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Nachtkerze

Nachtkerze (Oenothera biennis) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Nachtkerze (Schinkenwurzel) Die Nachtkerze gilt heute als eines der besten Heilkräuter bei zahlreichen Hautbeschwerden. Die Samen, die das begehrte Nachtkerzenöl enthalten, sind reich an Gamma-Linolensäuren, die bestimmte Hormonproduktionen beflügeln und Abwehrkräfte mobilisieren können. Die Pflanze mit den ansehlichen gelben Blüten, die auch auf Namen wie Schinkenwurzel, Abendblume oder stolzer Heinricht bezeichnet wird, macht jedoch auch in der Küche eine gute Figur.

Pflanzenmerkmale und Systematik der Nachtkerze

Herkunft und Vorkommen der Nachtkerze

Die gemeine Nachtkerze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Etwa Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Pflanze auf dem Seeweg nach Europa eingeschleppt und fand schnell als Zierpflanze rege Beachtung in vielen Gärten. Da die Nachtkerze sich recht schnell ausbreiten und viele Lebensräume besiedeln kann, war sie innerhalb kurzer Zeit an vielen Orten Europas wild anzutreffen. Die Nachtkerze gilt als klassischer Neophyt, also eine Pflanze, die durch menschlichen Einfluss heute andere Erdteile besiedelt.

In Deutschland lässt sich die Nachtkerze an vielen Standorten verwildert antreffen. Man findet die krautige Pflanze u.a. an Wegböschungen, an Straßenrändern, auf Brachflächen, an Eisenbahndämmen oder auf kargen Wiesen.

systematische Einordnung der gemeinen Nachtkerze

In der Botanik bildet die gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) mit etwa 650 weiteren Arten die Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Zu dieser Familie zählen u.a. viele bekannte Zierpflanzen wie das Weidenröschen, die Sommerazalee, Fuchsien oder das große Hexenkraut. In der engeren gehört die gemeine Nachtkerze zur gleichnamigen Gattung Nachtkerzen (Oenothera), die vermutlich mehr als 180 Arten umfasst. Etwas bekannt sind hier noch die Arten Rotkelchige Nachtkerze sowie die Sand-Nachtkerze, die gelegentlich als Zierpflanze genutzt werden.

Merkmale der Nachtkerze

Die gemeine Nachtkerze ist eine typisch krautige Pflanze, die bei optimalen Standortbedingungen Wuchshöhen zwischen 150 und 180 cm erreichen kann. Verwilderte Arten sind jedoch meist deutlich kleiner und wachsen in der Regel zwischen 80 cm und 100 cm hoch. Die Pflanze ist zweijährig und bildet einen charakteristischen Wurzelstock mit weißlichen, großen Pfahlwurzen aus. Die Wurzeln sind meist nur wenig behaart und bilden nur wenige bis keine Seitenwurzeln.

Die Blätter der Nachtkerze müssen in Grundblätter und Stengelblätter unterschieden werden. Die am Boden liegenden Grundblätter sind meist eiförmig, länglich und in einer Blattrosette angeordnet, die typisch für das erste Lebensjahr der Pflanze ist. Im Folgejahr wächst aus der Rosette der aufrechte Stengel, der mitunter kantig ausgeprägt sein kann und im unteren Bereich rötlich gefärbt ist. Am Stengel wachsen die deutlich kleineren Stengelblätter, die lediglich einen kurzen Stiel besitzen. Charakteristisch für die unbehaarten Blätter sind die Blattnerven. Der Hauptnerv, der vom Blattgrund bis zum Blattstiel verläuft ist rötlich gefärbt, wohingegen die seitlich verlaufenden Nervenbahnen eher farhblos sind.

Zur Blütezeit, die meist zwischen Mitte Juni bis Anfang Oktober andauern kann, entwickeln sich eidottergelbe Blüten, die einen Durchmesser von bis zu 2,5 cm erreichen können. Die Blütenstiele entwickeln sich aus den gleichen Blattachseln, wo die Stengelblätter sitzen. Die zwittrigen Blüten der Nachtkerze haben einen angenehmen, süßlichen Duft und sind in sogenannten Blütentrauben angeordnert. Die Kelchblätter der Blüten sind meist grünlich bis gelblich gefärbt.


