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Beinwell

Beinwell (Symphytum officinale) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung

Foto vom BeinwellBeinwell (Symphytum officinale) ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen, die vor allem bei Gelenkschmerzen, Muskelbeschwerden oder Verstauchungen verwendet wird. Die Wurzeln des auch als <strong>Comfrey</strong> bezeichneten Heilkrauts enthalten Wirkstoffe, die ein schnellen Abschwellen und rasche Schmerzlinderung ermöglichen. In der Vergangenheit waren Beinwellblätter in der Küche eine geschätze Küchenzutat. Aufgrund der enthaltenen Pyrrlozidinalkaloide wird jedoch empfohlen, nur noch geringe Mengen des Krauts zu verzehren.

Pflanzenmerkmale und Systematik des Beinwells

Herkunft und Vorkommen des Beinwells

Die ursprüngliche Heimat des Beinwells wird heute in Kleinasien vermutet. Von dort aus breitete sich die Pflanze in Richtung Westsibirien aus. Durch die zunehmende Bekanntheit als Heilpflanze wurde die auch als Beinwurz oder Wundallheil bekannte Pflanze zunehmend nach Europa eingeschleppt. Im Mittelalter haben einige Klostergärten den Beinwell angebaut, wodurch er recht schnell in ganz Europa zu finden war.

In Nord- und Westeuropa kann man den Beinwell u.a. an nährstoffreichen und feuchten Standorten finden. Bekannte Fundorte sind Acker- und Straßenränder, nährstoffreiche Wiesen und Wegränder sowie am Uferrand von Teichen und Seen.

Systematik von Symphytum officinale

Der echte Beinwell (Symphytum officinale), auch als Comfrey bekannt, ist eine Art aus der Familie der Rauhblattgewächse (Boraginaceae). Sie ist damit direkt verwandt mit dem oft als Gurkenkraut bezeichneten Borretsch oder dem häufig auf Wildwiesen anzutreffenden Natternkopf. Die Gattung Beinwell (Symphytum) umfasst mehr als 50 Arten, die größtenteils zwischen Westasien und Westeuropa beheimatet sind. Neben dem echten Beinwell haben der kriechende Beinwell und der raue Beinwell noch eine gewisse Bekanntheit.

Der auch bei uns wild vorkommende Beinwell unterscheidet sich noch einmal in drei Unterarten (Varietäten):

  • echter Beinwell (Symphytum officinale subsp. officinale)
  • Sumpfbeinwell (Symphytum officinale subsp. uliginosum)
  • Weißer Beinwell (Symphytum officinale subsp. Bohemicum)

Der Vollständigkeit halber wird noch der so genannte Futter-Beinwell (Symphytum x uplandicum) genannt, der ein Hybride aus dem echten Beinwell und dem rauen Beinwell (Sympyhtum asperus) ist.

Merkmale des Beinwells

Der echte Beinwell ist eine typische krautige und mehrjährige Pflanze, die meist Wuchshöhen um die 60 cm erreicht, aber bei optimalen Standortbedingungen auch bis zu 110 cm hoch wachsen kann. Mit ihren bis zu 50 cm langen Wurzeln ist sie meist tief im Boden verankert. Der Wurzelstock ist meistens grob verzweigt und bräunlich bis schwarz gefärbt. An der Hauptwurzel sitzen viele feine, teils weißliche Nebenwurzeln bzw. Wurzelhaare.

Die Blätter des Beinwells sind meist mintgrün gefärbt und zeigen eine lanzettliche bzw. spitz zulaufende Form. Die Blattränder sind leicht gewellt. Die Oberfläche der Beinwellblätter zeigt eine wabenförmige Musterung sowie sehr auffällige Blattadern. Sowohl die Blätter als auch die hellgrünen Stängel sind mit zahlreichen Drüsenhaaren besetzt, die der Pflanze eine borstige Haptik verleihen. Grundsätzlich nimmt die Blattgröße von unten nach oben deutlich ab.

Blätter vom Beinwell
Die Blätter des Beinwells (Symphytum officinale) sind oft löchrig

Zur Blütezeit, die meist zwischen Ende Mai und Anfang Oktober zu erwarten ist, bildet der Beinwell traubenartige Blütenstände aus, die hier als Schraubel bezeichnet werden. Die Beinwellblüten sind immer zwittrig und meist violett bis rosa gefärbt. Selten lassen sich auch gelbliche Blüten finden. In der Regel sind die Blüten zwischen 1,2 und 1,7 cm lang und immer in Richtung Boden geneigt. Jede Blüte besitzt fünf Staubblätter.

