganzen Wurzel für die Zubereitung von Fleischgerichten. Wenn ein lieblicher Geschmack gewünscht ist, können ganze Süßholzwurzeln mit angebraten oder in das Fleisch gesteckt werden.

Wirtschaftlich ist Süßholz vor allem für die Herstellung von Lakritze bedeutsam. Außerdem werden die Wurzeln industriell für die Produktion von Likören und Bonbons verwendet.

Lakritze ist das bekannteste Süßholzprodukt
Lakritze und geerntete Süßholzwurzeln (Foto: Orlando Bellini / fotolia.com)

Exkurs: Herstellung von Lakritze

Um die typische Lakritze herstellen zu können, müssen zunächst die Inhaltsstoffe aus der Süßholzwurzel extrahiert werden. Die zerkleinerten Wurzelstücke werden dabei zunächst in einem Gefäß mit Wasser ausgekocht. Einige Inhaltsstoffe, die in das Wasser übergehen, färben sich dabei schwarz, wodurch die typische Färbung erklärt werden kann.

Damit das wässrige Extrakt nun auch verwendet werden kann, wird es u.a. mit Stärke oder Mehl eingedickt. Gleichzeitig werden andere Zutaten wie Fenchelöl, Anis, Salz, Glucosesirup und Gelantine beigemischt und zu einer formbaren Masse verrührt. Meist durch Hilf von Gießanlangen entstehen dann die typischen Lakritzformen.

Übrigens: Viele heute erhältliche Lakritzprodukte enthalten nicht ausreichend genug Süßholz, um eine schwarze Färbung entstehen zu lassen. Daher werden meist zusätzliche Stoffe verwendet, die der Lakritze eine schwarze Färbung verleihen.

Süßholz als Heilkraut

Sowohl in der Heilkunde des Mittelalters als auch in der heutigen Naturheilkunde war und ist das Süßholz ein wichtiges Heilkraut. Die gesamte Pflanzengattung der Süßhölzer wurde im Jahr 2012 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gekürt, was ihre heutige Bedeutung eindrucksvoll unterstreicht.

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Süßholzes ist laut einigen alten Aufzeichnungen des römischen Arztes Dioskurides sowie des griechischen Naturforschers Theophrastos von Eresos seit der Antike bekannt. Zu jener Zeit wusste man, dass die Wurzeln in der Lage sind das Hunger- und Durstgefühl zu unterdrücken. Das mag wohl auch eines der Gründe gewesen sein, weswegen es quasi zur Standardausrüstung der römischen Legion gehört hat.

Aus den Kräuterbüchern des späten Mittelalters lässt sich herauslesen, dass viele der heute bekannten Heilwirkung auch zu jener Zeit bereits bekannt waren. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wird erwähnt, dass der Wurzelsaft dem hitzigen Magen bekommt und die Brust und Lungen reinigt. Dargereicht wurde Süßholz in Form von Tee oder Heilweinen, bei dem die Wurzel im Wein aufgekocht wurde. Solche Heilweine wurden zu jener Zeit gegen Harn- und Nierenbeschwerden verwendet, was aus heutiger medizinischer Sicht jedoch nicht mehr zu vertreten ist.

Äußerlich galt Süßholz zu jener Zeit als Mittel gegen Augenausfluss und Geschwüren an den Augen. Auch als Wundheilungsmittel sowie bei Geschwüren am Mund wurde pulverisierte Süßholzwurzel verwendet und mit Weizenmehl vermischt.

Süssholz im mittelalterliches Kräuterbuch
Beschreibung von Süßholz als Heilkraut im Kräuterbuch von Matthioli

In der heutigen Naturheilkunde gilt das Süßholz als wichtiges Arzneimittel. Verwendet werden dabei ausschließlich die verholzten Teile der Pflanze, die zahlreiche medizinische Inhaltsstoffe enthalten. Besonders hervorzuheben ist das enthaltende Glycyrrhizin, das zur Stoffgruppe der Saponine gezählt wird. Glycyrrhizin hat vor allem entzündungshemmende und teils antivirale Eigenschaften [1]. Neben diesem Stoff enthält Süßholz auch Phytosterole, viele native Flavonoide wie das Liquiritin sowie einige Aminosäuren. Diese Stoffe wirken in ihrer Gesamtheit zudem auswurffördernd, krampflösend und schleimlösend.

Die Hauptanwendungsgebiete der Süßholzwurzel sind grippale Infekte mit Husten sowie Magenbeschwerden. Insgesamt wird die Wurzel heute vor allem für die folgenden Beschwerdebilder und Krankheiten verwendet:

  • grippale Infekte / Erkältungen
  • akute und chronische Bronchitis
  • Husten im Allgemeinen
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Magenkrämpfe
  • Magengeschwüre
  • möglicherweise Hepatitis C
  • Herpes
  • Blähungen
  • Durchfall
  • mangelndes Durstgefühl
  • Rheuma

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist die Süßholzwurzel eine wichtige Arzneipflanze. Dort gilt die Lakritzpflanze als süßes Tonikum, die vor allem bei Beschwerden im Milz-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und Lungenbereich verwendet wird. Behandelt werden dort neben Bronchitis und Magenbeschwerden auch Krankheiten die durch Viren- oder Pilzbefall verursacht werden oder Autoimmunerkrankungen wie die rheumatoide Arthritis und Morbus Crohn.