Blüte der Nachtkerze

Die länglichen gelben Blüten der Nachtkerze blühen oft nur einen Tag (Foto: berty/fotolia.com)

Im Anschluss der Blütezeit etnwickeln sich aus den Blütenständen längliche Fruchtknoten, aus denen bis zu 5 cm lange und vierkantige Kapselfrüchte hervorgehen. Jede Frucht enthält jeweils zwei Fruchtfächer in der bis zu 200 Samen sitzen. Die Nachtkerzensamen weisen eine meist dunkelbraune Färbung auf. Jede Pflanze kann übrigens mehr als 20.000 Samen produzieren, wodurch sich erklären lässt, dass die Pflanze sich über kurze Zeiträume schnell ausbreiten kann.

Nachtkerze - Anbau, Aussaat und Pflege

Aufgrund ihrer schönen Blüten sowie ihrer Heilwirkung ist die Nachtkerze bei einigen Gärtnern beliebt. Das bekannte Heilkraut passt sich sehr gut in Kräutergärten ein, die nur geringe Ansprüche an den Standort haben. Die Kultivierung der Pflanze ist relativ einfach, zumal sie relativ wenige Ansprüche an Standort und Boden hat.

Für den Anbau der Nachtkerze möchten wir die wichtigsten Punkte kurz zusammenfassen:

  • Standort: halbschattig bis sonnig
  • Aussaat: Ende April bis Anfang Mai
  • Dünger: im Freiland nicht erforderlich
  • Kulturart: sowohl Freiland als auch Kübel
  • Gießen: relativ anspruchslos, Boden bzw. Erde gelegentlich bewässern
  • Schädlinge: Pilzbefall nicht selten (falscher Mehltau oder Septoria)
  • Überwinterung: nicht notwendig, da frosttolerant

Standortbedingunen: Die gemeine Nachtkerze wächst sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Sonnige Lagen werden jedoch bevorzugt und sorgen für eine bessere Pflanzenentwicklung. Sandige und kalkhaltige Bodentypen mit geringem Nährstoffangebot mag die Nachtkerze besonders. Stehen nur lehmhaltige Böden zur Verfügung, so sollten diese mit etwa 50 Prozent Sand durchmischt werden. Möglich ist auch eine Kübelkultur mit einer guten Kräutererde, die jedoch ebenfalls mit Sand (etwa 30 Prozent) vermischt werden sollte.


Standort der Nachtkerze

Nachtkerzen stellen nur geringe Ansprüche an den Boden (Foto: Krzysztof Wiktor/fotolia.com)

Aussaat: Die besten Zeiten um die Nachtkerzensamen in das Gartenbeet einzubringen sind die Monate April/Mai oder Juli/August. Die Samen dürfen keinem Frost mehr ausgesetzt sein, da die Keimlinge sonst großen Schaden nehmen. Werden die Samen Ende April bis Anfang Mai ausgesät, kann die Pflanze unter Umständen nur einjährig werden. Nachtkerzen sind Lichtkeimer. Das Saatgut sollte daher nicht mehr als einen Zentimeter in die Erde gedrückt werden und nur leicht bedeckt werden. Nach etwa 12 bis 16 Tagen erscheinen die Keimlinge in der Regel.

Beim Anbau mehrerer Pflanze sollte ein Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 cm pro Pflanze eingehalten werden. Geringere Abstände fördern die Ausbildung von Krankheiten bzw. Schädlingsbefall. Soll die Nachtkerze in Pflanztöpfen wachsen, so empfehlen sich tiefe und großvolumige Pflanzgefäße, da die Kräuterpflanze tiefere Wurzeln ausbildet. Topfkulturen werden häufig deutlich kleiner als Freilandgewächse.

Düngung: Nachtkerzen sind angepasste Spezialisten, die vor allem karge Standorte besiedeln. In den meisten Fällen ist eine zusätzliche Düngung nicht notwendig. Wächst die Nachtkerze in Topf- oder Kübelkultur, so sollten zwei bis vier Wochen vor der Blüte leichte Gaben mit einem handelsüblichen Kräuterdünger verabreicht werden. Der Flüssigdünger wird dann einfach dem Gießwasser zugefügt.

