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Chalkone

Als Chalkon wird ein chemischer Inhaltsstoff bezeichnet, der als Ausgangsstoffe für die Gruppe der Flavonoide dienen. In der organischen Chemie wie dieser Stoff ferner als ungesättigtes Keton bezeichnet. Ketone besitzen immer mindestens drei Kohlenstoffatome. Chalkone liegen zudem in verschiedenen isomeren Formen vor, wodurch trotz gleicher chemischer Ausstattung (Konfiguration) unterschiedlicher Verbindungen entstehen können.

Chalkone sind insgesamt noch relativ wenig erforscht. Vor allem über die Funktionen, die Chalkone für die Pflanzen haben ist bisher wenig bekannt. Es wird angenommen, dass die Stoffe bei der Abwehr von Krankheitserregern helfen.

Trotz des nur geringen Forschungswissens, versprechen Chalkone ein großes medizinisches Einsatzpotenzial, z.B. bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen, Krebserkrankungen (u.a. Lungen- und Hautkrebs), Malaria oder HIV. Stoffe innerhalb dieser chemischen Gruppen haben antibakterielle, antientzündliche, antifungizide, krebshemmende und antioxidative Wirkung. Häufig zu finden sind Chalkone beispielsweise im Hopfen oder in der Ashitaba (Angelica keiskei Koidzuma). In letzterer sind vor allem die Chalkon-Verbindungen Xanthoangelol und 4-Hydroxyderricin von besonderer Bedeutung.