Blüte vom Beinwell
purpurne Beinwellblüten als Traube

Zur Zeit der Fruchtreife, die meist Anfang Oktober beginnt, entwickeln sich aus den Blüten die für die Rauhblattgewächse typischen Klausenfrüchte aus. Klausenfrüchte zeichnen sich dadurch aus, dass sie während der Reifung in mehrere Teilfrüchte (Klausen) zerfallen. Beim Beinwell ist jede einzelne Klause bis zu 5 mm lang und auffallend schwarz gefärbt.

Beinwell – Anbau und Pflege

Beinwell zählt zu den eher pflegeleichten Pflanzen. Findet die Pflanze einen optimalen Standort kann sie jedoch auch lästig werden, da sie sich ziemlich schnell ausbreitet und tief wurzelt. Bei der Anpflanzung von Beinwell sollte daher ein abgetrennter Bereich gewählt werden, aus dem sich die Pflanze notfalls auch leicht wieder entfernen lässt. Da sie jedoch auch eine gute Nutzpflanze ist und sich sowohl für gesundheitliche als auch für einige Gartenanwendungen wie Beinwelljauche verwenden lässt, findet man die Stauden gelegentlich in einigen Gartenbeeten.

Standort: Es ist möglich, den Beinwell sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten wachsen zu lassen. Volle Sonne sollte nach Umständen jedoch gemieden werden, da vor allem an heißen Tagen die Pflanze schnell an Wassermangel leidet. Die Böden sollten Feuchtigkeit halten können, nährstoffreich und locker sein.

Aussaat: Die dunkelbraunen bis schwarzen Samen des Beinwells können ab Ende Februar bis Anfang Mai ins freie Gartenbeet eingearbeitet werden. Grundsätzlich zählen die Samen zwar zu den Lichtkeimern, die Körner entwickeln sich in der Regel jedoch bis zu einer Saattiefe von 1 cm. Beim Anbau mehrerer Exemplare sollte ein Pflanzabstand von etwa 50 bis 60 cm jeweils zur nächsten Pflanze eingehalten werden, da die Wurzeln sonst in direkter Nährstoffkonkurrenz leben. Die Keimung des Saatguts beginnt meist erst dann, wenn die frostfreien Tage vorüber sind. Eine Keimdauer von 14 bis 21 Tage ist nicht unüblich.

Düngung: Beinwell zählt zu den Mittelzehrern und hat folglich einen höheren Nährstoffbedarf, als viele andere Kräuter. Wächst die Pflanze in einem guten nährstoffreichen Gartenboden, muss nicht zwangsläufig gedüngt werden. Bei Topfkulturen oder in Gärten mit eher nährstoffarmen Böden sollte ein stickstoffbetonter Dünger verwendet werden. Im Freiland, wenn vorhanden, reichen guter Kompost oder Mist vollkommen aus (siehe auch Artikel Kräuter düngen). Wächst der Beinwell im Topf oder Kübel sind flüssige organische Dünger meist besser. Hier ist es meist notwendig im Abstand von sechs bis acht Wochen zu düngen.

Gießen: Durch die Pfahlwurzeln, die der Beinwell während seiner Zeit entwickelt, ist ein regelmäßiges Gießen in der Regel nicht erforderlich. Die Ausnahmen bilden junge Pflanze, die noch keine ausreichend langen Wurzeln ausbilden sowie länger andauernde heiße Tage ohne Niederschläge. Der Beinwell zeigt jedoch durch lasch hängende Blätter recht früh an, wenn er Wasser braucht.

Pflege: Wachsen die Pflanzen zu dicht oder werden zu groß, sollten die Pflanzen gestutzt werden. Bei ungünstigen Wetterlagen kann sich zu viel Feuchtigkeit zwischen abgestorbenen Blättern ansammeln, die die Bildung von Grauschimmel begünstigt.