Gießen: Als Wildkraut verträgt die Nachtkerze im Ödland auch längere Zeit Trockenphasen. Wächst die Nachtkerze im Freiland, so genügen meistens die normalen Regenzyklen. Bei länger andauernden heißen Phasen, sollte am Abend kräftig gegossen werden. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln der Nachtkerze sonst Schaden nehmen. Bei Topfkulturen sollte öfter gegossen, da die meist sandige Erde nur wenig Wasser speichern kann.

Schädlinge und Krankheiten: Auch wenn die gemeine Nachtkerze recht anspruchslos ist, so wird die doch gelegentlich von Schädlingen heimgesucht. Häufige Schädlinge sind der falsche Mehltau, die Nachtkerzenlaus oder der Befall von Septoriapilzen. Letztere machen sich durch einen gräulich-roten Belag bemerkbar. Für Pilzbefall sind häufig geringe Pflanzeabstände oder zu häufiges Gießen verantwortlich. Befallene Pflanzen können mit Kräuterbrühen von Ackerschachtelhalm oder Brennnesseln behandelt werden. Bei Septoriabefall sollten die befallenen Pflanzen entfernt werden, da sich die Pilze meist recht schnell verbreiten.

Überwinterung: Die meisten Nachtkerzenpflanze sind zweijährig. Nach dem ersten Jahr sind keine besonderen Überwinterungsmaßnahmen nötig, da die Nachtkerze sehr frosttolerant ist. Die Blätter treiben im Folgejahr wieder aus dem Wurzelstock aus und entwickeln sich normal weiter. Bei sehr kalten Wintern sollte die Pflanze unter Umständen mit Blättern oder Reisig bedeckt werden (siehe Kräuter winterfest machen).

Nachtkerze und ihre Verwendung

Nachtkerze als Küchenkraut

In der Vergangenheit wurde die Nachtkerze auch als Schinkenwurzel bezeichnet. Die Bezeichnung rührt einerseits daher, dass die Wurzeln sich beim Kochen rötlich verfärben. Andererseits, weil die Wurzeln wohl viel Nährstoffe enthalten. Ein altes Sprichwort aus der frühen Neuzeit sagt zum Beispiel: Ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gibt mehr Kraft, als ein Zentner Ochsenfleisch. Dieses Sprichtwort und weitere ältere Überlieferungen lassen darauf schließen, dass die Nachtkerze keine unbekannte Pflanzen in den Küchen war.

Nachtkerze zählt zu den essbaren und gesunden Wildkräutern. Verwerten lassen sich:

  • Blätter (vor der Blüte)
  • Wurzeln (nach der Blüte)
  • Stängel (essbar, aber kein geschmackliches Highlight)
  • Blüten
  • Samen (sehr eiweiß und ölreich)

Viele Wildkräuterliebhaber schätzen die zahlreichen Geschmacksvarianten, die die Nachtkerze bietet. Die Nachtkerzenwurzel soll geschmacklich der Schwarzwurzel sehr ähnlich sein und kann genauso wie diese zubereitet werden. Die Nachtkerzenblätter hingegen haben einen leicht würzigen und leicht herben Geschmack, der an einer Mischung aus Mangold und Spinat erinnert. Die Blätter können sowohl als Gemüse gekocht oder auch roh zubereitet werden.

Ein interessantes Gericht sind Nachtkerzenblätter in Verbindung mit Bratkartoffeln und Wildfleisch. Auch können einfache Gerichte wie Kartoffeln, gekochte Nachtkerzenblätter und Rührei lecker sein. Bei der Verwendung der Blätter sollte jedoch grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Ernte vor der Blüte stattfindet, da die Blätter sonst bitterer werden. Die Stängelblätter sind grundsätzlich geschmackvoller als die Grundblätter.

Verwendet werden können auch die Nachtkerzenblüten. Die Blüten duften angenehm und entfalten einen leicht süßlichen Geschmack. Sie können u.a. zum Garnieren von Salaten oder von Süßspeisen genutzt werden. Auch die Blütenknospen können genutzt und beispielsweise mit einem geschmacksneutralen Öl frittiert werden.

