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Geraniol

Geraniol ist ein so genannter Monoterpen-Alkohol und meist als Bestandteil ätherischer Öle bekannt. Es handelt sich um einen farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit einem angenehmen Geruch. Verwendung findet der Stoff meist als Duftstoff in der Parfümindustrie, als Wirkstoff für die Insektenabwehr sowie vereinzelt für aromatherapeutische Anwendungen.

Das ätherische Öl ist häufiger Bestandteil vieler Pflanzen und Kräuter. Hohe Konzentrationen von Geraniol finden sich u.a. in der Rose, im Koriander, im Lorbeer, im Thymian sowie häufig im Currykraut.

Die Eigenschaften von Geraniol für medizinische Anwendungen scheinen recht vielseitig. So konnten erste Studien feststellen, dass der Stoff in der Lage ist, den Zelltod von Krebszellen einzuleiten sowie das Wachstum von Tumoren zu hemmen [1] [2].

Bei Menschen mit empfindlicher Haut können höhere Dosen oder der häufige Gebrauch von Geraniol Dermatitis und Nesselsucht auslösen. Der Stoff gilt als schwaches Kontaktallergen.

Geraniol kann zudem nützlich dabei sein, Insekten wie Mücken oder Fliegen abzuwehren. Mehrere Studien konnten einen schützenden Effekt vor Insektenstichen feststellen und belegen [3]. Für die Herstellung wirksamer Biozide werden Mengen zwischen 1 und 3 % Geraniol genannt.

Aus der Reaktion von Geraniol mit Nerol lässt sich Citral herstellen, welches große Bedeutung als Duft- und Aromstoff hat.

Literaturnachweise und weiterführende wissenschaftliche Quellen:

  • [1]: Manoharan, S., Vasantha Selvan, M. (2012): Chemopreventive potential of geraniol in 7,12-dimethylbenz(a)anthracene (DMBA) induced skin carcinogenesis in Swiss albino mice. In: Journal of Environmental Biology, Vol. 33, S. 255-260. ISSN: 0254-8704
  • [2]: Burke, Y. D. et al. (1997): Inhibition of pancreatic cancer growth by the dietary isoprenids farnesol and geraniol. In: Lipids, Vol. 32, S. 151-156. DOI: 10.1007/s11745-997-0019-y
  • [3]: Khallaayoune, K. et al. (2009). Efficacy of 1% geraniol (Fulltec) as a tick repellent. In: Parasite, Vol. 16, S. 223-226. http://dx.doi.org/10.1051/parasite/2009163223