Beinwell im Garten
Beinwellpflanzen, die zu dicht stehen, sollten gekürzt werden

Überwinterung: Der echte Beinwell ist eine einheimische Pflanze und somit gut an unser Klima angepasst. Maßnahmen zum Überwintern sind daher nicht erforderlich.

Verwendung von Beinwell

In der Vergangenheit wurde Beinwell (Comfrey, Wallwurz) sowohl als Küchenpflanze als auch als Heilkraut verwendet. Aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide werden Beinwellblätter heute jedoch kaum noch gegessen. Sie spielt daher fast ausschließlich als Arzneipflanze eine Rolle.

Beinwell in der Küche

Beinwell steht heute noch gelegentlich bei Wildkräuterliebhabern auf dem Speisezettel. Die Blätter des Beinwells können ähnlich wie Borretsch als mildes Gemüse in Salaten verwendet werden. Auch in Butter angebraten macht der Beinwell an sich eine gute Figur. Gelegentlich gibt es sogar Rezepte für herzhafte und süße Eierkuchen, die mit zerhackten Beinwellblättern zubereitet werden.

Die Blätter enthalten durchaus nennenswerte Vitalstoffe wie Vitamine oder Kieselsäure und sind in geringen Mengen auch essbar. Es wird jedoch empfohlen, Beinwell selten und nur in geringen Mengen zu verzehren. Die gesamte Pflanze ist häufig reich an Pyrrolizidinalkaloiden, die höchstwahrscheinlich lebertoxisch wirken. Geringe Mengen stellen für gesunde Menschen in der Regel kein Problem dar.

Beinwell als Heilkraut

Der Beinwell zählt heute mit zu den wichtigsten Arzneipflanzen. Vor allem für Muskel- oder Gelenkbeschwerden stellen die Beinwellwurzeln eine natürliche Alternative zu synthetischen Arzneimitteln dar.

Die Verwendung von Beinwell ist seit altersher bekannt. Bereits im alten Rom muss die Heilkraft der Pflanze bekannt gewesen sein. Glaucus, einer der Ärzte der berühmten ägyptischen Königin Kleopatra, verwendete einen Brei der Beinwellwurzel gegen Blutergüsse, Brüche oder Verstauchungen. Der griechische Arzt und Pharmakologe Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) hatte dem Beinwell in seinem ausführlichen Heilmittelbuch De materia medica mehrere Seiten gewidmet. Natürlich fehlte der Beinwell auch nicht bei weiteren Heilkundigen des Mittelalters wie z. B. Hildegard von Bingen oder Paracelsus.

Im umfangreichen Kräuterbuch von P. A. Matthioli, wurde der Beinwell sowohl innerlich als auch äußerlich angewandet. Das damals als Walwurtz (Wallwurz) bezeichnete Kraut, wurde bei Lungenentzündungen (eytriger Lunge), blutigem Auswurf und der roten Ruhr verwendet(meist synonym bezeichnet für Krankheiten, die blutigen Stuhl verursachen). Äußerlich war der Beinwell eines der beliebtesten Heilpflanzen. Er wurde zur Beschleunigung der Wundheilung auf offene Wunden gelegt, half Gliederschmerzen zu lindern und soll sogar bei Geschlechtskrankheiten (u.a. Gonorrhoe) verwendet worden sein. Genutzt wurde vor allem die Wurzel sowie vereinzelt die Blätter. Aus den Blättern machte man häufig so genannte Beinwellpflaster, die um eine Wunde herumgewickelt wurde. Heute werden Anwendungen von Beinwell auf offenen Wunden nicht mehr empfohlen.

Beinwell - Beschreibung in mitelalterlichem Kräuterbuch
äußerliche Anwendung von Beinwell (damals als Wallwurz bezeichnet) (Kräuterbuch aus dem 16. Jahrhundert)

Beinwell, mitunter auch als Comfrey bezeichnet, ist in der heutigen Naturheilkunde für viele äußerliche Beschwerden kaum wegzudenken. Die Wurzeln, sowie in geringeren Mengen auch die Blätter, enthalten medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe wie Allantoin, Cholin, Schleimstoffe und Gerbstoffe (u.a. Rosmarinsäure). Diese Stoffe können für den menschlichen Organismus folgende Heilwirkungen haben:

  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd
  • schmerzlindernd
  • schwellungsmindernd (abschwellend)
  • antibakteriell
  • wundheilungsfördernd

