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Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Foto vom KorianderDer Koriander zählt wohl zu den vielseitigsten Kräutern. Die Pflanze ist nicht nur ein hervorragendes Würzkraut für zahlreiche Gerichte, sondern macht auch als Heilkraut eine gute Figur. Verwendung finden die Blätter als Blattkoriander sowie die Koriandersamen, die in der Küche sehr unterschiedlich eingesetzt werden. Doch nicht jeder mag den Geruch oder Geschmack des Krauts, das mitunter auch als Wanzenkraut bekannt ist.

Pflanzenmerkmale und Systematik von Koriander

Herkunft und Vorkommen von Koriander

Das genaue Herkunftsgebiet des Korianders ist nicht bekannt. Es wird jedoch aufgrund verschiedener Pflanzenmerkmale sowie historischer Funde vermutet, dass das beliebte Speisekraut aus dem Mittelmeergebiet stammt. Ältere Aufzeichnungen lassen darauf schließen, dass die Pflanze aus Südosteuropa stammt, wo sie wild häufig zwischen Getreidepflanzen gewachsen ist [1].

Da sich Koriander recht einfach kultivieren und vermehren lässt, findet man die Pflanze heute in Märkten vieler Kontinente. Große Anbaugebiete befinden sich u.a. in Mittelamerika, Nordafrika sowie im südlichen Asien (u.a. Thailand). Wild lässt sich Koriander heute in Armenien und Israel finden, aber auch in einigen Teilen Thürigens, wo sie sogar ein eine eigene Unterart gebildet hat.

Systematische Einordnung von Coriandrum sativum

Der echte Koriander (Coriandrum sativum) ist eine typische Art aus der großen Kräuterfamilie der Doldenblütler (Apiaceae). Bekannte weitere Vertreter aus dieser Pflanzenfamilie sind beispielsweise Dill, Estragon oder Wermut. Die Gattung Coriandrum enthält lediglich zwei Arten. Neben dem echten Koriander gibt es die Art Coriandrum tordylium, die nahezu ausschließlich in einigen Ländern Vorderasiens vorkommt.

Da die Pflanze eines der beliebtesten Würzkräuter weltweit ist, haben sich im Zuge zahlreiche Züchtungen herausgebildet. Bekannte Korianderzüchtungen sind u.a.

  • Caribe (schnell wachsende Universalsorte)
  • Cilantro (aromareicher Blattkoriander)
  • Jantar (süsslich schmeckende Sorte aus Russland)
  • Thüringer (wächst leicht im mitteleuropäischem Klima)

Hinweis: Der vietnamesische Koriander (Persica odoratum) hat mit dem echten Koriander keine Verwandtschaft, auch wenn das Aroma und der Duft recht ähnlich sind.

Merkmale des Korianders

Koriander ist eine typische einjährige Kräuterpflanze, die je nach Standortbedingungen Wuchshöhen zwischen 30 und 130 cm erreichen kann. Die Wurzel der Pflanze hat eine hellbraune bis nahezu weißliche Hauptwurzel mit nur wenigen Seitenwurzeln. Bei genauerer Betrachtung erinnert die Korianderwurzel etwas an die Wurzeln von Petersilien oder wilden Möhren. Die gesamte Pflanze duftet aufgrund der aromatischen ätherischen Öle sehr auffallend.

Die Blätter des Korianders haben je nach Alter eine unterschiedliche Form. Während die älteren Korianderblätter typisch fiedrig und deutlich gekerbt sind, wirken die jungen Blätter rundlich und leicht gestelzt. Sie haben eine deutlich sattgrüne bis hellgrüne Färbung. Die Unterseite der Blätter ist meist durch eine wachsähnliche Schicht gekennzeichnet. Der hohle Stängel ist leicht gerippt, steht aufrecht und hat eine grüne Färbung, die sich zur Blütezeit ins rötlich-violette umfärben kann. Die Stängel bilden meist zahlreiche Seitenstängel aus, so dass der Koriander sehr verastet aussieht.

Blätter des Korianders (Coriandrum sativum)
Die fein gefiederten Blätter des Korianders (Coriandrum sativum)

Zur Blütezeit, die meist von Anfang Juni bis Mitte August dauern kann, bildet der Koriander typische Doldenblüten aus. Jede einzelne Blüte enthält fünf weiße bis cremefarbene Kronblätter, die etwa drei bis fünf rosafarbene bis selten weiße Blütennarben enthalten. Im Anschluss an die Blüte entstehen die charakteristischen kugeligen hellbraunen Koriandersamen, die meist einen Durchmesser zwischen 4 und 6 mm haben.

