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Salbei - Kräutersteckbrief

Salbei - Merkmale, Anbau und Verwendung

Botanischer Name: Salvia officinalis

Der echte Salbei zählt zu einem der ältesten bekannten Heilpflanzen überhaupt. Bereits in der Antike und im Mittelalter war er so berühmt, dass zeitweise nur vertraute Menschen mit dem Sammeln des Krautes beauftragt wurden. Auch heute findet der Salbei bei vielen Beschwerden Anwendung. Außerdem ist er ein bekanntes Küchenkraut, welches für eine Vielzahl an Speisen Verwendung finden kann.

Pflanzenmerkmale und Systematik des Salbeis

Herkunft und Vorkommen des echten Salbeis

Der echte Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Bereits in der Antike und im frühen Mittelalter wurde der Salbei in andere Länder eingeschleppt und als Heilkraut angebaut. In Deutschland wurde er vor allem im Zuge der Klostergärten kultiviert. Heute wird er in vielen anderen Ländern, darunter Südfrankreich, Ungarn oder Kroatien angebaut. Wild findet sich der echte Salbei heute noch in vielen Gebieten Italiens, vor allem entlang der Adriaküste. Er ist vor allem an kalkhaltigen, steinigen und sandigen Gegenden zu finden.

Systematik vom echten Salbei

Der echte Salbei (Salvia officinialis L.) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) sowie ferner zur Unterfamilie Nepetoideae. Damit ist die Pflanze mit anderen bekannten Kräutern wie Bohnenkraut, Lavendel oder Thymian verwandt.

Die Gattung der Salbeipflanzen (Salvia) ist sehr artenreich. Einige Quellen geben an, dass die Gattung mehr als 1000 Arten umfasst. Darunter weitere bekannte Salbeiarten wie der Wiesensalbei (Salvia pratense), der auch in Teile Deutschlands wild angetroffen werden kann. Viele andere Salbeiarten werden als Zierpflanzen in Gärten kultiviert, darunter z.B. der Feuersalbei (Salvia splendens), der Muskatellersalbei (Salvia sclarea) oder der gedrängte Salbei (Salvia confertiflora).

Merkmale vom Salbei

Der echte Salbei ist ein mehrjähriger Halbstrauch, der in der Regel Wuchshöhen zwischen 40 und 60 cm erreicht. Unter guten Standort- und Klimabedingungen kann er jedoch auch Höhen bis zu einem Meter aufweisen. Die Pflanze ist ausdauernd und an trockene Standorte angepasst. Salbei kann recht tief wurzeln und ein ausgeprägtes Feinwurzelsystem entwickeln.

Salbei bildet längliche und fast eiförmige Blätter aus, die einen stark aromatischen Duft verströmen. Die Blätter sind mit einem weißen Filz an beiden Blattseiten behaart. Die Sproßachsen verholzen mit der Zeit von unten nach oben. In der Regel sind die oberen Blätter kürzer gestielt als die unteren Blätter.

Der echte Salbei bildet zur Blütezeit (Mai bis Mitte Juli) meist weiße oder violette Blüten (mitunter auch zartrosa oder violett) aus. Die Blüten mit ihrer typischen Lippenform sind in so genannten Quirlen (ährenähnlich) angeordnet. Die obere Lippe hat zwei Lappen, im Gegensatz zur unteren Lippe, welche drei Lappen aufweist. Die Blüte hat stets zwei Staubblätter. Zur Zeit der Fruchtreife bildet der echte Salbei kleine Nussfrüchte.




Salbei aussäen und pflanzen

Am besten gedeiht Salbei demnach an einem Standort in der prallen Sonne und magerem Boden. Der Boden sollte etwas sandig sein und nur wenig tonreich sein. Sehr lehmhaltige Böden müssen mit Zuschlagstoffen wie Lava oder Bims aufgearbeitet werden. Böden, die Staunässe fördern, sind strikt zu meiden. Entsprechende Gaben von Gartenkalk und/oder Steinen in der Erde fördern das Wachstum von Salbei.

Der echte Salbei (Salvia officinalis) lässt sich sowohl aus Samen ziehen wie auch über Stecklinge vermehren. Die Aussaat von Salbeisamen erfolgt ab Ende Februar auf der sonnigen Fensterbank im Haus oder ab Mai im Freiland. Salbei ist ein Lichtkeimer; die Samen müssen nur leicht in die Erde gedrückt werden. Bis sich die ersten Keimblätter zeigen, vergehen etwa zwei Wochen.