Nachtkerze als Heilkraut

Die gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) gilt heute in der Naturheilkunde als eine sehr wertvolle Heilpflanze. Vor allem die Samen der Pflanze sind dabei von besonderem Interesse.

In älteren Kräuterbüchern gibt es keine Aufzeichnungen über die Nutzung der Nachtkerze, was schlicht und ergreifend damit zu begründen ist, dass das Kraut erst im 17. Jahrhundert den Weg nach Europa gefunden hat. Auch im letzten Jahrhundert gab es nur wenige Anwendungsempfehlungen in der Volksmedizin. Es gibt allerdings Überlieferungen, dass die amerikanischen Ureinwohner der Nachtkerze eine größere Rolle zugesprochen haben. Beispielsweise weiß man, dass die Samen häufig gegessen wurden, um den Körper im Allgemeinen zu stärken.

Für die Naturheilkunde sind, wie bereits erwähnt, heute vor allem die Samen von besonderer Bedeutung. Dies liegt in erster Linie daran, dass diese hohe Anteile an Gamma-Linolensäuren und Linolsäuren enthalten. Beide Säuren zählen zu den essentiellen Fettsäuren, die unser Körper benötigt und nicht selber herstellen kann. Vor allem die Gamma-Linolensäure ist medizinisch interessant, da sie imstande ist, bei der Herstellung so genannter Prostglandine zu unterstützen. Im Körper sind die Prostaglandine vor allem für die Bildung und Reparatur von Geweben sowie für den Fettstoffwechsel verantwortlich. Außerdem sind sie imstande die Durchblutung zu verbessern und Schleimhäute zu schützen.

Zusammenfassend wird die Nachtkerze heute u.a. bei folgenden Beschwerden verwendet:

  • Durchfall
  • Stärkung des Immunsystems
  • Hautbeschwerden, z.B. juckende oder schuppende Haut
  • Ekzeme
  • Neurodermitis
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Rheuma / rheumatoide Arthritis

Hauptanwendungsgebiet der Nachtkerze ist die Behandlung verschiedener Hautleiden. Das liegt vor allem daran, dass die in den Samen enthaltenden Inhaltsstoffe vor allem entzündungshemmend und juckreizlindernd wirken. Auch eine immunstärkende Wirkung wurde beobachtet. Diese rührt vor allem daher, dass die Gammalinolensäure imstande ist, die Produktion weißer Blutkörperchen zu unterstützen.

Neben anderen Kräutern wie Ringelblume, Beinwell oder Borretsch zählt die Nachtkerze zu einem der besten Heilkräuter bei Hautbeschwerden. Unter anderem nutzt man Nachtkerzenöl bei Beschwerden wie trockener Haut (Sebostase), die häufig bei Menschen mit heller Haut, mangelhafter Schweißbildung oder bei Neurodermitispatienten beobachtet wird. Die im Nachtkerzenöl enthaltenden Fettsäuren regen die Schweißproduktion an und geben der Haut Feuchtigkeit und Elastizität. Das Öl kann mit anderen unbehandelten kosmetischen Produkte wie beispielsweise Sheabutter oder Ringelblumensalbe gemischt werden. Auch Kräuterbäder können eine deutliche Linderung verschaffen, wenn Nachtkerzenöl mit beigemischt wird.


Nachtkerzenöl bei Hautbeschwerden

Nachtkerzenöl wird häufig zur Behandlung von Hautbeschwerden verwendet (Foto: H. Brauer/fotolia.com)

Relativ neu ist die Verwendung von Nachtkerzenprodukten zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms. Diese recht häufig auftretende Störung tritt bei Frauen mittleren Alters auf und äußert sich u.a. durch Müdigkeit, Unterleibsschmerzen, Schleimhautreizungen, Durchfall und Hautbeschwerden. Es wird davon berichtet, dass die Einnahme höherer Mengen an Gammalinolensäuren über einen Zeitraum von bis zu zwölf Wochen zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führt. Demgegenüber stehen jedoch Studien, die keine signifikanten Verbesserung erwähnten [z.b. 1]. Allerdings lässt sich nicht überprüfen, über welchen Zeitraum die Präparate eingenommen wurden. Naturheilkundlich werden Nachtkerzenkapseln mit höheren Anteilen an Gammalinolensäuren zur Behandlung von PMS empfohlen.