Typische Blüte des Korianders (Coriandrum sativum)
Die weißen Blüten des Korianders (Coriandrum sativum)

Aussaat und Pflege von Koriander

Koriander ist ein sehr beliebtes Würz- und Heilkraut, das mittlerweile von vielen Gärtnern bzw. Kräuterliebhabern angepflanzt wird. Wenn man alle Pflegehinweise und Eigenarten des Krauts beachtet, ist die Kultivierung nicht sonderlich schwer. Koriander gilt als sehr robuste und verhältnismäßig tolerante Pflanze.

Standort: Grundsätzlich kann der Koriander an vielen Standorten angepflanzt werden. Optimal sind sonnige und windgeschützte Lagen. Koriander wächst jedoch auch an halbschattigen Standorten verhältnismäßig gut, auch wenn dann die Pflanze meist nicht ganz so viele Geschmacksaromen entwickelt. Die Pflanze bevorzugt einen nährstoffreichen, eher lockeren Boden mit guter Speicherfähigkeit. Sehr sandige Böden sind daher eher von Nachteil, da einerseits nur wenig Feuchtigkeit gehalten werden kann und die Bodentemperaturen meist zu gering sind. In solchen Fällen sollte der Boden mit ordentlich Kompost und Bentonit (Tonmehl) sowie etwas feinkörnigem Vermiculit durchmischt werden. Für Topfkulturen kann eine gute Kräutererde verwendet werden, die je nach Hersteller eventuell noch etwas gekalkt werden sollte (pH-Wert sollte über 6 sein). Auch leichte Gaben Sand (am besten Bimssand oder Lavasand) sind förderlich.

Aussaat: Der Zeitpunkt der Aussaat hängt vom Zweck ab. Wird eher Blattkoriander gewünscht, so kann die Pflanze zwischen Mitte April und Mitte Juni ausgesät werden. Möchte man die Samen der Pflanze als Gewürz verwenden, so empfiehlt sich der Zeitraum Ende März bis Ende April. Werden die Koriandersamen zu spät ausgesät, können die Samen sich nicht oder nicht mehr vollständig ausreifen.
Die Samen können direkt im Freiland in einem Abstand von mindestens 25 cm zueinander verteilt werden. Auch eine Kultur in Töpfen zur Kultivierung ist problemlos möglich, so dass der Koriander auch auf dem Balkon wachsen kann. Die Samen gelten als Dunkelkeimer! Daher die Samen mindestens 1,5 cm in den Boden drücken und mit Erde bedecken. Die Keimdauer ist recht lange und kann bis zu drei Wochen dauern.

Düngung: Wer im Garten Kompost zur Verfügung hat, kann etwa zwei bis drei Monate später kleine Gaben Kompost unter die Erde mischen. Möglich und empfehlenswert sind auch pelletierte organische Dünger, die eine langsame aber stetige Nährstoffabgabe ermöglichen, wobei auch hier ungefähr ein Teelöffel pro Pflanze in der Regel vollkommen ausreicht. Auf sehr nährstoffreiche mineralische Dünger sollte verzichtet werden, da hier die Gefahr der Überdüngung besteht. Erhält die Korianderpflanze nämlich zu viel Nährstoffe, so werden weniger geschmackstragende ätherische Öle produziert. Topfkulturen können mit einem guten Kräuterdünger versorgt werden. Will man die Samen gewinnen, sollte jedoch ein phosphorbetonter Dünger verwendet werden, da sonst das Kraut nur ungenügend Blüten entwickelt.

Gießen: Koriander ist sehr genügsam in punkto Wasserversorgung. Pflanzen, die schon relativ groß sind oder kurz vor der Ernte stehen, sollten nur noch dann gegossen werden, wenn längere Zeit große Hitze eingetreten ist. Jüngere Pflanzen können hingegen ruhig etwas öfter gegossen werden, so dass die Erde immer leicht feucht ist. Topfkulturen hingegen müssen etwas öfter gegossen werden, da sich die Wurzeln nicht ordentlich in die Tiefe entwickeln können. Die Erde sollte in Fingertiefe immer leicht feucht sein, wobei kurzfristige Trockenperioden (2 bis 3 Tage) in der Regel kein Problem darstellen. Zu häufiges Gießen und zu hohe Feuchtigkeit im Boden sollte grundsätzlich vermieden werden, da dies die Qualität der Pflanze einschränkt und Krankheiten fördert.