Für die Vermehrung über Stecklinge wird von einer älteren Mutterpflanze ein kräftiger Trieb abgeschnitten und direkt in kalkreiche Kräutererde gesteckt.

Die Pflege von Salbei bedarf meist nur wenig Aufwand. Das berühmte Heil- und Gewürzkraut ist eine relativ anspruchslose Pflanze. Dieser Umstand ist nicht zuletzt auf die ursprüngliche Heimat des Salbeis zurückzuführen: karge Gebirgslandschaften im Mittelmeerraum, in denen eine regelmäßige Bewässerung vergleichsweise selten ist. Dementsprechend wenig Wasser benötigt Salbei. Dennoch sollte die Erde nie vollständig austrocknen. Ein Test, der anzeigt, ob Salbei gegossen werden muss, ist folgender: Man steckt den Finger bis zum Fingernagel in die Erde. Ist die Erde an dieser Stelle bereits trocken, wird gegossen. Ist noch ausreichend Feuchtigkeit im Boden vorhanden, kann noch etwas gewartet werden.

Ebenso genügsam ist Salbei hinsichtlich des Düngens. Lediglich zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr wird Dünger in die Erde eingearbeitet. Als Dünger eignen sich Gaben von Kompost, die am besten mit Sand gemischt werden. Empfehlenswert ist auch das Zugeben von etwas Urgesteinsmehl (nicht mehr als 5 % vom Gesamtsubstrat). Ausnahme in der Düngermenge bilden Exemplare, die im Supermarkt gekauft wurden und umgetopft werden. Hier empfiehlt sich etwa ein bis zwei Wochen nach dem Umtopfen die Gabe von Dünger.


Der echte Salbei (im Handel auch als Küchensalbei, Gartensalbei bekannt) zählt zu den mehrjährigen Kräutern. Kalte Winter übersteht das Kraut, trotzdem sollten Exemplare, die im Garten wachsen, vorsichtshalber mit Reisig oder Laub vor dem Schnee abgedeckt werden. Salbei, der in Topfkultur gehalten wird, wird zu Ende Oktober ins Haus geholt. Dieser überwintert am besten im Treppenhaus oder Wintergarten. Gleiches gilt für die Exoten unter den Salbeiarten, die nicht in Europa heimisch sind, zum Beispiel: Dreifarbiger Salbei, Fruchtsalbei (Salvia dorisiana), Peruanischer Salbei, Limonensalbei oder Ananassalbei.

Nach dem Frost wird Salbei im Frühling zurückgeschnitten, um einen kräftigen Neuaustrieb zu unterstützen. Als Orientierung gilt eine Höhe einer Hand hoch über dem Boden oder aber – wenn die Basis der Pflanze bereits verholtzt ist – das Ende der oberen Verholzung. Einschnitte in die verholtzten Pflanzenteile des Salbeis sind zu vermeiden.

Exkurs: Die Salbei-Familie

Neben der biologischen Bedeutung – Salbei ist ein Anzugspunkt vieler Insekten, die ihrerseits zur Bestäubung von Nutz- und Zierpflanzen beitragen – wartet Salbei mit optischen Vorzügen auf. Salbei gibt es in einer schier unendlichen Vielfalt an Blattfarben und-formen sowie Blütenfarben. Die Farbe der Salbeiblätter kann sowohl grün (z.B. Breitblättriger Salbei, Dalmatinischer Salbei) wie auch gelb (z.B. Gelbbunter Salbei), violett (z.B. Purpursalbei) bis rot, weiß-grün oder grün-gold (z.B. Goldsalbei) gescheckt sein. Die Form der Blätter variiert zwischen der bekannten leicht haarigen Variante bis hin zur gekräuselten Form (z.B. Krauser Gewürzsalbei). Noch abwechslungsreicher ist nur noch die Farbe der Salbeiblüten: weiß, gelb, rot, rosa, blau oder violett (z.B. Muskatellersalbei).