Nebenwirkungen: Nebenwirkungen sind derzeit bei sachgemäßer Einnahme kaum zu erwarten. Menschen mit schizophrenen Beschwerden sowie Epileptiker sollten jedoch auf die Nachtkerze verzichten oder ihren Arzt konsultieren. Schwangere und Stillende sollten die orale Einnahme von Nachtkerzenprodukten mit einem Arzt oder Apotheker besprechen, da der Studienlage hier nicht ausreichend erörtert werden kann. Die Überdosierung von Nachtkerze kann unter Umständen Übelkeit auslösen.

Nachtkerze kaufen – Was gibt es zu beachten?

Da die gesundheitlichen Vorteil der Nachtkerze in vielen Medien beschrieben worden sind, ist die Nachfrage nach kosmetischen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln mit Nachtkerzenöl deutlich gestiegen. Auch das Öl selber erfährt einen großen Absatz, was sich mitunter im Preis widerspiegelt.

Beim Kauf kosmetischer Produkte mit Nachtkerzenöl sollte darauf geachtet werden, dass alle weiteren Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind. Vor allem dann, wenn die Cremes oder Salben bei der Behandlung von trockener Haut oder Neurodermitis verwendet werden. Mitunter werden Emulgatoren bzw. Tenside als Trägermaterial verwendet, die die Haut grundsätzlich eher austrocknen. Auf diese Tenside sowie auf zusätzliche Parfümstoffe sollte dringend verzichtet werden.

Für die reine Hautpflege, aber auch zur direkten orale Einnahme empfiehlt sich auch reines Nachtkerzenöl. Die Preise liegen für 100 ml häufig zwischen 6 und 14 EUR, je nachdem, auf welche Anbauweise das Öl produziert worden ist. Beim Kauf von Nachtkerzenöl sollten Sie darauf achten, dass die Öle grundsätzlich kaltgepresst sind.

Besonders für Neurodermitisbetroffene können auch Kapseln mit Nachtkerzenöl eine Linderung verschaffen. Viele Bewertungen auf Onlinemarktplätzen sind durchaus positiv. Da die Dosierungsmenge vorgegeben ist, sind Kapseln meist auch günstiger als reines Nachtkerzenöl, welches eher für akute Hautbeschwerden verwendet werden sollte.

Für die Gärtner, die die gemeine Nachtkerze im Garten anbauen wollen, gibt es auf Onlinemarktplätzen Händler, die ein große Menge an Samen zu meist günstigen Preisen anbieten. Viele bekannte Saatguthersteller führen jedoch nur andere Nachtkerzenarten, da die gemeine Nachtkerze meist als Unkraut verschrien ist. Beim Kauf von Samen oder auch Jungpflanzen sollten Sie daher auf den botanischen Namen Oenothera biennis achten.

Literaturverweise und weiterführende Quellen

  • Stevinson, C. und E. Ernst (2001): Complementary/alternative therapies for premenstrual syndrome: A systematic review of randomized controlled trials. In: American Journal of Obstetrics & Gynecology, Vol. 185, Nr. 1, S. 227-235, doi:10.1067/mob.2001.113643
  • Rodrigues, R. F. et al. (2015): Development and characterization of evening primrose (Oenothera biennis) oil nanoemulsions. In: Revista Brasileira de Farmacognosia, Vol. 25, S. 422-425
  • Yunosova, S. G. et el. (2010): Fatty acid composition of Oenothera biennis seed oil during storage. Anitoxidant activity. In: Chemistry of Natural Compounds, Vol. 46, Nr. 2, S. 278-282, doi: 10.1007/s10600-010-9587-4
  • Ratz-Lyko, A. et al. (2014): Evaluation of antioxidant and antimicrobial activities of Oenothera biennis, Borago officinalis, and Nigella sativa seedcake extracts. In: Food Science and Biotechnology, Vol. 23, Nr. 4, doi: 10.1007/s10068-014-0140-2.
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