Pflege: Wächst der Koriander im Gartenbeet, so sollte die Erde immer mal wieder aufgelockert bzw. gejätet werden. Im Kräutergarten sollte Koriander nicht neben anderen Doldenblütlern (z. B. Petersilie oder Kerbel) angebaut werden.

Ernte: Blattkoriander kann meist noch bin den September geerntet werden, insofern die Aussaat relativ spät (ab Ende April) erfolgte. Ansonsten sollte die Ernte davor erfolgen, da die Blätter nach der Blüte an Aroma verlieren und sämtlich Kraft für die Blüten- und Früchtebildung aufwänden. Die Ernte der Samen erfolgt meist zwischen Ende August und Anfang September. Erntereif sind die Früchte dann, wenn sie eine rotbraune Schimmerung aufweisen. Die Samen sollten einige Tage anschließend an einem wind- und sonnengeschützten Platz getrocknet werden (siehe Artikel Kräuter trocknen.

Überwinterung: Da Koriander eine einjährige Pflanze ist, brauchen keine Vorkehrungen getroffen werden.

Koriander und dessen Verwendung

Koriander in der Küche

Koriander zählt zu einem der vielseitigsten Küchenkräuter und ist eines der wichtigsten Gewürzkräuter der asiatischen Küche. Die Blätter des Krauts, die Früchte sowie vereinzelt die Wurzeln sind vor allem in der Küche Südasiens kaum noch wegzudenken und würzen dort zahlreiche Speisen. Korianderblätter findet man beispielsweise häufig in thailändischen oder vietnamischen Gerichten, wohingegen die Samen eher in der indischen Küche und teils in der Küche einiger arabischer Länder beliebt sind.

Der Geschmack von Koriander ist recht einzigartig und für einige europäische Gaumen recht gewöhnungsbedürftig. Am besten lässt sich der Geschmack als leicht bitteren, pikanten und süßlichem Nachgeschmack beschreiben. Einige Menschen empfinden das Aroma sogar als seifig und widerwärtig, was unter Umständen sogar auf genetische Faktoren zurückzuführen ist.

Blattkoriander und Koriandersamen
In der Küche werden sowohl die Blätter als auch die Samen des Korianders verwendet (Foto: emuck / fotolia.com)

Bei der Zubereitung von Koriander sollten einige Punkte beachtet werden. Die Blätter sollten immer erst zum Ende des jeweiligen Gerichts zugefügt werden, da sich die ätherischen Öle sonst zu sehr verflüchtigen und folglich nur noch wenig Aroma abgeben. Verwendet werden sollten ausschließlich frische Korianderblätter. Getrockneter Koriander ist nahezu wertlos und kommen in punkto Aroma nicht annähernd an die frischen heran.

Die Blätter eignen sich hervorragend für thailändische Suppen (z.B. Tom Yam Gun), Reisnudelgerichten (z.B. Phat Thai, Mi Krop), Geflügel- und Fischgerichten, Meeresfrüchte oder für Glasnudelsalate. Auch einige arabische Speisen, z.B. Gerichte mit Linsen, Kichererbsen oder Sesampaste können sehr gut mit Korianderblättern abgerundet werden. Beispielsweise wird das das Baba Ghanoush, einer arabischen Spezialität aus Auberginen und Sesampaste mit Koriander verfeinert. Auch arabische Kartoffelgerichte wie Batata Harras (libanesische Küche) sind gute Beispiele, wie vielseitig der Koriander ist. Viele Pasten oder Aufstriche werden zudem oft mit frischen Blättern zubereitet.

Koriandersamen hingegen mit dem jeweiligen Gericht mitgekocht oder mitgebraten werden. Wer auf Qualität wert legt, sollte ganze Samen nehmen und diese erst kurz vor dem Kochen in einer Pfeffermühle mahlen. Auch ganze Samen werden beispielsweise für die Zubereitung von Marinaden, Beizen oder eingelegtem Wurzelgemüse sowie für Gurken verwendet.

Die Samen harmonieren ausgezeichnet zu Hühnchen- und Wildgerichten, zu Rindflisch, zu Reisgerichten, Bohnen- und Chiligerichten oder Currys. Bekannte Gerichte, die mit Koriandersamen zubereitet werden sind u.a. das Massaman-Curry (thailändische Küche) oder Pho Ba Tai Nam (vietnamische Reisnudelsuppe mit Beef). Ansonsten eignen sich die gemahlenen Samen auch für die Zubereitung von Teigwaren wie Broten oder süßem Gebäck. Beispielsweise erhalten Brote, die mit gemahlenen Koriandersamen und Kümmel gebacken werden, eine angenehm orientalische Note.