Mehltau und Spinnmilben sind diejenigen Pflanzenkrankheiten, von denen Salbei gelegentlich befallen wird. Gegen Mehltau bei Salbei hilft ein Hausmittel. 10 ml Milch werden mit 90 ml Wasser verdünnt und in eine Sprühflasche gegeben. Mit dieser Mischung werden die betroffenen Pflanzenteile behandelt. Bei großflächigerem Befall sollte die Salbeipflanze großzügig gekürzt werden. Der Schnittabfall wird mit dem Hausmüll entsorgt. Auf dem Kompost gelagert besteht die Gefahr, dass der Pilz auf andere Pflanzen übergreift. Spinnmilben, darunter auch die rote Spinnmilbe, wird man Herr, indem Salbei mit Kieselgur behandelt wird. Kieselgur ist ein ökologisch verträgliches Insektenbekämpfungsmittel, gegen das Schädlinge im Gegensatz zu chemischen Insektiziden nicht resistent werden.

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Salbei und dessen Verwendung

Die beste Zeit, um Salbei zu ernten, ist die Zeit vor der Blüte. Mit der Blüte geht das Aroma verloren. Entweder werden die Salbeiblätter zu diesem Zeitpunkt großzügig abgeerntet oder die Blüten abgeknappt. So wächst die Pflanze kräftig weiter, ohne die Kraft in Bildung von Samen in den Blüten zu stecken.

Salbei in der Küche

Ebenso intensiv wie der Duft von Salbei ist, ist auch der Geschmack: angenehm bitter und würzig. Gegessen werden nicht nur die Blätter, auch die Salbeiblüten sind essbar. Geschmacklich gibt es dennoch Unterschiede zwischen den Arten, die insbesondere bei den exotischen Salbeiarten zutage treten. So gibt es Salbei, der ein Aroma nach Limonen (Limonensalbei), Ananas (Ananassalbei), Eukalyptus (Peruanischer Salbei), Guaven (Guavensalbei), Pfirsich (Pfirsichsalbei), Honigmelonen (Honigmelonensalbei) oder Marzipan (Marzipansalbei) verströmt.

Die Pflanze hat sich mittlerweile zu einer unverzichtbaren Gewürzpflanze in zahlreichen Gerichten etabliert. Vor allem die italienische Küche setzt auf Salbei, bspw. beim Kalbsschnitzel à la Saltimbocca alla romana auf das obligatorische Salbeiblatt genau wie bei Ossobuco alla milanese und als Füllung in Ravioli . Aber auch Salate (Tomatensalat!), Speisen mit Fisch, Hühnchen und Schwein, Suppen und Käsesoßen erhalten durch Salbei einen besonderen Geschmack.

Eines der einfachsten Rezepte, das Salbei als Zutat enthält, sind in Butter geschwenkte Salbeiblätter (Salbeibutter). Dazu wird Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht; anschließend werden die frischen Blätter in der Pfanne solange erhitzt, bis sie kross werden. Die flüssige Salbeibutter eignet sich hervorragen zu Nudeln oder Gnocchi.

Auch wenn das Aroma frisch geernteter Blätter am intensivsten ist, kann man im Winter ebenso auf die getrocknete oder tiefgefrorene Version zurückgreifen. Wenn Salbei richtig getrocknet und entsprechend gut verschlossen wird, verliert er nur kaum an Aroma. Grundsätzlich gibt es leichte Unterschiede bei der Blattgröße. Junge Blätter schmecken meist deutlich milder als die älteren.

Gelegentlich werden Salbeiblätter als Zutat in der als Kräuter der Provence bezeichneten Mischung verwendet. Allerdings gilt das Kraut nicht als Grundzutat.

Salbei als Heilkraut


Im Mittelalter und der frühen Neuzeit

In den Schriften „Causae et Curae“ – „Ursache und Heilung“ erwähnte die heilkundige Nonne Hildegard von Bingen als Heilkraut, welches vor allem gegen Appetitlosigkeit hilft. Auch in anderen bekannten Kräuterbüchern, z.B. im Gart der Gesundheit oder im Buch von Petri Andreae Matthioli, wird der Salbei als wichtiges Heilkraut dargestellt. P. A. Matthioli erwähnte den Salbei als edles Kraut, welches Ärzten und Köchen gleichsam dienlich ist.

Salbei spielte u.a., in Verbindung mit Thymian, Rosmarin und Lavendel, bei der Bekämpfung der Pest eine große Rolle. Diebe haben sich zur Zeit der Pest mit diesen Kräutern eingerieben und konnten, ohne sich mit den Pest-Erregern (dem Bakterium Yersinia pestis) zu infizieren, plündern.