Diese Heilwirkungen sind heute u.a. für die folgenden Krankheiten und Beschwerden nützlich:

  • Knochenmarksentzündungen
  • Wundheilung
  • Knochenbrüche
  • Verrenkungen und Verstauchungen
  • Zerrungen
  • Quetschungen
  • Arthrose
  • Gelenk- und Gliederschmerzen

Wurden früher Beinwellwurzel und -blätter genutzt, kommt heute ausschließlich die Wurzel (Symphyti radix) zur Anwendung. Aufgrund der enthaltenden Pyrrolizidinalkaloide, die wahrscheinlich lebertoxisch wirken, sollte Beinwell nicht mehr innerlich in Form von Tees eingenommen werden. Gebräuchlich sind daher Wickel und Umschläge sowie selbstzubereitete oder gekaufte Salben.

schwarze Beinwellwurzeln
Beinwellwurzeln enthalten zahlreiche medizinische Wirkstoffe (Foto: emer/fotolia.com)

Zubereitung eines Beinwellumschlags

  1. Zerkleinern oder Zerhacken der Wurzeln
  2. Kochen eines Beinwellauszugs (50 bis 100 Gramm, 10 Minuten Kochzeit)
  3. Abseihen und abkühlen lassen
  4. Mulltuch in Sud eintauchen

Für einen Beinwellumschlag wird zunächst ein Auszug hergestellt, so dass die wirksamen Inhaltsstoffe aus der Beinwellwurzel heraus extrahiert werden. Hierzu kocht man etwa 50 bis 100 Gramm geschnittene Wurzeln etwa 10 Minuten lang und seiht diese ab.

Der heiße Auszug sollte dann etwas abkühlen, bis er handwarm ist. Dann taucht man Mulltücher in das Gefäß ein und legt den Umschlag auf die betroffene Stelle. Bitte achten Sie darauf, dass die Wunde nicht offen ist, da Verunreinigungen im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung nach sich ziehen kann.

Sollen leidige Beschwerden wie Schürfwunden, Prellungen und Vertauchungen behandelt werden, kann neben Beinwell noch zusätzlich mit Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Ringelblume (Calendula officinalis) gemischt werden. Die im Johanniskraut enthaltenden Flavonoide wirken zusätzlich entzündungshemmend. Ringelblume hingegen wirkt antiödematös und kann so Schwellungen lindern.

Neben Umschlägen können auch Beinwellsalben rasch Linderung bei Gelenkschmerzen oder lästigen Nackenverspannungen schaffen. Beinwell ist ein hervorragendes Heilkraut für den Bereich der Knochen und Gelenke. Vor allem Menschen, die schwere körperliche Arbeit oder viel Stehen und Sitzen müssen, können die betroffenen Areale sanft mit einer Beinwellsalbe einreiben und schnelle Linderung erfahren. Gute Produkte schaffen eine deutliche Schmerzlinderung bereits nach zwei bis drei Stunden.

Beinwell wird auch in der Homöopathie, v.a. bei schlecht heilenden Wunden, bei stumpfen Verletzungen im Gesicht, bei Bänderrissen, bei Venenentzündungen oder begleitend während Behandlung von Knochentumoren. Übliche Dosierungsmengen sind die Potenzen D1 bis D30, die in Form von Globulis oder Tabletten erhältlich sind.

Nebenwirkungen: Beinwell nicht innerlich einnehmen, da dieser lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide enthalten kann. Bei der äußeren Anwendung in Form von Umschlägen oder Salben sollten chronische Hautkrankheiten ausgeschlossen werden. Beinwell darf auch nicht auf offenen Wunden angewendet werden. Bei vorhandenen Hautkrankheiten ist die Behandlung mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen.

Beinwell als Pflanzenstärkungsmittel

Beinwell ist nicht nur als Heilkraut eine Bereicherung, sondern auch als Stärkungsmittel für Pflanzen. Gärtner, die ihren Garten versuchen ohne künstliche Insektizide zu bewirtschaften, nutzen Beinwellextrakte, um geschwächte oder schädlingsanfällige Pflanzen resistenter gegenüber altbekannten Plagegeistern wie Blattläuse, Spinnmilben oder Pilzen zu machen.