Koriander als Heilkraut

Der Naturheilkunde ist Koriander als Heilkraut bekannt, auch wenn es heute nur noch recht selten verwendet wird. Der Grund liegt einfach darin, dass für die meisten Beschwerden meist bessere Heilpflanzen verfügbar sind, die eine Nutzung des Krauts somit in den Hintergrund fallen lassen.

In der Vergangenheit wurde Koriander durchaus häufig als Heilkraut genutzt. In mittelalterlichen Kräuterbuchern (z. B. P. A. Matthioli) wurde die Pflanze u.a. als Magenstärkungsmittel, für Wurmkuren, zur Steigerung der Fruchtbarkeit oder gegen Menstruationsstörungen empfohlen. Äußerlich wurde das Kraut u.a. zur Wundbehandlung oder bei Gliederschmerzen eingesetzt. Verwendung fand jedoch nie frisches Kraut oder Samen, sondern meist in Essig oder Wein gesottene Pflanzenteile.

Typische Korianderblüte
Koriander als Heilkraut im Kräuterbuch von P. A. Matthioli

In den meisten naturheilkundlich orientierten Kräuterbüchern findet man kaum Hinweise auf die Verwendung von Koriander. Allerdings spielt das Kraut heute in der traditionellen Medizin Indiens und Irans eine große Rolle, wo es meist für Beschwerden im Magen-Darm-Trakt sowie bei Schlaflosigkeit genutzt wird [1].

Tatsächlich enthält die Pflanze viele medizinisch interessante Inhaltsstoffe, die die Nutzung als Heilpflanze möglicherweise rechtfertigen und sogar gegen härtere Krankheiten eine mögliche Lösung darstellen können. Vor allem die Samen und die Blätter enthalten zahlreiche ätherische Öle (v.a. Linalool, Pinen sowie in kleineren Mengen Kampfer und Geraniol) sowie Cumarine, Phenolsäuren und Sterole. Diese Wirkstoffe können folgende Einflüsse auf unseren Organismus haben:

  • entwässernd
  • immunsystemstimulierend
  • schweißtreibend
  • blähungswidrig (karminativ)
  • antioxidativ
  • antibakteriell
  • entkrampfend
  • beruhigend (karminativ)

In der Naturheilkunde wird Koriander u.a. für folgende Krankheiten und Beschwerden eingesetzt:

  • Verdauungsbeschwerden
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Gereiztheit
  • Reizdarm
  • Vorbeugung gegen Krampfanfälle
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • geschwollene Gelenke
  • Rheuma
  • Diabetes

Koriander spielt eine größere Rolle in der ayurvedischen Medizin, wo es vor u.a. gegen Kopfschmerzen, lokale Schwellungen, Durchblutungsstörungen, Lymphknotenschwellungen oder Magenschmerzen genutzt wird.

In einigen Studien wird die Wirksamkeit von Koriander bei der Vorbeugung und begleitenden Therapie gegen Diabetes diskutiert. Verantwortlich sind hier wahrscheinlich die enthaltenden Carotinoide, die u.a. dafür sorgen, dass der Insulingehalt im Blut ansteigt und der oxidative Stress insgesamt sinkt. Medizinisch wirksam sollen hier vor allem die Samen des Korianders bzw. Extrakte daraus sein [2].

Das im Koriander enthaltende Öl zeigt starke antibakterielle Eigenschaften gegen zahlreiche Bakterien. In Laborversuchen mit Korianderöl konnte beobachtet werden, dass die Zellmembran der Bakterien durch das ätherische Öl beschädigt wird, was letztendlich zum Zelltod führt [3]. Extrakte aus dem Koriandersamen konnten neben Bakterien wie Klebsiella und Staphylococcus aureus sogar Salmonellen wirksam bekämpfen [4].

Aktuell wird die synergetische Nutzung von kolloidalem Silber mit Extrakten aus Korianderblättern diskutiert, die womöglich gegen Akne, Schuppen und sogar bestimmten Brusttunorzellen helfen können. Im Fokus stehen hier vor allem die in den Blättern enthaltenden Flavonoide [6]. Es wird an dieser Stelle jedoch darauf verwiesen, dass es medinzinisch aktuell nur wenige Belege dafür gibt, dass kolloidales Silber tatsächlich einen medizinischen Nutzen hat.