Weitere bekannte Krankheiten, gegen die die Heilpflanze zum Einsatz kam, waren die rote Ruhr (heute als Dysenterie bezeichnet) sowie die Behandlung „fauler“ Hautgeschwüre. Ebenso wurde Salbei gegen Juckreiz, Harnprobleme, Schlafsucht, Lungenentzündung, Erkältung, Krämpfe, nervöse Unruhe und Gliederschmerzen verwendet. Dabei wurden einerseits pure Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Stiele), aber auch Salbei in Essig, Wein oder als Tee verwendet.




Heutige medizinische Verwendung

Viele der im Mittelalter bereits beschriebenen Behandlungsempfehlungen sind durchaus auch heute noch gültig. Die reichlich im Salbei enthaltenden Inhaltsstoffe sind tatsächlich in der Lage gegen viele Alltagsleiden Linderung zu schaffen. Die Heilwirkung des Salbeis geht dabei vor allem auf die enthaltenden Gerb- und Bitterstoffe der Pflanze aus, die u.a. die Verdauung fördern, Blähungen lindern und Magen- und Darmkrämpfe bekämpfen können. Weitere wichtige Wirkstoffe sind die zahlreich enthaltenden ätherischen Öle, die antibakterielle und teils antivirale Eigenschaften aufweisen.

Salbei wird meist in Form von Tee getrunken. Nach medizinischen Empfehlungen sollten jedoch nicht mehr als drei Tassen Salbeitee pro Tag getrunken werden. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind Dampfbäder, homöopathische Erzeugnisse oder Lutschtabletten.

Der Salbei wird heute als Heilpflanze bei folgenden Krankheiten und Beschwerden naturheilkundlich verwendet:

  • Erkältung bzw. grippale Infekte
  • Rachenentzündung
  • Mundschleimhautentzündung
  • Zahnfleischentzündungen
  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Rheuma
  • leichte Depressionen
  • Hyperhidrose (krankhaftes Schwitzen)
  • Abstillen in der Stillzeit
  • leichte Verdauungsbeschwerden
  • Wundheilung

Beliebt ist der Salbei bei der Behandlung gegen Schwitzen (Hyperhidrose). Salbeitee kann – insofern regelmäßig getrunken – übermäßige Schweißproduktion hemmen. Vermutlich helfen die vor allem in den Blättern enthaltenden Monoterpene und einige Gerbstoffe bei der Regulierung der Schweißproduktion.

Vermutlich bekannter ist das Einsatzgebiet von Salbei bei schmerzhaften entzündlichen Beschwerden im Mund- und Rachenraum sowie bei diversen Zahnerkrankungen. Zu diesem Zweck werden Spülungen mit Salbei, Gurgeln mit Tee oder spezielle Präparate mit Salbei oder Salbeiextrakten empfohlen. Salbei ist nicht nur entzündungshemmend, sondern auch adstringierend, antiseptisch und krampflösend. Das alles sind Gründe, weshalb viele Zahncremes mit Salbei angereichert sind und viele Hustenbonbons Salbei als Zutat enthalten.

Aufgrund der entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung wird Salbei auch in einigen Produkten – vor allem Naturkosmetik – gegen unreine, fettige und pickelige Haut verwendet. Salbei fördert die Regulation der übermäßigen Talgproduktion, klärt die Haut und bekämpft Bakterien, die im Zusammenhang mit Pickeln und Unreinheiten auftreten.

Auf die antibakterielle und reinigende Wirkung von Salbei wird seit altersher auch bei rituellen Räucherungen gesetzt. Ursprünglich wurden Häuser mit Salbei ausgeräuchert, um Hexen, Teufel und Geister zu vertreiben, aber heute noch werden in zahlreichen Kulturen Räucherungen mit Salbei nach Krankheiten – wie damals schon zur Pest im Mittelalter – vorgenommen.

Desweiteren konnte im echten Salbei eine antikanzerogene Wirkung festgestellt werden, die auf die im Salbei enthaltenen Diterpene zurükzuführen ist. Diskutiert wird u.a., ob Salvia officinalis bei der Bekämpfung bestimmter Lymphdrüsenkrebsarten sowie bei Leukämien Verwendung hat. Erste Studien konnten tatsächlich den Zelltod von Tumorzellen initiieren [1].