Beinwell kann dabei unterschiedlich angewendet werden:

  • Heißextrakt: Zubereitung wie Tee
  • Beinwelljauche: etwa 14 Tage lang wird ein Extrakt aus Beinwell gären gelassen
  • Mazerat (Kaltwasserauszug): Beinwell wird mit Wasser vermischt und etwa einen Tag lang stehen gelassen

Eines der häufigsten Anwendungen ist das Spritzen mit einer Beinwelljauche. Das Laub der Pflanze wird zusammengetragen, zerkleinert und in einem Behälter gelegt. Der Behälter sollte, je nach Bedarf und Gartengröße, etwa 5 bis 10 Liter fassen. Der Behälter wird dann entsprechend mit Wasser aufgefüllt und mit einem Tuch oder einem feinen Gitter bedeckt. Nach etwa 9 bis 14 Tagen ist die Beinwelljauche fertig. Mindestens einmal am Tag sollte die Brühe ordentlich umgerührt werden. Wem der Geruch zu aufdringlich ist, kann mit etwas Urgesteinsmehl oder Zeolithmehl diesen deutlich eindämmen. Die Jauche wird dann mit verdünntem Wasser (Verhältnis etwa 1:10) in den Boden eingeleitet. Die Pflanzen selbst werden langfristig widerstandsfähiger und erhalten sogar etwas Nährstoffe (v.a. Stickstoff und Mineralstoffe).

Beinwellauszüge, ob als Heißextrakt oder Mazerat nutzt man meistens dann, wenn Pflanzen akut von Schädlingen oder Krankheiten befallen sind. Die Zubereitung wird entweder direkt oder mit einer 1:2 Verdünnung auf die Pflanzen aufgetragen. Der Vorgang sollte etwa eine Woche lang täglich wiederholt werden. Wichtig ist, dass die Beinwellauszüge nicht bereits gegärt haben, da dies sonst die Blätter und die Pflanzen schädigen kann.

Beinwell kaufen - Was gibt es zu beachten?

Beinwell als klassische Arzneipflanze wird von vielen Menschen verwendet, die an Beschwerden des Bewegungsapparates leiden. Gelegentlich wird Beinwell auch als Zierpflanze im Garten oder auf dem Balkon verwendet, weshalb die Pflanze mitunter auch in Gartencentern und Pflanzenmärkte angeboten wird.

Bei frischen Pflanzen sollte man vor allem die Blattunterseite beobachten, an der sich gelegentlich Blattläuse aufhalten können. Außerdem sollten keine gelblichen Verfärbungen an den Blatträndern befinden, da dies auf einen akuten Nährstoffmangel oder auf Wurzelschäden hinweisen kann.

Gärtner, die ihren Garten ökologisch bzw. nachhaltig bewirtschaften, greifen gern oft auf Beinwelljauche oder –sud zurück. Hierzu gibt es bereits zerkleinerte und pulverisierte Produkte (u.a. von Schacht), mit denen sich im Handumdrehen Pflanzenstärkungsmittel herstellen lassen. Allgemein leisten Beinwellbrühen und –jauchen tatsächlich einen guten Mehrwert in Gärten, die häufig von Schädlingen oder Krankheiten befallen sind. Bei sehr üppigem Befall diverser Schädlinge dürfen aber keine Wunder erwartet werden, da die Beinwellauszüge in erster Linie die Widerstandskraft anderer Pflanzen stärkt.

Wer an Gelenkbeschwerden wie z.B. Schmerzen, Verstauchungen oder Arthrose leidet, wird mit Beinwell eventuell ein nützliches und schonendes Mittel finden. Wem der Aufwand zu groß ist, Umschläge, Wickel oder Salben herzustellen, kann bei zahlreichen namhaften Anbietern bereits fertige Beinwellsalben kaufen. Diese Salben sorgen dafür, dass die schmerzhaften oder geschwollenen Areale sich etwas abkühlen und schonend eine Linderung verschaffen. Die Salben sind mit etwa 9 bis 15 EUR zwar auf den ersten Blick recht teuer. Allerdings können sie sparsam angewendet werden und halten recht lange.

Literaturnachweise

  • [1]: Roman, G. P. et al. (2008): Concentration of Symphytum officinale extracts with cytostatic activity by tangential flow ultrafiltration. In: Roumanian Biotechnological Letters, Vol. 13, S. 4008-4013.
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