Darreichungsformen: Dargereicht wird Koriander meist in Form von Tees, Extrakten oder Ölen, seltener auch in Salben oder Pulvern. Für medizinische Zwecke werden zwar meist die Samen bzw. Früchte verwendet, da diese höhere Gehalte an den wirksamen Inhaltsstoffen aufweisen. Grundsätzlich lassen sich jedoch auch die Blätter nutzen, die meist etwas milder wirken. Für die Zubereitung eines Koriandertees werden etwa 2 Gramm Koriandersamen zerquetscht und mit 200 ml brühend-heißem Wasser übergossen werden. Der Tee sollte mindestens 10 Minuten ziehen, bevor er in kleinen Schlücken getrunken wird. Soll der Tee gegen Magen-Darm-Beschwerden eingenommen werden, empfiehlt es sich das Getränk jeweils während oder nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Koriander kaufen – Was ist zu beachten?

Der Koriander erfreut sich bei vielen Menschen großer Beliebtheit, was sich am Markt durch zahlreiche Korianderprodukte zeigt. Für den Anbau der Pflanze im Garten oder auf dem Balkon bieten viele Saatguthersteller zahlreiche unterschiedliche Sorten an. Je nachdem, ob eher Blattkoriander oder Koriandersamen das Ziel des Anbaus sind, sollte man genau auf die Sorte und die Anbaubedingungen (v.a. Aussaatzeit) achten.

In Supermärkten, Baumärkten und Pflanzencenter gibt es recht häufig frischen Blattkoriander zu kaufen. Hochgezüchtete Discountprodukte sind häufig in punkto Qualität etwas minderwertiger und eignen sich nur zur schnellen Verwendung. Eine schlechte Qualität zeigt sich häufig durch hellgrüne Färbung, leicht angegilbte Blätter oder sehr instabil wirkende Pflanzen. Meistens sind die Korianderpflanzen nicht zum Umtopfen geeignet. Einige Pflanzenmärkte sowie zahlreiche Onlinehändler bieten jedoch recht gesunde und stabile Pflanzen an, die man problemlos bis zur Blüte bringen kann.

Wer es auf die Heilkraft des Korianders absieht, kann fertige Produkte in Apotheken oder im Onlinehandel erwerben. Die meisten Korianderprodukte sind freiverkäuflich und unterliegen somit keinen besonderen bzw. vereinfachten Regularien. Für Magen-Darm-Beschwerden bieten einige Hersteller Tropfen bzw. Extrakte an, die direkt eingenommen werden. Auch Tabletten und Teemischungen werden mitunter angeboten.

Beim Kauf von Koriandersamen, die zum Würzen oder Zubereitung von Tees verwendet werden, empfiehlt es sich solche zu kaufen, die aromadicht und unter Lichtabschluss verpackt sind.

Literaturverweise und weiterführende Quellen:

  • [1]: Pathak Nimish L. et al (2011): Phytopharmacological Properties of Coriander Sativum as a Potential Medicinal Tree – An Overview. In: Journal of Applied Pharmaceutical Science, Vol. 4, S. 20-25.
  • [2]: Rajeshwari, C. U. und Andallu, B. (2011): Oxidative stress in NIDDM patients: influence of coriander (Coriandrum sativum) seeds. In: Research Journal of Pharmaceutical, Biological and Chemical Sciences, Vol. 2, S. 31-41, ISSN: 0975-8585
  • [3]: Silva, F. et al. (2011): Coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil: its antibacterial activity and mode of action evaluated by flow cytometry. In: Journal of Medical Microbiology, Vol. 60, S. 1479-86, doi: 10.1099/jmm.0.034157-0
  • [4]: Suganya, S. et al. (2012): Antibacterial activity of essential oil extract from Coriandrum sativam (L.) and GC-MS analysis. In: Journal of Chemical and Pharmaceutical Research, Vol. 4, S.1846-1850, ISSN: 0975-7384.
  • [5]: Mahendra, P. und Bisht, S. (2011): Coriandrum sativum: A Daily Use Spice with Great Medicinal Effect. In: Pharmacognosy Journal, Vol. 3, S. 84-88.
  • [6]: Sathishkumar, P. et al. (2016): Anti-acne, anti-dandruff and anti-breast cancer efficacy of green synthesised silver nanoparticles using Coriandrum sativum leaf extract. In: Journal of Photochemistry and Photobiology, Vol. 163. S. 69-76, doi: 10.1016/j.jphotobiol.2016.08.005
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