Vorsicht angesichts der inneren Anwendung ist bei Schwangeren und stillenden Frauen geboten. Salbei enthält östrogenartige Verbindungen, die sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken können und den Milchfluss stillender Mütter unterbinden können. Vor allem Salbeiöl gilt es zu vermeiden; ebenso gilt Vorsicht beim Verzehr größerer Mengen von Salbei bei Kindern. Bei Babycenter.de wird insoweit entwarnt, dass Salbei in der Schwangerschaft als gering dosiertes Würzkraut gegessen werden kann (Babycenter.de – Kräuter, die Schwangere meiden sollten). Für Mütter die hingegen abstillen wollen, ist Salbei sehr zu empfehlen. Hierzu empfehlen sich zwei bis drei Tassen Salbeitee pro Tag. Das Kraut gilt als eines der beliebtesten natürlichen Abstillmöglichkeiten.

Salbei für kosmetische Anwendungen

Ein kosmetischer Bereich, in dem Salbei Verwendung findet, ist die Haarpflege. Genau wie in der Hautpflege wird Salbei in Shampoos gegen fettiges Haar eingesetzt. Die gleiche Wirkung entfalten Spülungen mit Salbeitee. Ein kräftiger Salbeitee (4 Teelöffel getrockneter Salbei auf 300 ml kochendes Wasser, ca. 4 Stunden ziehen lassen) wird mit 500 ml kaltem Wasser verdünnt und als letzten Gang nach dem Shampoonieren über die feuchten Haare gespült. Gegebenenfalls wird das Wasser aufgefangen und wiederholt. Die sog. Salbeirinse wird nicht ausgewaschen. Rinsen mit Salbei helfen nicht nur bei gegen schnell fettende Kopfhaut und fettige Haare, auch graue und dunkle Haare profitieren von Salbeispülungen. Dunkle Haare werden satter in der Farbe und der eventuelle Gelbstich grauer Haare wird durch Salbeispülungen abgeschwächt.

Salbei kaufen - Was gibt es zu beachten?

Frische Salbeipflanzen finden sich nahezu in jedem Supermarkt sowie auf Baumärkten und in Pflanzencentern. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Am besten sind Pflanzen, die große Blätter aufweisen und am Stamm bereits leicht verholzt sind. Diese Merkmale sprechen dafür, dass der Salbei nicht mit Düngern überbehandelt wurde. Hellgrüne Pflanzen, die recht instabile Stängel sowie nur kleine Blätter haben sind meist minderwertig. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter keine hellen bzw. weißen Stellen (Mehltau!) hat. Diese ist beim echten Salbei recht häufig anzutreffen. In Pflanzencentern sollte zudem auf den botanischen Namen geachtet werden, Salvia officinalis. Häufig werden auch andere Salbeipflanzen angeboten, die sich in puncto Aroma und Heilkraft deutlich unterscheiden können. Das gleiche gilt auch für Salbei-Samen.

Getrocknete Salbeikräuter sind ebenso häufig anzutreffen. Bei den meisten Anbietern ist die Qualität sehr gut. Beachtet werden sollte, dass die Kräuter nicht länger als ein Jahr alt sind und aromaversiegelt verschlossen sind. Die Preise sind sehr unterschiedlich und können sich je nach Anbaumethode (bio oder konventionell) stark unterscheiden. In einigen Onlineshops oder auf Marktplätzen lassen sich meist auch größere Mengen (1 kg) bestellen.

Zu weiteren Salbeiprodukte, die im Handel erhältlich sind, zählen Salbeikapseln, Salbeibonbons und fertige Arzneitees. Bei Salbeibonbons ist anzuraten die Zutatenliste zu prüfen. Insofern Salbei-Extrakt enthalten ist, können diese Bonbons bedenkenlos gekauft werden. Zu Salbeikapseln oder Salbeitabletten haben wir derzeit keine Erfahrungsberichte vorliegen. In der Regel werden die Wirkungen, die dort versprochen werden, auch mit Salbeitee erreicht.

Literaturnachweise

  • [1]: Shahneh, F.Z. et al. (2013): Inhibitory and Cytotoxic Activities of Salvia Officinalis L. Extract on Human Lymphoma and Leukemia Cells by Induction of Apoptosis. In: Advanced Pharmaceutical Bulletin, Vol. 3, S. 51-55.

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