Die häufigste Form der Darreichung ist die Zubereitung eines Süßholztees. Hierfür wird etwa 1 Teelöffel geschnittene Süßholzwurzel (Liquiritae radix) mit 200 ml heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte etwa 7 bis 9 Minuten ziehen, bevor er in kleinen Schlücken getrunken wird. Wird Süßholz gegen Husten verwendet, so kann man auch eine Teemischung aus weiteren Heilkräutern wie Spitzwegerich und Thymian zubereiten. Bei Magenbeschwerden können hingegen weitere Kräuter wie Tausendgüldenkraut, Pfefferminze oder Zitronenmelisse zusätzlich helfen. Die Dauer des Konsums von Süßholzmedikationen sollte vier bis fünf Wochen nicht überschreiten. Die maximale Einnahme pro Tag sollte bei Erwachsenen nicht mehr als 15 Gramm (Süßholzwurzel, Lakritze) betragen.

Neben Tee wird in der Pflanzenheilkunde noch Lakritz als Heilanwendung genutzt. Medizinische Lakritze wird vor allem gegen Husten sowie bei Magenbeschwerden gegessen. Bewährt hat sich Lakritze außerdem bei alkoholinduzierten Kopfschmerzen (Kater). Medizinische Lakritze enthält meist Salmiak (Ammoniumchlorid), das u.a. zusätzlich gegen Husten helfen kann. Hier sollten jedoch strikt die jeweiligen Packungsbeilagen beachtet werden, da bei ungezügeltem Konsum Nebenwirkungen auftreten können.

Nebenwirkungen: Die medizinische Wirksamkeit des Süßholzes ist zwar durch viele Studien belegt und die Nebenwirkungen sind in der Regel überschaubar. Dennoch sollten Menschen mit bestehendem Herz- oder Nierenleiden die Anwendung mit dem behandelnden Arzt besprechen. Vor allem Betroffene, die Medikamente zur Steigerung der Harnproduktion (Diuretika) einnehmen, sollten auf eine längere Einnahme von Süßholz verzichten.

Lakritz und Süßholz in der Schwangerschaft: In der Schwangerschaft sollte nach Möglichkeit auf die Einnahme von Süßholzprodukten verzichtet werden. Nach Auswertung einer finnischen Langzeitstude erklärt der Bundesverband der Frauenärzte, dass die Einnahme von Süßholz oder Lakritz die Aktivität der Nebennierenrinde anregt und vermehrt Cortisol produziert. Das Cortisol gelangt in den Blutkreislauf des ungeborenen Babys und kann später zu Entwicklungsverzögerungen oder sogar zu einer leichten geistigen Unterentwicklung führen [3].

Süßholz kaufen - Was gibt es zu beachten?

Durch die gesteigerte Medienwirkung in den letzten Jahren sowie durch die teils hervorragenden Heilwirkungen des Süßholzes, ist der Bedarf deutlich gestiegen. Neben der Verwendung als Heilkraut finden auch viele Gärtner Gefallen an den Blüten der Pflanze.

Frische Pflanzen gibt es gelegentlich in Fachgartenmärkten bzw. Pflanzencentern zu kaufen. Auch größere Staudenmärkte und der Onlinehandel können eine mögliche Quelle für kleinere Süßholzpflanzen sein. Bei den Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter eine sattgrüne Farbe hat. Die Erde sollte nach Möglichkeit nicht durchnässt sein, da sonst ein gewisses Schimmelrisiko besteht.

Samen gibt es meist nur bei kleineren Saatguthändlern im Internet zu kaufen. Die meisten großen Saatguthersteller bieten derzeit keine Süßholzsamen an. Die Samen sollten nicht länger als zwei Jahre alt sein.

Süßholzwurzeln erfreuen sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit und sind gelegentlich sogar im Lebensmitteleinzelhandel anzutreffen. Fündig wird man jedoch auf jeden Fall auf Onlinemarktplätzen, wo sich sowohl ganze als auch geschnittene Wurzeln kaufen lassen. Die unversehrten Wurzeln lassen sich übrigens auch Kauen, wohingegen die geschnittenen direkt für Teezubereitungen oder zur Herstellung von Lakritze geeignet sind.

Gemahlene Süßholzwurzeln werden häufig als Lakritzpulver verkauft und dienen vor allem als Gewürz für Desserts und Saucen. Beim Kauf sollten Produkte bevorzugt werden, die nicht in durchsichtigen Beuteln verkauft werden. Das Pulver sollte in jedem Fall kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Quellen und Literaturverweise

  • [1] Shamsa, F. et al. (2010): The Anti-inflammatory and Anti-viral Effects of an Ethnic Medicine: Glycyrrhizin. In: Journal of Medicinal Plants, Vol.9, S. 1 - 28.
  • [2] Damle, M. (2014): Glycyrrhiza glabra (Liquorice) – a potent medicinal herb. In: International Journal of Herbal Medicine, Vol. 2, S. 132-136, ISSN:2321-2187.
  • [3] Räikkönen, K. et al. (2017): Maternal Licorice Consumption During Pregnancy and Pubertal, Cognitive, and Psychiatric Outcomes in Children. In: American Journal of Epidemiology, Vol. 185, S. 317-328, doi: 10.1093/aje/kww172
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